Spanien

Wem gehört die Wall Street?

Am Samstag zogen 5.000 Demonstranten ins New Yorker Finanzviertel, 300 sind geblieben, um zu zelten. Die Internationalisierung einer Protestform geht weiter

Einstieg in die Restlaufzeit

Soziale Massenproteste von Chile über Israel bis Spanien deuten auf ein Ende des bisherigen Kapitalismus hin. Doch klare Alternativen werden nicht erkennbar

Aggressivität und Feuerkraft

Wie Hedgefonds und Banken europäische Sozialstaaten in die Enge treiben, die sich rigiden Spardiktaten unterwerfen sollen – oder aber um ihre Bonität fürchten müssen

Lawinen hält kein Schneemann auf

Die Finanzmärkte sind nicht nur in Bewegung, sondern bewirken auch große Wertverluste. Wird weiter viel Geld verbrannt, kann das in eine zer­störerische Inflation münden

Noch ein Euro-Bestatter

Die drittgrößte Volkswirtschaft der EU könnte bald um ihre Kreditwürdigkeit auf dem internationalen Finanzmarkt gebracht und für den Euro-Rettungsschirm fällig sein

Eine Stimme für das Prekariat?

Gegen die gleichgültige Rede von der „ausgequetschten Mitte“: Die fortschrittlichen Kräfte müssen die neue Klasse ansprechen, bevor die extreme Rechte es tut

Wer die Wahl hat, schläft im Zelt

Aus spontan kundgetaner Empörung ist in Spanien eine große Protestbewegung entstanden – und sie geht einfach nicht nach Hause. Unter Demonstranten in Barcelona

Alle treten auf die Bremse

Den Industriestaaten ist der Wachstumsdrang vergangen. Sie kämpfen stattdessen unter dem Eindruck steigender Rohstoffpreise um die ­Neuaufteilung alter Märkte

Das Euro-Plus-Paket

Die Gemeinschaftswährung bekommt mit dem Europäischem Stabilisierungsmechanismus (EMS) einen Dauerschutzschirm. Doch sie kann nur durch gemeinsame Opfer erhalten werden

Ein Leben im „Legal Limbo“

Ein Gespräch mit Hein de Haas vom International Migration Institute (IMI) der Universität Oxford über Einschluss und Ausschluss in Afrika und Europa

Mobilität für Europas Profit

Der Umbruch im Maghreb hat die Angst vor Flüchtlingen verstärkt. Doch ihre Migration ist erzwungen und nützt nicht nur Afrikas, sondern vor allem auch Europas Wirtschaft

Schüsse aus der Hüfte

Nicolas Sarkozy möchte als Feldherr in die Geschichte eingehen - und die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr gewinnen. Das jedoch ist bisher eher zweifelhaft

Toxische Guthaben

Wer den Euro retten will, muss dafür sorgen, dass die Unternehmen weniger statt mehr Gewinn machen. Ohne massive politische Eingriffe geht es nicht.

Aufstocker und Überflieger

Europas Banken haben die Risiken der Kreditvergabe erfolgreich auf die Staaten abgewälzt. So sind viele EU-Länder fast pleite, würde ein größerer Rettungsfonds helfen?

Effektvolle Plünderung

Bénédicte Savoys großartiges Buch über den Beutezug Napoleons ist jetzt endlich auf Deutsch erschienen

Wir zahlen nicht für die Faulen

Die Regierung Merkel ergibt sich dem Prinzip – soviel Deutschland wie möglich und soviel Europa wie nötig. Sie bleibt damit konjunkturpolitisch auffallend kurzsichtig

Fehlende Solidarität

Europaweit wollen Gewerkschafter am Mittwoch gegen die Sparprogramme der Regierungen protestieren. Koordinierte Gegenwehr kommt aber kaum zustande

Entlohnt wird mit Abfall

Unter Billigflaggen sind Fischfang-Schiffe vor Westafrika unterwegs, deren Besatzungen ein Dasein fristen, als sei die Zeit der Strafgaleeren längst nicht vorbei

Es lebe die europäische Republik!

Der Euro steckt in seiner tiefsten Krise seit Beginn der Währungsunion. Das hat politische Gründe – aber es gibt Alternativen: eine demokratische Wirtschaftsregierung

Die soziale Last

Sparpaket und niedrige Löhne machen den Staat kaputt: Wer trägt die Kosten der Gemeinschaft?

Ein Menschenrecht auf Kind?

Kinderlose Paare in Europa sollen für ihre Familienplanung künftig fremde Eizellen nutzen dürfen. Das Urteil aus Straßburg könnte zu Problemen führen

Ulrike Baureithel

Längst versunkene Welt

Die Weltmeisterschaft findet zwar erstmals auf dem afrikanischen Kontinent statt. Sie ist aber dennoch ein von Europa dominiertes Spektakel

Afrikanische Erfahrung

Welche Abwärtsspirale dem Land bevorsteht, können die Griechen bei den Entwicklungsländern des Südens lernen. Eine Umschuldung ist alternativlos

Vom Regen in die Traufe

Die Sparpolitik, die jetzt den Euro retten soll, wird nicht Inflation, sondern ihr Gegenteil bewirken

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