Buch
Spannende Neuerscheinungen, zeitlose Klassiker und persönliche Empfehlungen: Unsere Buchbesprechungen verraten Ihnen, welche Bestseller sich wirklich zu lesen lohnen – und von welcher Miniauflage Sie sich direkt einen Band ins Regal stellen sollten
Honecker hasste Mundgeruch
Literaturprofessor Erhard Schütz beschäftigt sich diesmal in seiner Kolumne mit Lebensläufen, die der Realsozialismus schrieb
Die Geschichte einer Mutterwerdung
Tillmann Bendikowski drang als Vater ins Reich der Mütter ein – und wurde selbst "eine Mutter". Sein Buch entlarvt mit viel Humor den Verhaltenskodex des Mütterseins
Die drei Romane des Feuilletons
Jetzt kommt „Der Sturm“ endlich in die Läden. Was nach der ganzen Aufregung von diesem Krimi bleiben wird, entscheidet allein die Literaturkritik
Welches Buch endet mit: „Ich brauche Jod“?
Literaturprofessor Erhard Schütz stellt in seiner Kolumne diesmal Bücher über Amateur-, Fern- und Kanzlerreisen vor
Wer zuletzt das Handtuch wirft
Enno Stahl erzählt in „Winkler, Werber“ vom Ende eines Selfmade-Erfolgsmenschen und der Welt, wie Männer wie er sie kennen
Locker vom Lyrikhocker
Als Schüler von Bert Brecht zeigt sich Günter Grass mit seinem jüngsten Gedicht leider nicht – dafür kann man ihn leicht in die Tradition von Erich Fried stellen
Kaum Bühne, fast nur Mikro
Aus aktuellem Anlass: Eine kurze Geschichte der Berliner Lesebühnen. Von einem, der dort über 15.000 Texte gehört hat
Tatort Deutschland
Eisenach, Heilbronn, Phantome: Der Versuch, eine reale Verbrechensgeschichte zu verstehen, die man aus dem Fernsehen zu kennen glaubt
Guten Morgen, du wiederkehrender Alptraum
Die Gegenwartsliteratur Argentiniens neigt eher zu Franz Kafka als zu James Joyce
„Haltet euer Herz bereit“ von Maxim Leo: Das Verführerprinzip
"Haltet euer Herz bereit": Der Journalist Maxim Leo hat nach den Spuren der DDR-Gründergeneration geforscht und ist in seiner Familie fündig geworden
Abgang einer Plaudertasche
Wer unter dem angekündigten Ende der Wallander-Romane leidet, sollte dringend den „Feind im Schatten“ lesen
Worum es eigentlich geht
Iris Hanika hat einen imponierenden Roman über das schwierige Gedenken an die Nazi-Verbrechen geschrieben
Eine gefährliche Lektüre
Der tunesische Schriftsteller Hassouna Mosbahi schreibt über die enttäuschten Hoffnungen seiner Generation
Ich habe keine Ahnung
"Wer Weiß Was" heißt der Ausflug von Silvia Bovenschen in die Kriminalliteratur. Der, anders als er vorgibt, das Genre eben nicht im Vorbeigehen dekonstruiert
Fußspuren des Jahrhunderts
Im Exil ist der Dichter Yang Lian zwar von der eigenen Sprache abgeschnitten. Aber mit seinen Gedichten und Essays überschreitet er spielend alle Grenzen der Sprache
Die Angst vor dem Wort
Robert Littells Roman „Das Stalin Epigramm“ ist ein komplexes Buch über das Verhältnis zwischen Literatur und Macht und eine Hommage an Ossip und Nadeshda Mandelstam
Nektar am Mund
Sandra Trojans beeindruckendes Lyrik-Debüt beschwört das sinnliche Sprechen der Poesie und erinnert an die großen Dichter Emily Dickinson und T.S. Eliot
Was bleibt, stiften die Hörbücher
Lyrik will gehört werden, aber als Audiobooks können sie eine Qual sein. Um so schöner wirken die wenigen Wohlklänge, Philip Larkin ist so eine Ausnahme
Die Poesie des Präsidenten
In seiner Inaugurationsrede brachte Barack Obama die Sprache selbst zum Klingen. Zuhörer und gesprochenes Wort wurden eins, wie wenn ein Poet ein Gedicht vorträgt
Ein Dichter für alle
2008 jährte sich der Geburtstag des verstorbenen Dichters Peter Hacks zum 80. Mal. Anmerkungen zu einer Renaissance
Tradition
Die Freunde des Buches üben sich in Zweckoptimismus
Psychopathologie für Schweinebacken
Iain Levisons Roman "Tiburn" liefert trotz parodistischer Grundhaltung präzise Beobachtungen über den Zustand der Gesellschaft - und kann auf eine lange Vorgeschichte zurückblicken
Crime Watch No. 129
In den letzten Jahrzehnten gab es einen deutlichen Trend zum irgendwie unspezifisch "erhöhten" Kriminalroman. Vermutlich kann man endlos darüber ...
Crime Watch No. 128
Krimi-Kolumne