Aller Gefahr zum Trotz
Bei aller äußeren Bedrohung scheint die Führung des Iran derzeit kaum handlungsfähig zu sein. Besonders die Fraktionen der Konservativen intrigieren gegeneinander
Offener Himmel
Für Luftangriffe auf iranische Atomanlagen würden regionale Partner gebraucht oder zumindest Staaten wie Saudi-Arabien oder Aserbaidschan, die Überflugrechte gewähren
Eigentlich ein netter Mensch
Kristopher Schau ist Komiker und gilt als Enfant terrible. Nun soll er für das norwegische „Morgenbladet“ den Breivik-Prozess beobachten
Fahnden nach den Fahndern
Noch gibt es wenig Deeskalation im Steuerstreit zwischen Bern und Berlin. Auch das zwischen beiden Ländern ausgehandelte Abkommen zum Umgang mit Steuersündern wackelt
Am Puls der Unschuld
Konservative und Liberale haben versprochen, die Entwicklung hin zu einem britischen Überwachungsstaat umzukehren. Jetzt haben sie sich den Sicherheitsbürokraten ergeben
Der Sünde ins Maul schauen
Eine Volksabstimmung stoppte den ausufernden Zweitwohnungsbau in einigen Kantonen. Nun muss sich der Bundesrat zu einem Sakrileg aufraffen und ins Privateigentum eingreifen
Freie Bürger dürfen schießen
Der Tod des 17-jährigen Trayvon Martin im US-Staat Florida steht für das Überleben des Stärkeren, wie es auch die Schusswaffengesetze zu garantieren haben
Die Fäden in der Hand behalten
Noch scheint offen, ob die jüngsten Nachwahlen Burma weiter demokratisiert haben. Oder ob sie der bisherigen Elite halfen, die Opposition für ihre Zwecke zu vereinnahmen
Keiner Schuld bewusst
Staatspräsident Pal Schmitt fühlt sich zu Unrecht aus dem Amt gedrängt, obwohl zuvor Ermittlungen ergaben, dass über 90 Prozent seiner Dissertation abgeschrieben waren
Fluchten und Finten
Hamid Karzai jongliert gern und wahrnehmbar mit den Rückzugsplänen des Westens, um etwas für sein politisches und physisches Überleben nach dem "Tag X" zu tun
Packen, bevor es zu spät ist
Die USA stecken in einem Dilemma. Sie wollen 2014 abziehen, aber zugleich ihren militärischen Fußabdruck am Hindukusch hinterlassen. Vielleicht mit Hilfe Russlands
Syriens zweifelhafte Freunde
Saudi-Arabien und andere Golfstaaten versorgen die Anti-Assad-Front mit 100 Millionen Dollar. Den Syrern verheißt das vor allem eines: Es wird weiter gekämpft und gestorben
Eine Schippe drauf
Euro-Rettern ist kein Preis zu hoch. Die EU-Finanzminister statten den Krisenfonds großzügig mit 800 Milliarden aus. Die magische Marke von einer Billion rückt näher
Ein Rinnsal durch Dreck und Kot
Die Polizei besetzt mit ihren Spezialeinheiten nach und nach die Armenviertel von Rio de Janeiro, um sie mit der „Operation Friedensschock“ von der Mafia zu befreien
Schiffbrüchige wurden sich selbst überlassen
Vor einem Jahr trieb ein Flüchtlingsboot wochenlang auf dem Meer, Dutzende starben. Nun steht fest, dass Fehler und das Versagen von NATO-Schiffen mit verantwortlich sind
Toter Mann am Strand
Die Piraten am Horn von Afrika sollen künftig auch an Land bekämpft werden. Die EU stockt das Mandat für die Mission "Atalanta" auf und nimmt zivile Opfer in Kauf
Gaddafis postumer Schatten
Das mittlere Armeekorps hat in Mali die Macht an sich gerissen, weil Präsident Touré zu wenig gegen den Vormarsch der Tuareg-Rebellen im Norden des Landes unternahm
Aktion für die 99 Prozent
Ein Drittel der Arbeitnehmer wird sich laut Umfragen am Generalstreik gegen die Spardiktate der Regierung beteiligen. Unterstützt werden sie von Millionen Arbeitslosen
Ein wirklicher Offenbarungseid
Wenn der Supreme Court über die Verfassungsmäßigkeit von Obamas Gesundheitsreform entscheidet, steht auch die Glaubwürdigkeit des Gerichts auf dem Prüfstand
Die guten Jungs aus der Josefstadt
Die Regierung Orbán holt zum Aufräumen auf Straßen und Plätzen aus – neuerdings gilt ein Gesetz, das Obdachlose kriminalisiert. Doch regt sich Widerspruch
Pontifex Maximus im Land des Máximo Líder
Papst Benedikt XVI. besucht einen Staat, in dem die Kirche die politischen Schützengräben inzwischen verlassen und den Kalten Krieg mit der Regierung aufgegeben hat
Geschätzter Kunde
Überall wird in Hellas gespart, nur bei den Waffen-Einfuhren so gut wie gar nicht. Könnte dies daran liegen, dass sie größtenteils aus Deutschland kommen?
Gefährliche Tendenzen
Der libanesische Politologe Fawwas Traboulsi kann einer Intervention in Syrien ebenso wenig abgewinnen wie der "jemenitischen Lösung"
Kampagne mit Kalkül
Formal ist der Wahlkampf um die Präsidentschaft nach der Bluttat von Toulouse zwar unterbrochen. Tatsächlich jedoch geht er unvermindert weiter