Blamierte Wahlkämpfer
Vom Werben zugunsten von Magna haben sich die Parteien Rückenwind versprochen. Nun entpuppt sich die Festlegung als riskanter Einsatz – und als außenpolitisches Problem
Die Regierung hat sich blamiert
Ein katarischer Investor sollte die Werften in Stettin und Gdingen retten. Jetzt droht ein Fiasko, denn der Investor zahlt nicht. Premier Tusk sucht einen Ausweg
35 Liter für eine Tasse Tee
Ein Schwerpunkt der Weltwasserwoche in Stockholm: der globale Versorgungsmangel. Wer hierzulande Wasser sparen will, sollte zuerst in seinen Einkaufswagen schauen
Den Krieg ans Licht ziehen
Russische Schüler graben nach Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Sie suchen auf den Schlachtfeldern von einst nach Soldaten, die bis heute als vermisst gelten
Frauenrechte gegen Stimmen
Kurz vor der Präsidentenwahl verabschiedete die afghanische Regierung das neue Ehe-Gesetz, dessen erste Fassung zu heftigen internationalen Protesten geführt hatte
Hier wachsen durstige Pflanzen
Was für uns gut ist, kann für die Umwelt nicht schlecht sein! Glauben wir. Im Spanien trocknet der Anbau von Bio-Erdbeeren einen Naturpark aus
Merkels Mindestlohn
Je wahrscheinlicher eine schwarz-gelbe Koalition wird, desto größer werden bei Union und FDP die Zweifel: Passen wir überhaupt zusammen?
Heilige Kuh vor Notschlachtung
Der Nahkampf zwischen der Schweizer Großbank UBS und der US-Steuerbehörde IRS tritt in eine neue Phase. Jetzt sollen doch Kundendaten übermittelt werden und zwar bald
Es fehlte nur noch der Funke
Barack Obamas wird wegen der Gesundheitsreform frontal und aggressiv angegriffen. Mit dem Extremismus wächst die Gefahr eines Anschlags auf den US-Präsidenten
Karsai kann viele Joker ziehen
Der alte Präsident dürfte auch der neue sein - damit rechnen auch die USA. Hamid Karsais wichtigste Trümpfe sind die Volkszugehörigkeit, handverlesene Gouverneure und loyale Clans
Der letzte Zar
Steinmeier, Steinbrück und Müntefering wirken farblos – aber wäre denn die SPD mit einer anderen Führung erfolgreicher?
Vergessen in eigener Sache
Alle machen mal Fehler, das ist normal. Aber wer aus Fehlern nicht lernt, hat keine Zukunft. Warum Politiker glauben, diese Regel gelte nicht für sie
Die Quadratur des Teufelskreises
Die SPD versucht verzweifelt, noch einmal in die Offensive zu kommen. Doch langsam wird ihr die Zeit knapp
Zwei Brüder im Geist
Das Abkommen zwischen Hitler und Stalin traf die Welt völlig unvorbereitet. Die UdSSR hatte ihre Rolle als Bollwerk gegen den Faschismus von heute auf morgen verloren
Digital könnte besser sein
Wie groß ist der Einfluss von Eingaben wirklich? Wer genauer hinschaut, wird schnell ernüchtert
Das Elend ist nie relativ
Die deutschen Verhältnisse werden dem Hinweis auf die Slums von Mumbai und Mombasa nur schöngeredet. Armut kann in einem reichen Land deprimierender sein als in einem armen
Schluss mit Bitten und Betteln
Brutaler Terrorist und unbeirrbarer Widerstandskämpfer – wird Marwan Barghouti bald auch ein palästinensischer Mandela?
Verhasst und ignoriert
Von Nordirland bis Ungarn, übrall in Europa werden Roma schikaniert. Erleben wir ein neues Zeitalter der Barbarei?
Adenauer lässt grüßen
In Deutschland bleibt es bei der Kanzlerdemokratie. Daran ändert kein Bundesverfassungsgericht und kein Begleitgesetz etwas
Die Mädchen, die da sind
Drei rot-rote Bündnisse sind nach den Landtagswahlen denkbar. Ob sie auch zustande kommen, hängt nicht nur von der SPD ab
Sie sind wieder die ersten, die ziehen müssen
Wegen der Krise nehmen Diskriminierungen von Roma wieder zu – in ganz Europa. Ein kleines Café in Berlin ist Anlaufstelle für Versprengte aus vielen Ländern
Terror an der Heimatfront
Um die Gesundheitsreform zu verhindern, ist den Republikanern jede Schmutzkampagne recht. Doch auch konservative Demokraten versuchen, Obamas Reformwerk zu verwässern
Spaziergang über die Grenze
Das "Paneuropäische Picknick" am 19. August 1989 in Ungarn gilt als Prolog für das Ende der DDR. Otmar Steinbicker war dabei - und erinnert sich daran, wie es wirklich war
Signal der Nähe
Die SPD wünscht sich mehr Hilfe von den Gewerkschaften. Hinter der Fassade des gemeinsamen Gegners Schwarz-Gelb gehen die Partei-Präferenzen im DGB indes auseinander