Klaus Fürst

Es ist die unüberwindliche Irrationalität, die dem Menschen den Ausgang aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit versperrt.
Klaus Fürst
RE: Die Grundeinkommens - Woche (41/2018) | 14.10.2018 | 10:20

Danke für den frischen Kommentar. Letzteres Thema (Naturrecht) wird bei der Argumentation viel zu wenig beachtet. Bei Interesse siehe "Zur Legitimation des Grundeinkommens" auf www.denkfabrik-grundeinkommen.de

RE: Zur Hölle mit uns Menschen | 03.08.2018 | 17:00

Ich allein bin gar nichts, genauso wie Google und amazon ohne die Konsumenten gar nichts sind. "Stell dir vor, es ist Kapitalismus, aber keiner lebt seinen Maximen." (Meinhard Miegel)

RE: Zur Hölle mit uns Menschen | 03.08.2018 | 16:40

Vollkommen richtig, iDog. Hauptverantwortlich ist jeder Einzelne, der nicht von seinem Lebensstil lassen will und die Verantwortung auf "die da oben" abschiebt. »Es ist so bequem, unmündig zu sein.«, wusste schon Kant. Wir sind das System!

RE: Erzählungen aus der Zukunft VII | 17.07.2018 | 11:44

Den sachlichen Aussagen des Autors kann ich zustimmen, insbesondere was die Fragen der Legitimation des Grundeinkommens betrifft. Was ich aber mit dem Philosophen Wagner nicht teile, ist sein Verständnis von öffentlichem Diskurs.

"Ehrlich gesagt finde ich persönlich diese Form des Infotainments ermüdend bis peinlich: Einerseits werden altbekannte Informationen wieder und wieder wiederholt"

Genau das muss man aber tun! Das Thema Grundeinkommen betrifft ausnahmslos alle Menschen, nicht nur eine Handvoll Spezialisten. Also muss ich das Thema auch allgemeinverständlich in der Öffentlichkeit behandeln. Wiederholung ist dabei die Mutter der Weisheit. Wer, so wie wir, in der öffentlichen Debatte agiert, weiß, dass die meisten Menschen die Grundzusammenhänge noch immer nicht verstanden haben. Selbst bei Butterwegge habe ich da so meine Zweifel.

"Seriöse Verfechter*innen einer grundlegenden Existenzsicherung haben wohl auch bisher nur peripher auf Precht verwiesen."

Wer sind denn unseriöse Verfechter? Und vor allem: wer trifft diese Unterteilung?

"Nun ist Precht sicher niemand, dem im intellektuellen Diskurs Beachtung widerfährt."

Wie begrenzt intellektuell darf man denn sein, um mit Precht etwas anfangen zu können? Das ist genau jene Attitüde, die es von jeher verhindert hat, dass die Philosophen irgend etwas verändert haben. Wer einen Kollegen, der sich um Allgemeinverständlichkeit bemüht, als "Popularisierer von anspruchsvolleren Themen" versteht, hat Marx und dessen Grundsatzkritik an den Philosophen nicht verstanden bzw. will sie nicht verstehen, weil das Streitgespräch im Elfenbeinturm allemal erfüllender ist als der "nichtintellektuelle" Diskurs in der Mitte der Gesellschaft.

RE: Die Partei möge sich bekennen | 02.07.2018 | 18:35

Das mit den Ahnungslosen, die sich trotz Unkenntnis über das BGE auslassen, ist kein Phänomen der Linken, das zeigt sich in jeder Diskussion. Um das zu ändern, braucht es eine strukturierte Öffentlichkeitsarbeit mit verständlichen Argumenten. Nur so lässt sich der in diesem Beitrag benannten (und sehr realen) Gefahr vorbeugen, dass die Idee des BGE eines Tages politisch missbraucht wird.

Denkfabrik Grundeinkommen hat sich dieser Aufgabe verschrieben. Es wäre schön, wenn Sie dort ein paar Gedanken beisteuern.

RE: Zusammenbruch oder Spaltung? | 12.06.2018 | 11:12

Die Linke als Partei ist dem Fall in die Bedeutungslosigkeit geweiht. Wenn die wenigen Realos, die auch in der breiten Bevölkerung ansehen genießen, die Partei verlassen, wird nichts bleiben, was über die 5%-Hürde hilft. Das begreift die Träumer-Brigade um Kipping und Riexinger offenbar nicht.

Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, wie die Sammlungsbewegung funktionieren soll. Um dort die gleichen Grabenkämpfe und Lagerbildungen zu verhindern, müsste von Anfang an eine sehr konkrete Programmatik stehen. Das stelle ich mir schwer vor. Da erscheint die Gründung einer neuen Linken Partei, die Realpolitik vor Ideologie stellt, sinnvoller.

RE: Abservierte Community | 21.03.2018 | 17:23

Wenn wir einmal bei den Mängeln sind: mich stört am meisten die kurze Überschrift für Blog-Beiträge. Nur 45 Zeichen sind möglich. Das Anliegen des Beitrags lässt sich damit nur selten formulieren, und der Leser, der die Themen erst mal überfliegt, weiß gar nicht, worum es geht.

RE: Richtige Antwort auf die falsche Frage | 12.03.2018 | 18:04

Der Staat wird nicht weniger schlank, wenn er statt eines aufwändigen Beitragssystems eine zusätzliche Haushaltsposition aufmacht.

Unterhaltung soll durchaus Bestandteil sein, aber in angemessener Relation. Und die Unterhaltung darf nicht zur Verdummung beitragen. Die derzeitigen Entscheider tun sich mit diesem Anspruch sehr schwer.

RE: Früher war alles besser ... | 30.04.2016 | 09:05

Wahrnehmung und Realität liegen oft weit auseiander.

"bei der breiten Masse an Menschen kommt aber schlichtweg nichts mehr an"

Das stimmt einfach nicht und lässt sich nicht belegen. Die Schere geht auseinander, das ist richtig, aber der Masse geht es ausgesprochen gut, auch wenn sie das nicht wahrnehmen will.

Wenn Sie wehmütig auf die komfortable Situation Ihres Vaters schauen, auch da gilt es die Realität zu beachten. Den Job können Sie auch haben: machen Sie eine duale Ausbildung in einem Metallberuf, und Sie haben ihren sicheren Arbeitsplatz. Die Frage ist doch nur, ob Sie das wollen. Aber Sie haben die Wahl!

RE: Der Irre vom Bosporus | 29.04.2016 | 20:27

Aber leider saß ja niemand drin im Parlament. Hatten sich wohl schon alle ins Wochenende verabschiedet.