Theater
Dystopie der Perfektion: „Digitales Feuer“ am Staatstheater Wiesbaden
Wenn die künstliche Intelligenz übernimmt, wird die Welt trist: In Ulf Erdmann Zieglers „Digitales Feuer“ ziehen die Protagonist:innen lieber den Stecker
Uwe Johnsons „Jahrestage“ am Schauspiel Leipzig: Bitte mehr Einfallsreichtum
Das Schauspiel Leipzig gibt Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ eine Bühne, der von der USA-Auswanderin Gesine Cresspahl in den 1960ern erzählt
Ballettchef Marco Goecke attackiert Theater-Kritikerin mit Kot: Enthemmung ohne Grenzen
Ein tätlicher Angriff auf eine Rezensentin durch den Ballettchef Marco Goecke ist ein Anschlag auf das Theater, das Publikum und die Kritik gleichermaßen
Ist das Schauspielhaus Zürich wirklich zu „woke“? Die Kritiker machen es sich zu leicht
Die Intendanten Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg verlassen das Schauspielhaus Zürich. Monatelang tobte eine Debatte um die „wokeness“ des Hauses. Aber wer tobte da eigentlich?
Golden Mask: Russlands wichtigstes Theaterfestival im Jahr des Krieges
In Moskau steht das wichtigste Theaterfestival des Landes bevor. Doch auf und hinter russischen Bühnen kehren Praktiken der sowjetischen Vergangenheit zurück
„Bühnenbeschimpfung“ am Maxim Gorki: Alle aufstehen, die ...!
Unserer Kolumnistin Eva Marburg ist die „Bühnenbeschimpfung“ am Berliner Maxim Gorki Theater viel zu harmoniesüchtig. Über die Frage, wann das Publikum dem Theater mal so richtig die Meinung geigen sollte
Im algerischen Sidi Bel Abbes spielen blinde Schauspieler die „Antigone“ auf arabisch
Viele Kulturinstitute in Algerien sind heute weit mehr für Menschen mit Behinderung sensibilisiert als früher. Den Ausschlag gab ein Video von der Heimkehr behinderter Olympioniken im Vorjahr aus Tokio
Silvester-Programm im Theater: Prost, verdammt nochmal!
Lustige Witwen, rachsüchtige alte Damen und ein Anti-Silvester: Was die Theater am letzten Abend des Jahres kredenzen, kommt nicht immer aus der Innovationsküche, spricht aber viele Stimmungen an. Manche Kostprobe könnte sich lohnen
Endlich WLAN: Entdeckt das Theater der Zukunft die Digitalisierung?
Die Pandemie zwang die Bühnen zur Digitalität, viele Theater mussten neue digitale Formate aufstellen. War all das provisorisch? Oder ist es die Zukunft? Und vor allem: Was bleibt davon?
Antisemitismus im Münchner Metropol-Theater?!
Nach Kritik jüdischer Verbände hat das Metropol-Theater in München das Stück „Vögel“ abgesetzt. Die Vorwürfe sind ernst zu nehmen, doch die Gemengelage komplex und eine Klärung nicht mehr möglich
„Hyäne Fischer“: Vulvavulkan und biblische Brachialsprache
Marlene Engels „totales Musical“ an der Volksbühne Berlin will hin zum goldenen Matriarchat. Das ist nett anzusehen, doch es fehlt eine erkennbare Sinnhaftigkeit
Theater und Proteste im Iran: „Es ist schwer, die Angst abzuschütteln“
Als Schauspielerin kennt die Theaterwissenschaftlerin Maryam Palizban die Szene im Iran sehr gut. Ein Gespräch über Frauen auf der Bühne, Theater als Vitrine des Regimes – und wachsenden Widerstand
Der Tod auf der Bühne: Wie, sterben?
Lange verdrängt, ist der Tod in den Westen zurückgekehrt. Zum Glück scheuen die Theater die Konfrontation nicht
Clemens J. Setz' neues Stück „Der Triumph der Waldrebe in Europa“: Klick mich, Mama
Gibt es ein digitales Leben nach dem Tod? Die Eltern in Clemens J. Setz' „Der Triumph der Waldrebe in Europa“ glauben das. Warum versandet dieser Abend am Schauspiel Stuttgart in Langeweile?
„Kulturfonds Energie“: Gegen das große Bibbern
Steigende Energiekosten und sinkende Zuschauerzahlen: Der von Claudia Roth angekündigte „Kulturfonds Energie“ soll auch den Theatern helfen. Wie blicken sie eigentlich diesem Winter entgegen?
Precht und Welzer bei Lanz: Ab ins Theater damit!
Groteske Dialoge, stereotype Charaktere, rasantes Tempo: Unsere Autorin sah die Lanz-Sendung über das medienkritische Buch von Harald Welzer und Richard David Precht und dachte: Das muss auf die Bühne. Da war sie nicht die einzige
Theater nach Corona: Endlich wieder anfassen
Immersive Formate gibt es schon lange. Doch nach zweieinhalb Jahren Pandemie fühlt sich alles anders an. Wie Schauspiel und Performance Nähe und Distanz vermitteln
„Sorry for you, Johnny Goethe“
Georg Büchners „Woyzeck“ hat Goethes „Faust“ als meistinszeniertes Stück auf den deutschsprachigen Bühnen abgelöst. Kein Wunder, bei den Zuständen da draußen
Theaterkritik in der Krise: Nur Scheiße am Ärmel?
Viele Theatermacher verabscheuen die Kritik. Ein gefährlicher Fehlschluss, denn ohne Kritik wird Kunst endgültig zum Kommerz
Mit Mütze und Schal in den leeren Theatersaal?
Auf die Theater rollt die nächste Krise zu: die Energiepreise lassen die Kosten in die Höhe schnellen. Da lohnt es sich, an den Winter 1946 zu erinnern, als die Hamburger im Ruhrgebiet Kohlen holten – und daraus ein Festival entstand
„L’état et moi“: Eine Satire auf Preußentum und Zeitreisen
In „L‘état et moi“ gerät Sophie Rois als Kommunarde aus Paris ins Berlin von heute und wird zum „sans papier“
Kulturbranche in größter Krise seit 1945: Geht wohl auch ohne
Nach der Durststrecke in der Coronazeit haben alle geglaubt: Jetzt wird alles wieder so wie früher. Von wegen! Die Gründe für die Krise der Kulturbranche reichen weit tiefer als aktuelle Feuilleton-Debatten suggerieren
ARD für Unbequeme: Öffentlich-Rechtliche müssen sich von Gebühren und Quote befreien
Nicht „ausgewogener“ muss das Öffentlich-Rechtliche werden, sondern mutiger und diverser. Die Fixierung auf die Quote erspart die Rechtfertigung unbequemer Meinungen. Auch Theater und Museen werden durch Steuern finanziert
Der „Ring“ in Bayreuth: Apocalypse mau
No future, nirgends. Aber auch: no Witz, nirgends. Valentin Schwarz und Cornelius Meister haben mit ihrer Inszenierung des Rings bei den Bayreuther Festspielen den Zorn der Wagnerianer auf sich gezogen. Es bleibt viel zu tun