Journalismus und Krieg: „Viele wünschen sich mehr Hintergrundwissen“

Antikriegstag Wie berichtet man vom Krieg, ohne dass Menschen ihren Medienkonsum einschränken, um sich vor schlechten Nachrichten zu schützen? Ellen Heinrichs und Katja Ehrenberg sprechen über ihre Studie „konstruktive Kriegsberichterstattung“
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 35/2022
Journalismus und Krieg: „Viele wünschen sich mehr Hintergrundwissen“

Illustration: Mari Kinovych

Schlechte Nachrichten sind belastend – weshalb gerade in Kriegszeiten viele Menschen Medien zu meiden beginnen. Am Bonn Institute, einer gemeinnützigen GmbH, ergründen Journalisten und Forscherinnen, wie ein Journalismus der Zukunft aussieht, der „Mehrwert für Menschen“ schafft und die „demokratische Gesellschaft stärkt“: So arbeiten Ellen Heinrichs und Katja Ehrenberg derzeit etwa an einer Studie zu „konstruktiver Kriegsberichterstattung“.

der Freitag: Frau Heinrichs, Frau Ehrenberg, wie erleben Sie die Kriegsberichterstattung derzeit?

Ellen Heinrichs: Als Privatperson nehme ich das als belastend wahr, weil auch ich wie viele andere das Gefühl der Hilflosigkeit kenne. Als beruflich interessierte Person erkenne ich seitens de