Europäischer Rat

Gesten der Unterwerfung

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zu Unrecht vorgeworfen, sie habe keine Linie – ihre Politik stärkt die Finanzmärkte

Michael Jäger

Ins Abseits manövriert

David Cameron hat auf dem EU-Gipfel den Mut zum Veto verloren und so Großbritanniens Chance verspielt, auf die weitere Entwicklung der europäischen Union Einfluss zu nehmen

Souveränität ohne Bonität

Kurz vor dem EU-Gipfel hat die Bundesregierung mit einem bemerkenswerten Vorschlag dafür gesorgt, dass auf diesem Treffen wieder vorrangig über Griechenland geredet wird

Lutz Herden

Im Gleichschritt, langsam oder schnell

Mit der Eurokrise wurde aus der Partnerschaft eine Gefolgschaft, in der Nicolas Sarkozy mehr für die Pointen, Angela Merkel mehr für die Politik zuständig ist

Lutz Herden

Es brechen die Dämme

Das ist mehr als ein Schuss vor den Bug. Die US-Rating-Agentur Standard & Poor's stellt die gesamte Eurozone unter den Verdacht schwindender Kreditwürdigkeit

Lutz Herden

Europäisches Roulette

Wieder droht ein Bankencrash. Um den zu verhindern, sind 200 Milliarden Euro nötig. Noch immer ist das Finanzsystem in Europa „too big to fail“

Dieses Fass hat keinen Boden mehr

Der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel hält bei den ins Straucheln geratenen Banken eine Teil- und komplette Verstaatlichung für einen gangbaren Weg

Lutz Herden

Verlogenes Veto aus London

Nach zehn Jahren Gefeilsche empfiehlt die EU-Kommission eine Finanztransaktionssteuer. Englands Premier will jedoch lieber eine exzessive Deregulierung des Finanzsektors

Durch die Hintertür

Ein EU-Gipfel soll ein Gesamtpaket für die Stabilisierung der Eurozone verabschieden. Doch die muss erst einmal mit Portugal den nächsten Pleitier auffangen

Hand auf der Kasse

Soviel Deutschland wie möglich und soviel Europa wie nötig – die Bundesregierung hat kurz vor dem Brüsseler EU-Gipfel zur Euro-Krise ihre Europa-Politik neu justiert

Lutz Herden

Knüppel aus dem Sack

Angela Merkel ist jüngst beim EU-Gipfel damit gescheitert, EU-Schuldnern das Stimmrecht zu beschneiden. Ihre Gipfelbilanz weist zudem etliche Irrtümer auf

Europa in Not

Kanzlerin Merkel hat beim Europäischen Rat in Brüssel nur einen Prüfauftrag für das Vorhaben erwirkt, verschuldeten EU-Mitgliedern notfalls Stimmrechte zu entziehen

Es lebe die europäische Republik!

Der Euro steckt in seiner tiefsten Krise seit Beginn der Währungsunion. Das hat politische Gründe – aber es gibt Alternativen: eine demokratische Wirtschaftsregierung

Protektionistische Reflexe

Die Verankerung von gemeinsamen Standards für Asylverfahren stößt in den EU-Staaten auf eine breite Front der ­Ablehnung

Seitenhiebe auf die Berufseuropäer

Die deutsche Regierung und das Parlament müssen nach dem aktuellen Urteil zum Lissabon-Vertrag mehr zustande bringen als das gerade verhandelte Begleitgesetz

Kein Hausfreund des Volksheims

Schwedens Premierminister Fredrik Reinfeldt übernimmt als erklärter Deregulierer die Präsidentschaft einer Europäischen Union, die plötzlich auf Regulierung setzt

Schwejk kam nicht bis Lissabon

Die am 1. Juli zu Ende gehende tschechische EU-Ratspräsidentschaft war überschattet vom Sturz der Regierung Topolanek und von Prager Querelen zum Lissabon-Vertrag

Mehr Zucker für Irland

Im Herbst nimmt Irland seinen zweiten Anlauf, um per Referendum den Lissabon-Vertrag abzusegnen. Der EU-Gipfel in Brüssel hat das Tor für Nachzügler weit aufgestoßen

Lutz Herden

Vom Saulus zum Paulus

Die Europäische Union tut das Nötige, beschließt auf ihrem Brüsseler Gipfel eine Reform der gemeinsamen Finanzaufsicht und plustert sich bürokratisch gehörig auf

Lutz Herden

Eiserner Vorhang light

Die Europaabgeordneten Sylvia-Yvonne Kaufmann (Linke) und Frithjof Schmidt (Grüne) über Irlands Mister McCreevy, Kerneuropa sowie den vierten und fünften Reform-Versuch

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