Aussie42

Mauerberliner(West) bis 1996, 10 Jahre meditieren in Indien bis 2010, jetzt in Australien. Deutschland weit weg.
Aussie42
RE: Verborgene Geheimnisse | 17.01.2019 | 06:47

Klar es gibt genuegend Literatur ueber die aboriginal culture. Meist aus der Perspektiven der weissen Invasoren . Die fanden die Verhaltensweisen der Eingeborenen meist interessant und haben dann darueber berichtet. (the fatal shore, beispielsweise.)

Naja, und dann gibt's die "Geschichte" des 20. Jahrhunderts mit der "stolen generation" und der grosszuegigen Anerkennung der A. als "first Australien", die noch immer nicht in der der Verfassung steht.

Was gerade erst "erforscht" wird, sind die 50.000 Jahre Geschichte der Indigenen Kultur in Australien. Wie sie die Leute nach Australien gekommen? Wann und Wo haben sie wie gelebt. Dazu kommt die Frage der "dream-time', die Frage der Oekonomie der Aboriginals, Beziehung zum Land und Sprachen. Auch die Frage der "internationalen Beziehungen" zwischen den verschiedenen "Nationen" in Australien.

Die weissen Australier setzen sich zunehmend (gegen erbitterten Widerstand der Konservativen mit dem Massenmord der Siedler an den Aboriginals im 19.Jahrhundert auseinander. Das war der erste Krieg, den Australien gefuehrt hat, gegen die Ureinwohner, die sich heftig gewehrt haben. (Aehnlich wie die "Indianer-Kriege in den USA)

Viel Forschung gegen den tiefverwurzelten Hass (=schlechte Gewissen) der konservativen Australier gegen die A.

RE: Verborgene Geheimnisse | 16.01.2019 | 12:23

Wer will das schon wissen? Nicht mal in AU ist die Lebensweise der A. das "grosse" Thema. (Die Leute sind aber schon was "Besonderes"...)

Die A. wurden im 19. Jahrhundert abgeschossen, damit die grossen Farmen mit Schafen und Rindern "ihre Ruh" hatten. Schon das wird in AU geleugnet....

Manchmal denke ich, die noch vorhandenen A. warten einfach ab, bis per climate change das Leben in AU fuer die Invasoren unertraeglichgeworden ist. Wohl eine vergebliche Erwartung. Und ob die A. sich noch jemals als Ethnie regenerieren koennen ist auch fraglich. Sind ja nicht mehr so viele.

RE: Verborgene Geheimnisse | 16.01.2019 | 08:32

Auch ich weiss es zu schaetzen, dass Sie sich "aus der Deckung" trauen und mit Ihren Lesern aus der Community kommunizieren.

Dieser letzte Text scheint etwas "abgehoben", weil Sie doch ziemlich entlegene Literatur zusammenfuehren. Das Thema scheint mir inzwischen beinah "mainstream", seit Lovelocks Gaia Modell. Darum: Gut, dass Sie auf die aelteren Ideen hinweisen.

Die Alchemie als "Vorgaenger"-Konzept leuchtet ein. Dazu waere m.E. auch eine mittelalterliche Debatte zwischen den Theologen der den Vertretern der "artes" zu erwaehnen. Erstere argumentierten, Gott habe die materielle Welt als "vollstaendig und gut" erschaffen. Darum sei es nicht erforderlich, sondern beinah "gotteslaesterlich", die Welt mit den Methoden der "artes" zu verbessern. Die Theologen haben sich damals nicht durchgesetzt und darum haben wir heute den "Schlamasstik".

Das nur als humoristische Ergaenzung. Wichtiger waere wohl, vom Beispiel der australischen Aboriginals genauer zu lernen. Diese Menschengruppe hat unter "Laborbedingungen" eine Einheit von menschlicher Kultur und Natur hergestellt, die 50.000 Jahre, also fuer die Dauer von 2000 Generationen, stabil war. (Die abendlaendische Moderne dauert gerade mal 1% dieser Zeit...)

Diese die ur-australische Kultur, die heute beinah untergegangen ist, wird zunehmend staerker anthropologisch untersucht, auch als "Modell" einer (erwiesenermassen) nachhaltigen Gesellschaft.

Einige Merkmal: strikte Geburtenkontrolle, Verzicht auf Landwirtschaft als Hauptnahrungs-Ressource, keine Mobilitaet, Umgestaltung der Landschaft im Interesse von Menschen und Natur, keine Metalle, offene Sexualitaet, kein Handel, kein Alkohol, ausschliesslich Subsistenz"wirtschaft", strikte kulturelle Trennung von Maennern und Frauen, keine "Hygiene", kaum social change, kein Konsum etc.

Die Ur-Australier sind mit anderen indigenen Gruppen kaum zu vergleichen, weil sie viel laenger als andere, ihre gesellschaftlichen "Regeln" fast unveraendert gelebt haben. Uebrigens auch im Verlauf eine kurzen Zwischeneiszeit. (climate change resistence)

Diese Gesellschaft war eben kein "Experiment", wie die von Ihnen beschriebenen, zweifellos wichtigen Ansaetze, sondern gelebtes Leben, dass sich ueber tausende von Generationen bewaehrt hat.

Man kann die heutige Zivilisation zweifellos nicht ins Ur-australische zurueck-transformieren. Die Merkmale der alten Kulturen zeigen aber, was heute "falsch" sein koennte, was veraendert werden muesste.

RE: Kein Mensch ist unpolitisch | 15.01.2019 | 12:11

"In politisch stabilen Zeiten – also ungefähr in unserer gesamten Lebenszeit"

Ich weiss nicht wie lange Sie wo gelebt haben.

Natuerlich, die 50er und 60er Jahre waren "stabile Zeiten" mit den alten Nazis in den wichtigen Position der Politik, Verwaltung, Polizei, Geheimdienst, Oekonomie der BRD.

Die 70er jahre waren nicht stabil, weil das "Herrschaftsgefuege" der BRD von Studenten in Frage gestellt wurde. Das fuehrten dann zu den "Schutzgesetzen" wie etwa den Notstandsgesetzen, den Berufsverboten mit der schoenen Kosequenz, dass Polizei-Mord an Benno Ohnesorg durch die Zusammenarbeit von Politikern, Aerzten, Juristen vertuscht werden konnte, etc.

Die 80er Jahre wurde der Staat von Frauen, Oekos und FRiedensaktivisten weiter destabilisert, ohne dass sich politisch viel veraendert haette.

Endlich, in den 90ern, haben die Neokonservativen dann wieder kapital-stabile Verhaeltnisse hergestellt, indem Macht&Geld nach "oben" geschaufelt wurden.

Diese "Stabilitaet" wird erst heute in Frage gestellt, nicht im schaf-schlafenden Deutschland sondern in Frankreich beispielsweise. Und auf einmal sollen die Buerger sich ueber den neuen Feind, die Rechten erregen. ha, ha, ha.

Nein ich errege mich, wie @idog ueber die Machtverhaeltnisse und die Mechanismen der Machtsicherung in unserer "Demokratie".

Wenn nur noch die von "oben" gewuenschte "demokratische" Teilhabe zugelassen ist, ist Widerstand ausserhalb der gesetzlich zugelassenen Grenzen erforderlich.

RE: Dritte Kraft | 10.01.2019 | 07:15

"Sie scheinen ja die US Armee für Volltrottel zu halten"

Diese Einschaetzung ist koerrekt, das haben die diversen US-Kriege im 20. Jahrhundert gezeigt.

Eisenhower kannte die geringe Kampfkraft der US-Streitkraefte aus eigener Erfahrungn als Oberbefehlshaber im WW2. Darum hat er als Praesident und "Commander in Chief" den Waffenstillstand "angeordnet", um zumindest das Gesicht zu wahren.

Ursachen fuer die militaerische Erfolglosigkeit der US-Streitkraefte im 20.Jahrhundert sind vielfaeltig.

RE: Dritte Kraft | 10.01.2019 | 06:58

Ein Glueck. Ich hatte schon gefurchtet, Sie haetten den diesem blog zu Ihrem Kernthema verpennt.

Ansonsten: mein "Punkt" ist eine moegliche Konfoederation der Koreas. Dafuer ist der Ami-go home im koreanischen Interesse. Das wissen alle Beteiligten, kann man annehmen, oder?

Die Frage ist, ob die "chiefs" in SK eine Konfoederation wollen. Ich nehme das an. Das Pentagonsieht das anders. Sie vermutlich auch, oder sollte ich mich irren?

RE: Dritte Kraft | 09.01.2019 | 23:26

Ja, so trivial kann Geschichte sich abspielen...... wenn man das westliche "Narrativ" als in Stein gehauene Wahrheit wiedergibt.

RE: Dritte Kraft | 09.01.2019 | 23:17

Ich lese Ihren Beitrag etwas "gegen den Strich" und beglueckwuensche Sie, dass sie auf dem Wege sind die westliche Propaganda gegen NK zumindest partiell aufzugeben. Weiterso.

Die Koreaner werden sich irgendwie miteinander arangieren, da muss man sich wohl keine Gedanken machen. "Die" "denken" anders als "wir" im Westen. Chinesen und Koreaner haben sich historisch meist respektiert und "gut verstanden". Mit den "ethnisch-arroganten" Japanern hatten beide auch historisch haeufig Probleme.

Man kann nur hoffen, dass Trump (und sein Isolationalismus) solange die US-Politik bestimmt, bis die Konfoederation der Koreas perfekt ist.

RE: Dritte Kraft | 09.01.2019 | 23:01

Stimmt natuerlich. Wenn man die westliche NK-Propaganda der letzten 40 Jahre mal weg laesst, ist klar, dass SK jetzt eine Chance zur "Vereinigung" mit dem Norden sieht.

Der Abzug der USA ist im koreanischen Interesse. Danach haben die Koreaner endlich eine Chance von den Japanern fuer die staaatlich organisiserte Vergewaltigung von zehntausenden Koereanerinnen durch japanische Soldaten Entschaedigungszahlungenzu fordern. Mit diesem Geld waeren die Vereinigungskosten sicher gedeckt.

RE: Dritte Kraft | 09.01.2019 | 07:02

Nachdem die USA sich zunehmend weniger fuer die Koreas interessieren, gibt's einerseits die Chance fuer die Zusammenarbeit (z.B. als Konfoederation) der Koreas und andererseits die offene Unterstuetzung Chinas fuer einen solchen Prozess. Die Bevoelkerung in NK hat damit endlich die Aussicht auf bessere Lebensverhaeltnisse.

Taiwan wird sich damit arrangieren (muessen). Die "schwarzen Steine" muessen Japaner schlucken, mit denen die Staaten in Ost-Asien nur ungern zusammenarbeiten.

Auf die Dauer wird dann die US-Basis in Okinawa ueberfluessig und auch diese GI sind dann wieder zu Hause. Hat Trump seinen Waehlern versprochen. Gut so.

Die westlichen Positionen der letzten 60 Jahre haben in Ost-Asien lediglich die (nuklearen) Spannungen am Koecheln gehalten.