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Unbritische Emphase

Kritiker James Wood lehrt den Genuss von Literatur, vor allem die Kunst, Kunst von Nichtgekonntem zu unterscheiden. Sein Buch ist so unterhaltsam wie belehrend

Affaire Nofretete in neuem Licht

Über die Rückgabe der Nofretete wird zu wenig diskutiert, meint die Kunstgeschichtsprofessorin Bénédicte Savoy. Nun veröffentlicht sie ein Buch mit erhellenden Fakten

Kleists Gedankenstrich

Marlene Streeruwitz schildert in "Die Schmerzmacherin" das Schicksal einer Frau, die eigentlich schon aufgehört hat zu leben. Das passt zu ihrem typisch punktierten Sound

Für das Feuilleton

Siegfried Kracauer als Zeitungsschreiber kann man immer wieder neu für sich entdecken. Band 5 der Werkausgabe hilft einem dabei

Eine Reise ins fränkische Exil

In Michael Buselmeiers Roman "Wunsiedel" bleiben autobiografische Züge nicht unentdeckt. Der Leser leidet mit dem Helden

Die karge Poesie einer Gräte

Angelika Klüssendorfs "Das Mädchen" beschreibt ein prekäres Milieu und macht das Benachteiligtsein unerbittlich einprägsam

Literatur im Zeichen des Burn-Out

"Sickster": Thomas Melle schreibt einen furiosen ­Roman über junge Leute, die erst in der Anstalt wieder kreativ ­werden können

Ich bin mehrere

Der Begriff der "Rolle" stammt ursprünglich aus dem Theater. In der Salzburger Ausstellung "Rollenbilder – Rollenspiele" ist er sehr viel weiter gefasst. Das ist anregend

Mit SED und Trompeten

Was als missliebige Sache anfing, endete als Staatskunst. Karlheinz Drechsel blickt zurück auf die wechselhafte Geschichte des Jazz in der DDR

Dagegen ist Murdoch ein Sozialist

Wissenschaftsverlage schröpfen nicht nur die Forschung. Sie betrügen auch die Öffentlichkeit, die sich keinen freien Zugang zu den überteuerten Publikationen leisten kann

Filme interessieren mich nicht

Oskar Roehler über sein Romandebüt "Herkunft", seine schreckliche Kindheit und die Frage, warum er der beste Regisseur seiner Generation ist

Im Namen der Rose

Es ist die erste Tournee des Freedom Theatre nach dem Tod von Juliano Mer Khamis. Im Anschluss redete das Publikum dann auch lieber über Politik als über die Vorführung

Maxi Leinkauf

Streikwelle am Nil

Die Ausstände der Lehrer, Ärzte und Transportarbeiter in Ägypten zeigen: Im Kampf für gesellschaftliche Veränderungen spielen zunehmend soziale Fragen eine Rolle

Auf Leben und Tod

Auf den ersten Blick verbindet den Philosophen nichts mit der Karibikinsel. Doch der Sklavenaufstand von Haiti 1791 prägte Hegels Dialektik von Herr und Knecht

Die Welt als Hobbykeller

Im Kindergarten montiert der Nachwuchs herbstliche Objekte, Männer zimmern ihr Selbstbild und Nerds Collagen und Mashups: Sind Bastler die Figuren der Gegenwart?

Der Staatstheoretiker

In der Wirtschaftskrise neigt der Staat zu autoritären Reaktionen, wusste Nicos Poulantzas bereits vor dreißig Jahren. Der undogmatische Marxist wäre heute 75 geworden

Die Andere im Mann

Der Schriftsteller Blaise Cendrars stand fest auf der Seite der Außenseiter und Abenteurer. Nun wird sein rasanter Roman „Gold“ neu aufgelegt

Die nächste Station

Am Pariser Gare de l’Est trafen sich die verschiedenen Milieus der Stadt. Nun wurde er renoviert und könnte aus dem Zentrum verschwinden. Ist er noch ein sozialer Ort?

Maxi Leinkauf

Der ewige Gärtner

Ein Jahr nach seiner Frau Sibylle Bergemann ist der Fotograf und Lehrmeister Arno Fischer gestorben. Thomas Knauf erinnert sich an den ersten und letzten Bohémien Ostberlins

Mahatma Gandhi in Ramallah

Die Palästinenser wollen kommende Woche von der UNO als Staat anerkannt werden. Martin Reeh war im Westjordanland und hat sich im Vorfeld des Entscheids umgehört

Karat kommt nicht bis Lichterfelde Ost

Für die im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien ist die Wahl schon vor dem Sonntag so gut wie gelaufen. Was ihr Endspurt dennoch erzählt: eine Ortsbegehung

Weg mit dem Packeis

Vor 30 Jahren gab es in Europa schon einmal Jugendkrawalle. Und auch sie wurden damals als unpoltisch betrachtet. Aufklärung eines Irrtums

Krrrawall-Mädchen

Sie schrien ihre Wut auf die Gesellschaft von der Bühne: Vor zwanzig Jahren mischten die Riot-Grrrls die Musikszene auf. Unsere Autorin ist erst jetzt eine von ihnen

Kein Leben nach dem Feuer

Selbstmordatten­täter und illegale Emigranten wirken in ihrer rigorosen Todesverachtung wie Zwillinge. Doch ihre Rollen sind auf keinen Fall austauschbar