Falsch verbunden?
Barack Obama gilt als der Meister moderner Kommunikation, aber manchmal scheitert er am Telefon. Zweimal verweigerte eine Kongressabgeordnete das Telefonat mit ihm
Probleme mit dem Notfallventil
Härtefallkommissionen können Menschen, die von Abschiebung bedroht sind, ein besonderes Aufenthaltsrecht gewähren. Doch die Entscheidungsfindung ist oft willkürlich
Rezession trifft Afrika stärker
Eine Analyse der Weltbank stellt fest, dass die ärmsten Länder in diesem Jahr einen Abfluss von einer Billion US-Dollar aus ihren Volkswirtschaften verkraften müssen
Das Vokabular holt auf
Für Deutschland wird wieder "gefallen", vorerst nur in Afghanistan. Die Heroen-Semantik von Verteidigungsminister Jung bleibt nur das Fazit schuldig: Wir führen Krieg
Die Revolution von 1979 vollenden
Der Sozialwissenschaftler Mohssen Massarrat über den Kulturkampf zwischen Tradition und Moderne im Iran und über die Fehler der internationalen Konfrontationspolitik
Vor dem letzten Risiko kapituliert
Der Ahmadinedschad-Herausforderer Mussawi bleibt im entscheidenden Moment zu zögerlich und systemtreu - ein enttäuschender Rückschlag für die Oppositionsbewegung
Kulturgut Sonntag
Berliner Shopping: Die Kirchen klagen in Karlsruhe gegen den Sonntagsverkauf. Unterstützung finden sie bei Verdi - doch die Motive sind keinesfalls die gleichen
Ein Herz für Kinder
Während die SPD den Erzieherinnen im Wahlkampf ihre Solidarität ausspricht, gehen Kommunalpolitiker der Partei mit aller arbeitsrechtlichen Härte gegen Streikende vor
Mit Tambour und Trompetern
Dank einer Verfassungsänderung konnte auch ein französischer Präsident vor dem "Kongress" sprechen – den Abgeordneten der Nationalversammlung und Mitgliedern des Senats
Stürzt das Mahnmal!
Die Rente mit 67 ist unsozialer Mist. Gut, dass die Diskussion darüber immer wieder angestoßen wird. Sie müsste aber endlich auch einmal weitergeführt werden
Alte gegen neue Revolutionäre
Aufruhr und Straßenprotest im Iran sind nicht das Werk einer geschlossen und gezielt handelnden Opposition, sondern oft eine spontane Rebellion ohne Führung
Darf man den Tod Nedas zeigen?
Es sind schreckliche Bilder: Man sieht, wie eine Frau von einer Kugel getroffen zusammensinkt und stirbt. Darf man so etwas zeigen – oder nur darüber schreiben?
Die Menschen baten um Stille
Uns erreichte der Bericht eines Arztes aus Teheran, der trotz seines hohen Alters am Wochenende an Straßenprotesten teilnahm. Um ihn zu schützen, nennen wir seinen Namen nicht
Was das Volk auf die Straße treibt
Reaktionen in Deutschland auf die Ereignisse im Iran sind vielfach durch Missverständnisse über die neue Volksbewegung geprägt. Sie werden deren Ursachen nicht gerecht
Wenn das Herz zum Berg wird
Einst wurde er vom albanischen KP-Chef zur Zwangsarbeit verpflichtet, heute verkauft der Albaner Vat Fortuzi Souvenirs mit dem Konterfei von Enver Hoxha
Steinbrück täuscht Öffentlichkeit
Der grüne Finanzexperte Gerhard Schick über Steuerflucht, die Offshore-Geschäfte deutscher Kreditinstitute und die Verflechtungen zwischen Politik und Bankensektor
Gemischtes Doppel
Der angebliche Alleinherrscher hält sich zurück und Gysi macht den Lafontaine. In Berlin zeigt die Linke, eine Partei mit vielen Flügeln braucht mehr als einen Chef
Frühlingserwachen am See
Die Genfer Abrüstungskonferenz wacht nach 13 Jahren Dornröschenschlaf auf, beschließt ein Arbeitsprogramm und bildet Arbeitsgruppen zur weltweiten Atomwaffenkontrolle
Medien, Mörder, Märtyrer
Die Ermordung des Wachmanns Stephen Johns im Washingtoner Holocaust-Museum hat in den USA einen Debatte über die politischen Paten rechtsextremer Fanatiker ausgelöst
Präsident Garcia rudert zurück
Nach wochenlangen Massenprotesten indigener Amazonasbewohner hat die Regierung in Lima umstrittene Gesetze zurückgezogen, die auf Landenteignungen zielten
Opposition fürchtet die „Bassidjis“
Revolutionsführer Chamenei hat bei seinem ersten Auftritt seit der Wahl die Opposition gewarnt, mit ihren Protesten fortzufahren. Anhänger des Regimes machen mobil
Vom Saulus zum Paulus
Die Europäische Union tut das Nötige, beschließt auf ihrem Brüsseler Gipfel eine Reform der gemeinsamen Finanzaufsicht und plustert sich bürokratisch gehörig auf
Es geht um jeden Fußbreit Boden
Ob in Lateinamerika, Asien oder Europa – überall haben Agrarkonzerne der Landwirtschaft die Agroindustrie beschert. Doch deren Kapitalquellen versiegen gerade
Heimatlos im eigenen Land
Heute ist Weltflüchtlingstag. Laut UN hat sich die Zahl der in ihrem eigenen Staat Vertriebenen seit 2005 verdoppelt. 42 Millionen leben weltweit in Flüchtlingscamps