Buch
Spannende Neuerscheinungen, zeitlose Klassiker und persönliche Empfehlungen: Unsere Buchbesprechungen verraten Ihnen, welche Bestseller sich wirklich zu lesen lohnen – und von welcher Miniauflage Sie sich direkt einen Band ins Regal stellen sollten
Auf den Verrat
Doris Gerckes neuer Roman „Die Nacht ist vorgedrungen“ erzählt von drei Niederlagen einer linken Journalistin
Schlimmer geht immer
Kann das gut ausgehen? Unser Autor saß bei „Der Bruch“ bis zum Schluss auf glühenden Kohlen
Leben und Lektüre eines Melancholikers
Ulrich Peltzers Roman „Das bist du“ ist trotz Längen ein einziges Funkeln, zeitlos und bewunderswert
Vorläufig Socke
Bachmannpreisträgerin Sharon Dodua Otoo debütiert mit „Adas Raum“
Dünne Suppe
„Gogols Disko“ von Paavo Matsin ist ein Potpourri aus Ideen und Episoden. Eine Warnung
Leidenschaften
Unsere Kolumnistin Beate Tröger liebt die Lyrik. Hier stellt sie eine Auswahl vor
Die unseligen 1970er
„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gibt es jetzt als Serie. Sie will nicht zum Moral-Lehrstück für die Schule versteinern
Im Hochhaus
Cemile Sahins „ Alle Hunde sterben“ ist dicht, hart und schnell
Eine besondere Kunst
Amanda Gormans Worte bewegten die USA – Nora Gomringer über die „Poet Laureate“ und das Erfolgsrezept ihrer Rede
Patricia Highsmith von A bis Z
Die Grande Dame des Krimis war eine Heimatlose. Patricia Highsmith liebte Frauen, Katzen, Zigaretten, Schnecken – im Januar wäre sie 100 Jahre alt geworden. Unser Lexikon
Sichere Heimat
Christoph Nußbaumeder erzählt in „Die Unverhofften“ eine bayrische Aufstiegsgeschichte mit Abgründen
Rausgehen!
Ist es heute noch möglich, die Natur wieder ganz einfach zu genießen, ohne den ganzen intellektuellen Tand?
Stille Nacht
Für das Partyvolk ist Berlin in Corona-Zeiten der blanke Horror. Für ruhigere Gemüter entfaltet die Stadt dagegen einen Zauber
Das Gedicht spricht
Am 23. November 1920 wurde Paul Celan geboren. Walter Benjamin traf er nie – doch beide sehen Geschichte als Erinnern. Das zeigt auch die „Todesfuge“
Schulterzucken
Mit Wiener Schmäh und leichtfüßiger Lakonie plus Klassenkritik: Stefanie Sargnagels Roman „Dicht. Aufzeichnungen einer Tagediebin“
Zerrspiegel
In „Alles, was zu ihr gehört“ ordnet eine Archivarin den Nachlass einer Fotografin. Und stößt auf Indizien für einen Mord
So verletzlich wie wir
Geschult an den Großen: Mike Knowles schreibt in „Tin Men“ hart und realistisch
„Geschichten sind machtvoll“
Für die schottische Schriftstellerin Denise Mina sind Kriminalromane erst dann relevant, wenn sie einen ganzheitlichen Blick auf ein Verbrechen werfen
Ein Sack voll Sprengstoff
Unsere Kolumnistin Ute Cohen hatte mal Lust auf den kurzen Prozess. Sie entdeckte eine profunde Kenntnis an Toxinen, die Sexszenen fand sie eher mäßig
Eine Reise nach Täbris
In „Das armenische Tor“ ermittelt ein altlinker Kleinstadtadvokat im Südkaukasus
Was er hörte
In „Neulich in Amerika“ erzählt Eliot Weinberger Geschichte – und wird zum Chronisten der Gegenwart
Eingemauert in Schuld
„Hannahs Verlies“ erzählt von Kriegsende, Lagerhölle, Alkohol und Schweigen
Ein Waschbär erzählt
Thomas Brussigs Roman „Die Verwandelten“ ist vor allem Trash-Comedy
Alles Event, alles egal
Marius Goldhorn wollte keinen Poproman schreiben, doch er fängt den Zeitgeist fulminant ein