Lukasz Szopa

Blog von Lukasz Szopa

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Je mehr Gewissen desto weniger Fleisch

21.05.2012 | 10:48 h.yuren
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21.05.2012 | 12:31 Der König von Prussia
auch wenn ich kein Tier esse, wird es damit nicht zum Menschen.. Daher weg von beiden Extremen!
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21.05.2012 | 14:38 Lukasz Szopa
Auch wenn ich kein Tier esse, werde ich damit nicht zum Menschen.
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21.05.2012 | 12:25 Lukasz Szopa
Eine soziologische und psychologische Tatsache, die man als Philisoph oder Ökonom vielleicht nicht mögen muss, die dennoch wahr ist: Die Menschen mögen keine zu großen UNTERSCHIEDE, auch im Bezug auf ...
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21.05.2012 | 12:26 Lukasz Szopa
Korrektur: "- speziell, wenn man den Grund dafür NICHT sieht -"
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21.05.2012 | 12:25 Lukasz Szopa
Eine soziologische und psychologische Tatsache, die man als Philisoph oder Ökonom vielleicht nicht mögen muss, die dennoch wahr ist: Die Menschen mögen keine zu großen UNTERSCHIEDE, auch im Bezug auf das Einkommen. Da hilft es wenig, wenn man persönlich 5mal reicher geworden ist - wenn man viele miterlebt, die - speziell, wenn man den Grund dafür sieht - 40mal oder 100mal reicher wurden. Der zweite Aspekt ist sogar außerhalb der Einkommensverteilung zu suchen: Die Menschen werden nicht vom Geld allein glücklicher. Sie merken, daß sie vielleicht mehr auf dem Konto haben - doch weniger Zeit, mehr Stress, weniger Lebensfreude. Fragen wir einen Hartzer, ob er bei einer 10%-Stütze-Erhöhung 10% glücklicher wird. Fragen wir einen Investmentbanker, ob er durch einen 10% mehr an Gehalt auch 10% glücklicher wird. In beiden Fällen tippe ich auf NEIN.
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Ein wirtschaftliches Detail

20.05.2012 | 20:31 bunker99
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21.05.2012 | 12:16 Lukasz Szopa
Jede Fusion ist im Grunde ein Schritt WEG von der Marktwirtschaft, in dem es eine lebendige Konkurrenzsituation vieler Marktteilnehmer geben sollte. Aus der Sicht einer Firma (deren Managements) ist dieser Konzentrationsprozess meist - kurzfristig - lukrativ: man kontrolliert mehr den Markt, bestimmt die Preise, kann sich mit Konkurrenten absprechen, die Lieferanten erdrücken - und (wie Apple) auch dem Kunden vieles diktieren. Aus der Sicht der Shareholders sind Fusionen interessanterweise - langfristig, manchmal auch kurzfristig - gar nicht so gewinnbringend. Denn bei all der Gier nach Macht und Geld sind mehr Fusionen ein finanzielles Fiasko als ein Erfolg. Siehe AOL / Time Warner, siehe Daimler / Chrysler, HP & Compaq etc. Wenn man sich die Aktienentwicklung (im vgl. zu kleineren Firmen desselben Sektors) seit den 1980ern ansieht, so sind statistisch fusionierte Großfirmen eher schlechter bewertet worden. Es sind eher die Manager, die da profitieren und ihr Ego ausleben, die Aktionäre seltener, und Konsumenten oder Volkswirtschaften sowieso nicht. Vor allem dann nicht, wenn Firmen plötzlich "too big to fail" werden - und die ganze Volkswirtschaft diese stützen muss.
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21.05.2012 | 12:02 Lukasz Szopa
Es ist nicht nur die fehlende Information ("ausblenden"), Gewissen oder Vernunft, sondern reiner Egoismus. Viele Fleischkonsumenten wissen eigentlich, daß es ungesund ist, daß es Tiere tötet (und vorher quält), daß es umweltschädlich ist - und essen trotzdem. Unter dem Motto "Ja, ja, ist schon schlimm, aber an mir und meinem kleinen Konsum wird die Welt schon nicht untergehen, was kann ich schon tun... " - und kaufen & essen weiter. Mein persönlicher - vergleichsweise kleiner - Fleischkonstum (1-2 / Woche) ist zugegebenermaßen auch eher kein Altruismus ("Ich will die Welt und die Tiere erhalten" / "...weniger töten"), sondern ein Egoismus ("Ich will gesünder leben", "Ich will WENIGER Gewissensbisse haben"). Die Grenze zwischen diesen Egoismen ist sehr fließend. Andererseits bin ich fast fasziniert (im neg. Sinne) von dem Ausmaß an Ausblendung. Ich kann mich beispielsweise noch sehr gut erinnern an meine Kindheit, als ganze Körperteile, blutig, mit und ohne Knochen, in den Auslagen der Fleischerei hingen - heute fast schon ein ästhetisches Tabu. Da konnte sich kein Käufer einreden "...ist ja kein getötetes Lebewesen, ist ja nur eine verpackte Portion Lebensmittel". Ebenso denke ich - gerne, weil es das Bewußtsein schärft - an einige Male, als ich während Asien-Reisen miterlebte, daß in meiner Gegenwart in Tier getötet, gehäutet, auseinandergenommen wurde. Und dann - auch von mir - verspeist wurde. In solchen Momenten muss der Mensch zumindest sein Gewissen einschalten - egal ob er sich für oder gegen den Konsum entscheidet.
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So dumm können Linke sein...

20.05.2012 | 14:43 rolf netzmann
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21.05.2012 | 11:49 Lukasz Szopa
Ich finde es voll in Ordnung, dass es in einer Partei zu einem (offenen) Kampf mehrerer Kandidaten für den Vorsitz gibt! Es erscheint mit viel demokratischer und transparenter als "Wahlen" am Parteitagen von CDU oder SPD, wo meistens nur ein Kandidat für einen Posten antritt, und die spannendste Frage bleibt nur - ob er/sie 98% oder nur 67% an Zustimmung erhält. Da sollte "Die Linke" gerne es weiter wie die Grünen oder die Piraten machen - mit "Kampfabstimmungen", Das Problem "Der Linken" sind nicht die "Personaldiskussionen" an sich, sondern, daß sie es leider nicht schafft, die oft richtigen Themen (Mindestlohn, Außenpolitik, Änderung des Finanzsystems) "an den Mann/Frau" zu bringen. Denn an sich sollte seit 2008 "Die Linke" an Zustimmung nur profitieren. Einzig Sahra Wagenknecht schafft es derzeit bei denen regelmäßig, vor allem Inhalte medial unterzubringen. Während sich Lafontaine, Bartsch, Ernst, Gysi & Lötsch wie ein Kindergarten benehmen. Wobei die Letztgenannte bestenfalls "Inhalte" in Form von Texten wie "Wege zum Kommunismus" von sich bringt. Schade.
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Piraten gehen zum Lachen offline.

15.05.2012 | 19:57 Jan Gronenthal
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16.05.2012 | 08:53 Lukasz Szopa
1. Zu Ihrem Beispiel der "Diskussion" mit "Max Mustermann" alias "Maxi": Hier liegen die Probleme (die einen sinnvollen Meinunsaustausch oder Information verhindern) auf beiden Seiten der Kommunikatio...
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16.05.2012 | 11:42 Lukasz Szopa
Ich habe mir die Piraten-Website vor einigen Wochen angesehen (Forum). Da hatte ich einen zweitdeutigen Eindruck: bei manchen Themen diskuttieren Tausende mit (Copyright, Grundeinkommen), bei anderen (Finanzwirtschaft, EU) ganz wenige (unter 50!) - da ist es mir einerseits zu viel (wer schafft es Tausende Beiträge zu lesen?), andererseits zu wenig (wenn wenige ihren Input geben und dann noch mitentscheiden)
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16.05.2012 | 08:53 Lukasz Szopa
1. Zu Ihrem Beispiel der "Diskussion" mit "Max Mustermann" alias "Maxi": Hier liegen die Probleme (die einen sinnvollen Meinunsaustausch oder Information verhindern) auf beiden Seiten der Kommunikation - beim "Maxi" wie bei Ihnen. Denn erstens sollte Ihnen beiden klar sein, dass man dafür kein Medium nutzen sollte, welches lediglich 140 bis 500 Zeichen erlaubt... (Es gibt ja Foren wie "der Freitag"...) Und zweitens würde ich skeptisch sein mit jd. zu diskuttieren (oder gar dessen Meinung als ausschlaggebend für eine Partei), welcher sich anonymisiert ("Maxi"). Klar, eine Meinung ist nicht weniger wert, wenn die Quelle anonym ist - doch man darf diese nicht (nur wegen eines Logos im Avatar-Bild!) als die Meinung einer Partei ansehen! 2. Das Problem mit der schwer zugänglichen Sprache eines "Liquid Feedbacks". Ja, stimmt, auch ich komme mir immer wieder "alt" vor weil ich sogar "lol" nicht verstehe. Doch angenommen, wir befänden uns mitten in einem parlamentarischen Ausschuß zu EURO-Finanzkrise: Wieviel verstünden wir wirklich von Ausdrücken wie "ESM", "EZB", "Target 2", "ESFM", "Deriverate", "Tobin-Tax" etc etc. Noch schlimmer stelle ich mir meine "Dummheit" im Ausschuß zum Gesundheitswesen. Es ist also "normal", dass man als "Outsider" nicht sofort alles in einer vertieften und längeren Diskussion sofort versteht, egal ob es um "Piraten" oder andere Parteien geht.
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Roman Herzog und die Mathematik

15.05.2012 | 10:13 Lukasz Szopa
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15.05.2012 | 11:39 hardob
Der Roman Herzog, der alte Landshuter, der war120% Zustimmung zur Alleinpartei gewohnt. Nur eine Volksvertretung mit diesem Wahlergebnis ist eine wirkliche. Gab es doch zu seiner Zeit diese traumhafte...
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15.05.2012 | 11:55 Lukasz Szopa
Im Gegenteil - nach Herzogs dieser Vorschlag würde die CSU Gefahr laufen aus dem Bundestag fliegen! Denn 2009 erreichte sie 6,5% der Stimmen - und lt. Wahlgesetz gilt die 5%-Hürde auch für die CSU alleine. Erhöhen wir die Hürde auf sagen wir 7% - wird es für die CSU gefährlich...
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15.05.2012 | 09:50 Lukasz Szopa
Sehr geehrter Herr von Grote, Ob in Deutschland die Zeit für eine "linke, revolutionäre Bewegung" gekommen ist, lasse ich zunächst einmal offen. Vom Gefühl her - eher ja. Doch mit dem fragenden Ruf nach "RAF reloaded" äußern sie - vielleicht absichtlich, vielleicht nicht - einen Wunsch nach einem gewaltsamen, terroristisch geprägten Umbruch, oder "Revolution". Wenn Sie diesen Weg für notwednig erachten, scheinen Sie ähnlich zu denken wie die RAF, Bew. 2 Juni, Rote Brigaden, et al in den 70ern - daß es ohne Gewalt und Töten nicht geht. Und dass man auch zivile Opfer in Kauf nehmen muss ("Kollateralschaden"?) . Denn das einzigartige an der RAF war nicht die Ideologie (denn es gab ja hunderte "linke" Bewegungen und Gruppen), sondern ihre Handlungsweise. Ich persönlich glaube - von Erfahrung her - eher an friedliche Revolutionen und Umbrüche. Sei es 1989 in Polen und Prag sowie in Chile, sei es 1994 in Südafrika, oder 2011 in Ägypten. Gandhi, Martin Luther King, Mandela und Walesa sind mir immer noch sympatischer - und glaube ich erfolgreicher im durchführen eines Umbruches - als Ulrike Meinhof, Verena Becker, Horst Mahler & Co. Auch eine friedliche Revolution kann erfolgreich ein bestehendes ("alternativloses", "festes" ) System abschaffen.
Lukasz Szopa
Geb. 1973 in Tychy, Polen. Studium der Int. Betriebswirtschaft an Uni Wien. Schriftsteller (Lyrik, Prosa), Übersetzer (polnisch <-> südslawisch), Informatiker.
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Berlin
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19:09
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19:07
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