Der geile Jude - von der Hartnäckigkeit eines Stereotyps
In seinem Buch "Neidgeschrei" geht Gerhard Henschel dem Zusammenhang von Antisemitismus und Sexualfeindlichkeit nach. Thomas Rothschild hat das Buch gelesen
Vorrücken zur Natur
Wir können weder mit, noch ohne es leben: das Picknick. Von der unerklärlichen Lust im Freien zu essen - trotz Sonnenglut, Ameisen, Flecken (und Stechmücken)
Kiffen? Locals only
Die niederländische Regierung will gegen den Drogentourismus vorgehen. Neue Gesetze sollen dafür sorgen, dass es Joints nur noch für Landeskinder legal zu kaufen gibt
Die DDR kommen lassen
Zwanzig Jahre Deutsche Einheit lassen sich auch ohne Ossis feiern: Was ich mit dem Weinkenner Stuart Pigott auf dem hessischen "Ball des Weines" in Wiesbaden erlebte
Zupfen statt schrauben
Kreativ in der Krise: Der Bosch-Kurzarbeiter Andreas Jurkovic wollte nicht Däumchen drehen und gründete zusammen mit Kollegen aus Reutlingen die Band Shortworkers
The Jackson 4
Schlechte Welt: Während alle Welt trauert, kursieren im Internet massenhaft Witze zum Tod von Michael Jackson. Wie reagieren professionelle Komiker auf diesen Umstand?
Zum Beispiel Stuttgart
Nicht alle Reformen sind gut: Thomas Rothschild erklärt, warum es idiotisch ist, die Geisteswissenschaften an der Universität Stuttgart praktisch lahm zu legen
Seltsame Fragen, wundersame Antworten
52 Bücher in 52 Wochen: In seiner Kolumne schaut Mikael Krogerus diese Woche, was in der Bibel so an Erstaunlichem steht. Sehr lustig - und wieder mal kontrovers...
Gekaufte Freunde
Eine amerikanische Internetfirma bietet an, ihren Kunden bis zu hunderttausend neue Follower bei Twitter zu organisieren. Wie manipulierbar ist die Twitter-Community?
Notrufe in Geheimschrift
Michael Buselmeier interpretiert in seiner Lyrikkolumne "textgalerie" Harald Hartungs Gedicht "Die heiße Ofenplatte"
Tiere müssen draußen bleiben
Jakob Augstein beantwortet alle Fragen rund um den Garten. Heute: Was haben Tiere im Garten zu suchen? Und ist der Garten Natur oder ein Raum der Kultur?
Böhmen liegt an Meeren
Die Schriftstellerin Milena Oda nimmt Abschied von der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft und begrüßt den Beginn der schwedischen: Ahoj!
Greenstream
Die Grünen machen mit "Grüne Welle Berlin" Internetradio für ihre Wähler. Das klingt nicht immer so, als nähme die Partei ihre Klientel ernst
Eine U-Bahn-Linie erinnert sich
In Essen geht das Theater dahin, wo die Stadt planerisch und ästhetisch weh tut: In der U-Bahn und im Beton der Stationen ertönt die "Eichbaumoper"
Was ist die Frau wert?
Der Bundesverband der Gynäkologen zieht nun mit einer Kampagne gegen die Honorarreform ins Feld. Auch wenn die für einzelne skandalös ausfällt, sind die Plakate gruselig
Die Frau, die keiner kennt
Nach elf Jahren ist Bascha Mika nicht mehr Chefredakteurin der "Taz". Ihre Nachfolgerin Ines Pohl ist unbekannt und leitungsunerfahren. Genau das könnte ein Vorteil sein
Der enzyklopädische Traum
Alles wissen wollen! Die vergessene Bildersammlung des Renaissance-Titanen Ulisse Aldrovandi zeigt einen magischen Moment der Naturgeschichte
Politik ohne Metaphysik
Das Buch des Philosophen Michail Ryklin über "Die Intellektuellen und die Oktoberrevolution" ist ein Versuch, der Stalin-Nostalgie in seiner russischen Heimat beizukommen
Revolution ohne Basis
Perry Andersons „Nach Atatürk“ ist ein historischer Essay in politischer Absicht – und ein brillantes Sachbuch
Von der Schlacht in die Schule
Yussef Bazzis Roman „Yassir Arafat sah mich an und lächelte“ erzählt von einer Jugend im libanesischen Bürgerkrieg zwischen Töten und Saufen und Die-Schulbank-drücken
An der Küste des Lichts
Wer an der spanischen Costa de la Luz entlangwandert, stößt auf Thunfischjäger, einen nach Altnazis benannten Strand und allerlei Treibgut. Und lernt am Ende Demut
Der Ich-Agent
Marc Kayser gab sein Leben als erfolgreicher Journalist auf, um etwas Unmögliches zu schaffen - einen fesselnden linken Thriller. Sein Trick: Er schreibt über sich selbst
Sei kein Frosch, mein Prinz
Seine Geschichte ist die Geschichte einer Ambiguität, die wahrhaft zum Gesichtsverlust führte. Vom Sterben eines Popstars, der sich nicht entscheiden konnte
Der Sänger als junger Held
Futuristisch-technologische Pantomine: DJ-Legende John Peel besuchte 1988 in London ein Konzert von Michael Jackson. Erst war er gelangweilt - dann begeistert