Klaus Fürst

Es ist die unüberwindliche Irrationalität, die dem Menschen den Ausgang aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit versperrt.
Klaus Fürst
RE: Abservierte Community | 21.03.2018 | 16:23

Wenn wir einmal bei den Mängeln sind: mich stört am meisten die kurze Überschrift für Blog-Beiträge. Nur 45 Zeichen sind möglich. Das Anliegen des Beitrags lässt sich damit nur selten formulieren, und der Leser, der die Themen erst mal überfliegt, weiß gar nicht, worum es geht.

RE: Richtige Antwort auf die falsche Frage | 12.03.2018 | 17:04

Der Staat wird nicht weniger schlank, wenn er statt eines aufwändigen Beitragssystems eine zusätzliche Haushaltsposition aufmacht.

Unterhaltung soll durchaus Bestandteil sein, aber in angemessener Relation. Und die Unterhaltung darf nicht zur Verdummung beitragen. Die derzeitigen Entscheider tun sich mit diesem Anspruch sehr schwer.

RE: Früher war alles besser ... | 30.04.2016 | 07:05

Wahrnehmung und Realität liegen oft weit auseiander.

"bei der breiten Masse an Menschen kommt aber schlichtweg nichts mehr an"

Das stimmt einfach nicht und lässt sich nicht belegen. Die Schere geht auseinander, das ist richtig, aber der Masse geht es ausgesprochen gut, auch wenn sie das nicht wahrnehmen will.

Wenn Sie wehmütig auf die komfortable Situation Ihres Vaters schauen, auch da gilt es die Realität zu beachten. Den Job können Sie auch haben: machen Sie eine duale Ausbildung in einem Metallberuf, und Sie haben ihren sicheren Arbeitsplatz. Die Frage ist doch nur, ob Sie das wollen. Aber Sie haben die Wahl!

RE: Der Irre vom Bosporus | 29.04.2016 | 18:27

Aber leider saß ja niemand drin im Parlament. Hatten sich wohl schon alle ins Wochenende verabschiedet.

RE: Der Irre vom Bosporus | 29.04.2016 | 18:20

Bravo! Wenn das der neue Ton in unseren Parlamenten würde, wäre mir um Demokratie und Freiheit nicht bange.

RE: Wir sind das System! | 11.04.2016 | 16:54

Danke für den dialektischen Ansatz zu diesem Thema. Auch für Ihre "Hoffnung in die menschliche Vernunft". Der letzte Satz liefert mir allerdings eine neue Frage: wer und was ist "die Linke"? Partei, Bewegung, linke Autoren oder allgemein links denkende Menschen? Und wie kann die Alternative sichtbar gemacht werden, oder besser: unübersehbar?

RE: Wir sind das System! | 11.04.2016 | 16:35

Alles richtig, nur machen muss man's. Aber wer verklickert den Menschen, dass es sich auf diese Weise gut leben lässt? Bezahlen müssen es ja schließlich alle, auch die, die lieber ihr Auto behalten möchten. Wer bricht die Widerstände? Und auf welche Weise?

RE: Wir sind das System! | 11.04.2016 | 16:31

Auf der einen Seite sagen Sie: "Diese Behauptung, und mehr als das ist es nicht, dient zu nichts anderem, als den Kapitalismus zu perpetuieren." Aber gleich anschließend: "ich bin mir ganz sicher: dafür würden einige mit einem billigeren Smartphone und nur alle 3 Jahre neu, ohne SUV und Familien-Zweit- und Drittwagen, ohne 150cm-Flatscreen mit Maxdome und SYhighhigh etc. auskommen."

Aber das ist doch auch nur eine Behauptung. Es werden immer wieder zwei Dinge durcheinander gebracht: das, was man selbst für wünschenswert hält, und das, was die Realität ist. Empirisch belegen lässt sich nur, dass der Kapitalismus das bisher erfolgreichste System ist. Das ist es, was NORDLICHT meint; das bedeutet nicht, dass ihm das gefällt, aber es ist so.

RE: Wir sind das System! | 08.04.2016 | 09:05

Das wird uns seit Langem prognostiziert, dass dieser Lebensstil bald ein Ende haben wird. Vor 40 Jahren schrieb Erhard Eppler: "Aber auch die Ferienreise nach Bangkok oder Nairobi wird die Ausnahme bleiben: Solcher Massentourismus scheitert am Ener­giemangel und an den Energiekosten, und wäre dem nicht so, wer wollte - gegen den Widerstand der Anwohner - einige Dutzend neuer Flugplätze dafür schaffen? Und selbst wenn es schließlich gelänge, unsere Republik in Flugplätze, Parkplätze, Müllplätze und allenfalls Golfplätze einzuteilen, so würden die Meteorologen Einspruch erheben, weil schon die heute fliegen­den Düsenmaschinen die Atmosphäre auf eine für das Klima gefährliche Weise verschmutzen."

Auch er war sich sehr sicher, doch das Gegenteil ist eingetreten. Der Tanz auf dem Vulkan scheint endlos weiter zu gehen.

RE: Wir sind das System! | 07.04.2016 | 18:51

Ich habe in der DDR gelebt und gearbeitet, und kann Ihnen versichern, dass das Versagen der Wirtschaft nicht am System der Staatsbetriebe lag, sondern am Drumherum, an der Dogmatik und der Inkompetenz derer, die über diese Betriebe befehligten. Das war keine Frage von Kapitalismus oder Sozialismus, sondern von Willkür oder Recht. Und warum sollte sich in einem sozialistischen System das Recht nicht erhalten lassen? Ich wüsste nicht, was dies ausschließen soll. Aber darüber kann nur die Zukunft Klarheit bringen.