Arbeitsmarkt
Reißleine ziehen!
Die Arbeitsmarktreform der Regierung muss im Vermittlungsverfahren dringend nachgebessert werden. Denn bisher geht es nur ums Sparen
Das Gespenst der Überflüssigen
Marx' Utopie, Obamas Niedergang? Mit seinen Maßnahmen wird der US-Präsident auf dem Arbeitsmarkt kurzfristig nichts erreichen. Die strukturellen Probleme sind zu groß
Billiger, aber ohne Erfahrung
Seit Mai 2010 muss die Vermittlung schwerbehinderter Erwerbsloser bundesweit ausgeschrieben werden. In der Praxis führt das zu Problemen
Ein anderes Bild
Deutschland geht es so gut wie lange nicht, sagt die Kanzlerin. Neue Studien zeigen: Der Graben zwischen Statistik und Alltagserfahrungen wächst
Frauen an die Macht
Wer in der Geschlechterfrage weiterkommen will, sollte nicht zuerst für Quoten oder Kitas kämpfen, sondern für mehr Macht aller Arbeitnehmer
Stipendien statt Reformen
Regierung rätselt, wie der Fachkräftebedarf zu decken ist. Institut empfiehlt: Solange das Schulsystem versagt, müssen arme begabte Kinder gesondert gefördert werden
"Das ist der feministische Grundirrtum"
Elterngeld und Kitaplätze sollen nur die Eltern dem Marktdiktat unterwerfen, sagt Kostas Petropulos vom Heidelberger Familienbüro. Er fordert ein Erziehungsgehalt
Teuer, aber nicht ganz nutzlos
Mag sein, Ein-Euro-Jobs kosten den Staat viel Geld und bringen niemanden in Normalarbeit. Aber wer sie abschaffen will, muss den Betroffenen eine Alternative bieten
Ein Dankeschön an Peter Hartz
Die rot-grünen Arbeitsmarktgesetze haben die Mittelschichten verunsichert. Immerhin aber ist ihre Solidarität mit den Erwerbslosen dadurch gewachsen
Schnee von morgen
Der Streit um den Start der Rente mit 67 wird zur Interpretationsschlacht: Was sagen die Daten über die Erwerbssituation Älterer?
Der Preis der Reform
Frank-Jürgen Weise hat wegen einer Gehaltsaffäre Ärger. Seinen Kurs bei der Bundesagentur hält er dennoch für modellhaft
Gefährliche Experimente
Erschöpfte Menschen: Schöne neue Arbeitswelt oder strukturierte Verantwortungslosigkeit? Warum wir der Gefahr einer „Reproduktionslücke“ begegnen müssen
Verbannt, verfolgt, verleumdet
60 Jahre nach ihrer Einführung wirkt die Genfer Flüchtlingskonvention nicht mehr sehr zweckdienlich, auch wenn sie von der Universalität der Menschenrechte ausgeht
Die Demütigung der Deklassierten
Statt Arbeitslose stärker Druck zu setzen, sollten wir die Qualität der Arbeitsplätze erhöhen, sagt der Soziologe Stephan Lessenich
Zerbrochenes Kaleidoskop
Großbritannien steht nach den Wahlen vor einer neuen Phase der Politik. Die Bilanz nach dreizehn Jahren Labour an der Regierung ist durchwachsen
Um die Universität kämpfen!
Gekämpft wird schon lange, aber was wollen die Studenten überhaupt erreichen? Eine Buchreihe umreißt die Vielfalt der Probleme
Vom Blues zum Soul?
Der Absturz der SPD bei der Bundestagswahl war keine Ausnahme. Ein Beitrag zur Debatte aus der Perspektive der niederländischen Erfahrung
Manche nennen es Jobwunder
Zeitungen bejubeln den Frühling auf dem Arbeitsmarkt und die Experten staunen. Doch die angebliche Trendwende ist gar keine
„Eine ambivalente Entwicklung“
Die Soziolgin Christa Wichterich über Frauenarbeit und Ideen der Alphamädchen, den Kapitalismus zu modernisieren
Der Markt-Schreier
So absurd der FDP-Vizekanzler auch daherredet, er gibt der Debatte um das Grundeinkommen einen wichtigen Impuls
"Gesetzgeber ist fauler Sack“
Der Sozialrichter Jürgen Borchert über Hartz IV, Tricks der Statistik und die Sehnsucht nach Nachkriegsvernunft
Hohn für den Mindestlohn
Hauptsache, der "Wettbewerb" ist gerettet: Dass die Mindestlöhne für Briefzusteller vom Bundesverwaltungsgericht gekippt wurden, kann nicht überraschen
Für eine alternative europäische Strategie
Die EU hat in der Krise versagt, kritisieren mehr als 250 Ökonomen und plädieren für eine wirtschaftspolitische Wende. Eine Dokumentation
Jenseits der Schmerzgrenze
Fünf Jahre Hartz IV bringen vor allem eines: mehr Armut. Das entspricht dem Geist, aus dem die „Reform“ entsprang. Betroffene sprechen von "Überlebenstraining"