Islam

Wo Zukunft ein Fremdwort ist

Es gibt für den unruhigen Nordkaukasus grandiose Investitionsprogramme für Skizentren und Seebäder. Doch Korruption und islamistischer Terror rauben die Perspektive

Am Anfang war die Politik

Die katholische Kirche müsste sich auf ihre politischen Ursprünge besinnen, um in der modernen Welt noch eine Rolle zu spielen. Aber das wird ihr schwerfallen

Michael Jäger

Im Namen Allahs

Ludovic-Mohamed Zahed gründete bei Paris die erste Moschee für Homosexuelle in Europa. Er kämpft für die Homo-Ehe – und für einen Islam, der niemanden diskriminiert

Demonstranten halten Plakate mit der malischen Flagge und rufen zur Befreiung des Nordens auf.

Drohnen über Timbuktu?

Mit militärischer Gewalt lässt sich die Abspaltung des Nordens nicht überwinden. Nötig sind eine soziale Perspektive und der Verzicht auf eine neoliberale Politik

Menschen demonstrieren mit bunten Schildern auf Urdu. Eine Frau ruft mit erhobener Faust.

Asche gehört nicht in die Plastiktüte

Eine rigide Auslegung des Blasphemiegesetzes bedroht religiöse Minderheiten. Selbst in Alltagssituationen können sie als Gotteslästerer denunziert werden

Salman Rushdie mit Brille und Bart, halb verdeckt von grünen Blättern.

Salman Rushdie: Ins Freie

Salman Rushdie lebte wegen einer Fatwa jahrelang im Versteck. Nun erzählt er in seiner Autobiografie davon – und hofft, wieder ein normales Leben führen zu können

Schauspieler stellen eine Szene mit einem Jeep und vielen liegenden Figuren dar.

Die Gewinner und die Geschlagenen

In 50 Jahren Unabhängigkeit verlor sich der Traum vom besseren Leben in einem freien Land. Geblieben ist das vordemokratische Ausbalancieren von Macht und Widerstand

Staat am Abgrund

Mit den zerstörten Mausoleen von Timbuktu haben Al-Qaida-Filialen nicht nur Macht demonstriert. Sie beanspruchen, eine ganze Region in ein Kalifat zu verwandeln

Zwei Jungen in traditioneller Kleidung vor einem weißen Bus.

Vor Gott sind alle ungleich

In der Debatte um das Beschneidungsverbot aus religiösen Gründen geht es im Kern um die Frage, welche Integration wir brauchen

Nicht leicht zu verdauen

In israelischen Städten kam es zuletzt häufig zu Übergriffen auf afrikanische Flüchtlinge. Es gab Brandanschläge auf mehrere Gebäude, darunter eine Kindertagesstätte

Aus der Deckung

Ibrahim Abu Nagie bekommt als Initiator der Koran-Verteilung eine Menge PR und bringt sogar die Islamkonferenz in Wallung. Doch die Aufregung ist übertrieben

Blinder Blick

Trotz der Hoffnungen auf eine noch offenere Gesellschaft hat sich die politische Einstellung der Norweger gegenüber Islam und Einwanderung seit Breiviks Anschlag verhärtet

Der zwölfte Imam

"Hitlers Muslime": Volker Koop hat sich mit den historischen Beziehungen der Nationalsozialisten zur Welt des Korans befasst

Durchschaubares Manöver

Mit der Studie über Muslime in Deutschland will Innenminister Hans-Peter Friedrich auch von der Gefahr rechten Terrors ablenken

Das libysche Drehbuch braucht keine Kopie

Wer gegen Präsident Assad interveniert, steht mitten in einem regionalen Kräftemessen, das durch den Arabischen Frühling und den US-Irak-Abzug ausgelöst wurde

Lutz Herden

Der zweite könnte bald erster Sieger sein

Nach den Wahlen gilt der Islam mehr denn je als ­Synonym für sozialen ­Ausgleich. Davon profitieren zunächst die Muslimbrüder, vor allem aber die radikaleren Salafisten

Heißer Schirokko

Das erste islamische Parlament in der Geschichte des Landes ist gewählt. Überraschen kann das nicht: Schon während Gamal Abdel Nassers Präsidentschaft wurde der Islam gestärkt

Hinter der Barrikade

Welche Rolle finden arabische Frauen unter islamischen Regierungen? Sie fangen an, sich einzumischen, behaupten zwei Journalistinnen im Gespräch. Ist das zu optimistisch?

Befragen wir unser Gemüt

Der französische Schriftsteller Stéphane Hessel bewundert an der arabischen Revolution, dass sie versucht, eine Brücke zwischen Islam und Demokratie zu schlagen

Und schon steht Shakespeare auf dem Index

Das erste Land der arabischen Revolution hat sich eine neue Verfassung gegeben. Doch die bringt den bisherigen laizistischen Charakter des Staates in Gefahr

Ich erinnere mich

Mit Islamisten macht man keine Witze oder Warum Satire kein wohlfeiler Selbstzweck ist: Über das andauernd gespannte Verhältnis von Humor und religiösem Fundamentalismus

In Anbetracht der Realität

Der klassische Islamismus ist gescheitert, in der arabischen Welt werden pragmatische Politiker gesucht. Der Post-Islamismus ist längst auf dem Vormarsch

Eine Ironie der Geschichte

Kollidieren seit Jahrzehnten gesicherte Frauenrechte mit der inneren Demokratisierung? Nach dem Wahlsieg der islamischen Ennahda-Partei ist das eine offene Frage

Empfehlung der Woche

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Tomer Gardi

Hardcover, gebunden

320 Seiten

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