Schonfrist dank Wahlkampf
Die Koalition hält trotz des Datenskandals vorerst an Hartmut Mehdorn fest. Die Schonfrist hat der Bahnchef aber wohl nur dem Wahlkampf zu verdanken
Die Wut der Arbeiter
In der Krise spitzt sich der Widerspruch zwischen globalem Kapital und nationalstaatlich organisierter Arbeit zu. Gewerkschaften suchen nach einer wirksamen Strategie
Privater Krieg mit Goebbels
Mit zehntausenden Briefen an deutsche Empfänger setzte sich ein britischer Journalist 1939 für den Frieden ein. Und löste eine Presseschlacht mit Goebbels aus
Sturm auf die Zitadelle
Die Taliban zeigen US-Sonderbotschafter Holbrooke, dass er nicht in den Süden oder Westen reisen muss, um sie zu treffen. Sie sind auch in Kabul präsent
Die Seelen-Fänger vom Bahnhof
Sie erleben die Krise, Schikanen und Skinhead-Terror. In Moskau fristen die Arbeitsmigranten aus Mittelasien ein tristes Dasein, die soziale Unsicherheit wächst
Alleingänge nur im Ausnahmefall
US-Vize-Präsident Joe Biden kam beim Besuch der Münchener Sicherheitskonferenz nicht umhin zuzugeben, dass der Afghanistan-Krieg zu "Obamas Krieg" werden wird
Die stille Reserve
Die US-Regierung will sich von Osteuropas Eliten nicht für ideologische Spielchen vereinnahmen lassen. Statt alter Feindbilder braucht Obama neue Partnerschaften
Streiks gegen EU-Standards
Mit wilden Streiks haben britische Arbeiter gegen Lohndumping protestiert. Die europafeindliche Presse machte sie dafür zu Helden. Droht ein neuer "Winter of Discontent"?
Jeder für sich
Die Finanzkrise bringt das nationale Denken zurück. Den Preis zahlen die Falschen. Die Grenzen gehen hoch. Arbeitsnomaden werden millionenfach zur Umkehr gezwungen
Der Schatten des Krieges
Schon Monate vor dem Überfall der Deutschen auf Polen war die Angst der Westmächte vor einem "Blitzkrieg" groß. Erst später machte das Wort bei den Nazis Karriere
Was war, was bleibt?
Was hat wer bei der Münchner Sicherheitskonferenz gesagt? Wie ist das zu bewerten? Und welche Bilanz ziehen die Kritiker?
Weimarer Gespenster
1919 nahm das Theater von Weimar die Deutsche Nationalversammlung auf. Eine Ortsbegehung an dem Tag, als eine Gedenkveranstaltung auf die andere folgt
Der Geruch des Feuers
Britische Soldaten kehren als nervliche Wracks aus den Kriegen heim, die ihr Land führt. Hilfe gibt es wenig, wenn sie unter post-traumatischen Störungen leiden
Taliban am Potomac
Nur mit Mühe bringt Barack Obama sein Konjunkturprogramm durch den Kongress. Die Republikaner schenken ihm nichts und pflegen in dieser Debatte ihre Marktgläubigkeit
Am Abgrund des Verdachts
Der Ausspähungsskandal bei der Bahn sollte zu strikteren Regeln im Umgang mit Daten in der Privatwirtschaft zwingen. Handlungsbedarf gibt es mehr als genug
Das Superwahljahr und Jothams Fabel
Die Wirtschaftskrise beschwört Erinnerungen an 1929 herauf. Im Wahljahr kommt es deshalb auf die Bürger an, sich mehr als bisher einzubringen. Zum Schutz der Demokratie
Wahlkampf im Tollhaus
Ein genervtes Publikum verzweifelt am Krisenmanagement der Bundesregierung. Doch die scheitert nicht nur am Personal - die Krise ist nicht die Stunde der Exekutive
Die schwarze Flagge der Illegalität
Ein unabhängiger Gerichtshof muss entscheiden, ob der Gaza-Krieg von Anfang an ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit war - wenn nicht in Israel, dann einer im Ausland
Die Illusion totaler Autonomie
Die italienische Wachkoma-Patientin Eluana Englaro ist gestorben. Der Fall zeigt: Die Grenzen des Lebens müssen in einem gesellschaftlichen Dialog ausgehandelt werden
Abschied vom Frieden
Wenn das Weiße Haus eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern wirklich will, ist es egal, ob künftig Livni oder Netanyahu regieren
Yes, man könnte!
Ist Wirtschaftsminister Michael Glos zurückgetreten, weil er gegen die Pläne zur Bankenverstaatlichung protestieren wollte? Das ist doch nur eine Ausrede
Verhandeln und verschrotten
Die USA wollen Russland vorschlagen, die Atomsprengköpfe um 80 Prozent auf jeweils 1.000 zu reduzieren – aushandeln soll das der neue Abrüstungsbeauftragte Gary Samore
1.500 Euro für jeden
Anfangs lief Susanne Wiests Online-Petition für ein Grundeinkommen schleppend. Dann legte der Ansturm zeitweilig sogar den Bundestagsserver lahm
Chomeinis ewiger Schatten
Revolutionen gibt es, wenn die da oben nicht mehr können und die da unten nicht mehr wollen. Die Erklärung Lenins trifft auch auf die Islamische Revolution im Iran zu