Internationaler Währungsfonds

Wie im Winter 1941

Vor den Trümmern in Athen spricht inzwischen mancher von Krieg. Gegner sind die Deutschen. Die Verzweiflung ist greifbar, der Widerstand ebbt nicht ab

Wenn die Lunte einmal brennt

Plötzlich werden Wachstumsprogramme für den moribunden Eurostaat im Süden gefordert. Doch die Vernunft hat es schwer. Vorerst wird weiter geschrumpft

Lutz Herden

Draußen vor der europäischen Tür

Für den ungarischen Schriftsteller György Dalos verfügt Viktor Orbán weiterhin über eine beachtliche Anhängerschaft, die zusehends Ressentiments gegen Europa entwickelt

Lutz Herden

Und täglich fällt der Forint

Die Regierung Orbán hat mit akut sinkenden Sympathiewerten zu kämpfen, freilich lässt sie öffentlicher Widerstand scheinbar kalt. Nun macht auch die EU Ärger

Vertrauen wächst nur langsam

Vor zehn Jahren erlebte Argentinien den Staatsbankrott. Was passiert mit einer Gesellschaft, die kein Geld mehr hat? Drei Menschen erzählen

Schockstrategie für Europa

Die Kanzlerin ist keine „Getriebene“ der Finanzmärkte – sie folgt ihrem Kalkül: per Eskalation der Krise ganz Europa eine Politik der Entsolidarisierung aufzuzwingen

Völlig unbeeindruckt

Die Finanzmärkte scheren sich nicht weiter um die vom jüngsten EU-Gipfel abgegebenen Versprechen. Und auch der Brüsseler Konsens bröckelt, wie das Abrücken Dänemarks zeigt

Ein ganz normaler Kontinent

Afrika hat 30 Millionen Quadratkilometer. Kulturell, politisch, sozial aber ­­gibt es "Afrika" nicht. Was den Kontinent trotzdem verbindet, steht in unserem Lexikon

Alles auf Anfang

Vor allem zu Beginn der Euro-Krise hat Bundeskanzlerin Merkel entscheidende Fehler gemacht. Nun holen sie die Folgen ein

Europäisches Roulette

Wieder droht ein Bankencrash. Um den zu verhindern, sind 200 Milliarden Euro nötig. Noch immer ist das Finanzsystem in Europa „too big to fail“

Eurorettung als soziale Falle

Die Schuldenkrise erreicht jetzt Kernländer der Währungsunion. Zeit für einen Paradigmenwechsel: Ohne koordinierte Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialpolitik geht es nicht

Lawinen hält kein Schneemann auf

Die Finanzmärkte sind nicht nur in Bewegung, sondern bewirken auch große Wertverluste. Wird weiter viel Geld verbrannt, kann das in eine zer­störerische Inflation münden

Der Schuldner ist der Schuldige

Auch beim zweiten Rettungspaket für Athen ist der IWF zur Kontrollinstanz berufen. Doch seiner Politik wird selbst von den eigenen Gremien ein blamables Zeugnis ausgestellt

Was der Euro noch wert ist

Die Gemeinschaftswährung ist in ihrem Bestand gefährdet, aber auch in ideeller Hinsicht erschöpft. Nun rächt sich die Scheu vor einer Politischen Union ohne Wenn und Aber

Lutz Herden

Den Spieß einfach umdrehen

Die Regierungen der EU sind zu Gefangenen der Finanzmärkte geworden. Der 2005 vollzogene kategorische Schuldenschnitt Argentiniens zeigt, dass es auch anders geht

Der Fall scheint erledigt

Die jähe Wendung in der Strafsache DSK bedarf keiner Verschwörungstheorien, um erklärt zu werden. Die Ereignisse um den Ex-IWF-Chef sprechen für sich

Lutz Herden

Pyrrhussieg für Europa

Christine Lagarde ist nicht die Reformerin, die der Internationale Währungsfonds so dringend an der Spitze bräuchte, um die weltwirtschaftlichen Probleme zu bewältigen

Wem die Märkte zürnen

Genau genommen ist das Rettungspaket für Griechenland kein Geschenk oder Zuschuss, sondern ein weiteres Rettungspaket für europäische Großbanken

Der Supermarkt ist leer

Der Syntagma-Platz ist zur neuen Front im Kampf gegen Europas Sparpolitik geworden. Aditya Chakrabortty hat sich in Athen unter die Demonstranten gemischt

Leibeigene Europas

Ohne souveräne Kontrolle über die Schulden ihres Landes wird jede griechische Regierung – erst recht die Bevölkerung – von den EU-Institutionen und dem IWF erpresst

Kandidiert!

Der IWF-Vorstoß der französischen Attac-Aktivistin Aurélie Trouvé darf Schule machen: Warum die Linke beim Postenzirkus der Mächtigen öfter mittanzen sollte

Als harter Gläubiger im Geschäft

Wer ist der Mann, der Dominique Strauss-Kahn an der Sitze des IWF vertritt? Mit John Lipsky ist ein Amerikaner zum externen Euro-Retter berufen

Keine Chance, da heraus zu kommen

Bis zum 18. Juli reicht das Geld noch, dann braucht Griechenland die nächsten zwölf Milliarden aus dem EU-Hilfspaket. Sonst ist der Staat zahlungsunfähig

Empfehlung der Woche

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Rüdiger Maas

Hardcover, gebunden

288 Seiten

24 €

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