Film & Serie
Blockbuster und Independent-Filme, Serien-Starts und Staffel-Vorschauen: Hier erfahren Sie, welche aktuellen Kino- und Streaming-Highlights sich wirklich lohnen – und welche man nicht unbedingt gesehen haben muss
Ein wahrer Segen
Lee Daniels neuer Film "The Paperboy" wurde in Cannes gezeigt: Ein Portrait familiärer Funktionsstörungen, eine schwarze Komödie mit einer herausragenden Nicole Kidman
Verhältnismäßig verhaltensauffällig
Pfadfinder im Puppenhaus: Wes Andersons neuer Film "Moonrise Kingdom" erzählt die Coming-of-Age-Geschichte von Sam und Suzy
Der Lachs fließt uneinheitlich
Politik, Religion und eine Liebesbeziehung: Der Film „Lachsfischen im Jemen“ von Lasse Hallström ist eine märchenhafte Geschichte, die es allen Recht machen will
Der unsichtbare Abgang
„Die Vermissten“ von Jan Speckenbach ist ein Horrorfilm der ohne Science-Fiction funktioniert: die Jugend kündigt den Gesellschaftsvertrag mit den Erwachsenen
Gender Trouble
Céline Sciamma erzählt ihren Film "Tomboy" im Modus eines Rollenspiels und schafft damit eine unnachahmliche Spontaneität. Ein Sommerfilm in Erich-Rohmer-Tradition
Geschichten ohne Ich
Die Qualitäten dokumentarischen Erzählens: Carmen Losmann beschreibt in „Work hard, Play hard“ eine elitäre Arbeitswelt, die sich einer Beschreibung eigentlich entzieht
Aung San Suu Kyi sein Mann
Der Film, der scheinbar zu den Nachrichten passt: Luc Besson zeichnet in "The Lady" ein privates und wenig differenziertes Bild von Myanmars bekanntester Politikerin
Ein Bunker für die seelische Apokalypse
Der Tornado als Sinnbild sozialer Bedrohung oder persönlicher Krankheit? Jeff Nichols schlägt mit seinem Katastrophenfilm "Take Shelter" eine dritte Lesart vor
Kein schöner Landschaft
Die Verwandlung der DDR in eine Christian-Petzold-Landschaft: Der Film "Barbara" mit Nina Hoss ist ein reflektiertes Melodram, das Liebe nicht gegen Politik ausspielt
Triebe sehen dich an
Geschmackvolle Bilder, die bürgerliche Vorstellungen von Erotik bedienen und einen sexsüchtigen Menschen zeigen: Steve McQueens ziemlich zielloser Film "Shame"
Ruhe im Sturm der Zeitläufte
Das Familienalbum von vier Generationen wird zum Sprechen gebracht: Boris Hars-Tschachotin spürt im Dokumentarfilm „Sergej in der Urne“ seinem Urgroßvater nach
Publikum kommt, Volk fehlt
Ein anderer Rückblick auf die 62. Internationalen Berliner Filmfestspiele: "Jenseits von Afrika", Gilles Deleuze und warum einem das Volk nur in Piscator-Filmen begegnet
Im eng begrenzten Gehege
Bei der 62. Berlinale erlebte der Wettbewerb seine Wiedergeburt. Der Siegerfilm des Wettbewerbs ist ein umstrittenes, besonders von der deutschen Kritik ungeliebtes Werk
Und der Papst war auch schon da
Bilder, die Bilder überprüfen: Philip Scheffners „Revision“ und Thomas Heises „Die Lage“ zeigen, was sich hinter dem Begriff "Dokumentarfilm" verbergen kann
Schnitzeljagd zur Weltversöhnung
Stephen Daldry hat Jonathan Safran Foers Roman "Extrem laut und unglaublich nah" verfilmt: als Rührstück einer innerfamiliären Trauerarbeit, welche die Post 9/11-USA meint
Das Einzige, was zählt
Wie kommt man bloß aus einer Geschichte raus, die keine klassische Ordnung mehr hat? Ob DDR, SPD oder die Demokratie an sich: Überall stellt sich die Sinnfrage
Vielleicht einfach die Größte
Meryl Streep ist in diesem Jahr die Hommage gewidmet, ein Ehrenbär wird ihr verliehen. Porträt einer Schauspielerin, die sich nicht auf ihr gutes Aussehen verlassen hat
Das Kind als Tier
Anschauungsunterricht in Sachen Schicksal: Die Vorgeschichte zu einem Lebenslauf, der als Verbrechensnotiz im Polizeibericht enden könnte – „Der Junge mit dem Fahrrad“
Die Karikatur der originären Karikatur
Es wird lustig: Helmut Dietls "Zettl" hängt im Leerlauf seines putzigen Gschaftlhubertums hoffnungslos hinter der Wirklichkeit zurück
Das Fernsehen von heute
Geballte Kreativkompetenz, Hollywoodprominenz und viel Kapital - wie die neuen US-Fernsehserien das Schauen verändern
Schweigen ist Silber
Michel Hazanavicius erzählt in "The Artist" vom Durchbruch des Tonfilms mit den ästhetischen Mitteln seines Vorgängers
Die Masche seiner Mutter
"J. Edgar" von Clint Eastwood ist ein Biopic über die "Rote Angst" der USA in den zwanziger Jahren. Reaktionäre Deutungsmodelle überwindet es aber nicht
Kinder, Kinder, Kinder
Immer oben: Marc Bauders Spielfilmdebüt "Das System" zeichnet nüchtern das Bild korrupter Machenschaften ehemaliger Stasimänner in den neuen Hinterzimmern der Macht
Ein Tanz auf der Fensterbank
Das Spielfilmdebüt "Utopians" des polnischen Videokünstlers Zbigniew Bzymek bringt ein modernes Lebensgefühl auf den Punkt