Columbus

Profil nicht mehr nötig. Alles Gute, der dFC und dem dF.
Columbus
RE: Keinen Shit auf unser Plakat! | 13.02.2018 | 16:50

>>die Frage ist, wer der diskriminierende Akteur ist, und da darf der Staat nicht "politische Anschauungen" diskriminieren. <<

Ich kann Ihnen da nicht zustimmen. Weder kommt es, im Falle des Rassismus, auf den "diskriminerenden Akteur" an, noch darf der Staat, übrigens auch in der Weiterung Zivilgesellschaft, Ort, Gemeinde, Familie,Verein, Partei, Bewegung, Rassismus tolerieren. - Da kann es kein Vertun geben.

Unser Staat- im Prinzip aber alle Staaten (UN- Charta)- sofern er es überhaupt mit dem Status ein gerechter und rechtmäßiger, humaner Staat sein zu wollen ernst nimmt, hat vielmehr jeglichen Rassismus zu verurteilen, gegen ihn zu wirken, gegen ihn einzuschreiten.

Jede BürgerIn, sollte die Bürgerpflicht kennen, sich gegen Rassismus in jeder Form zu wenden. Diese Pflicht kann zwar nicht individuell erzwungen werden, aber bei Rassisten, die sich in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche, im Stadion, in der Politik, in den Medien, usw., rassistisch äußern, die rassistisch handeln, muss da immer eine erkennbare Gegenreaktion erfolgen.

Seit wann, müssen wir uns gegenüber Rassisten und Rassismus neutral verhalten? Seit wann, müssen wir politischen Rassismus, wenn er sich äußert, tolerieren. Ich bin da völlig sicher, dass gegen Parteien, Institutionen und hartnäckige Einzelpersonen, die sich dahingehend auslassen, nur Härte, auch die Härte des Gesetzes, angebracht ist.

Das gilt zudem schon insofern, dass Rassisten, wenn sie es können, jederzeit zur Härte in jeglicher Beziehung, von der Sprache bis zur Aktion, gegenüber den von ihnen diskriminierten Personen bereit sind.

Zur AfD- Gruppe an der Hochschule: Das ist doch sehr einfach. Wenn diese Gruppe öffentlich auftritt und rassistisch argumentiert, gar handelt, muss sie verboten werden und Lehrende, wie Lernende, die das eventuell vertreten, müssen von der Hochschule ausgeschlossen werden. - Es gibt keine Meinungs- und/oder Forschungsfreiheit für Rassismus und Rassisten.

Zelotti, das war meine letzte Antort dazu. Ich habe keine Lust auf Unsinn weiter einzugehen. Ihre Sophistereien gehören vielleicht in einer "Stunksitzung" genüsslich ausgeweidet. Schauen Sie ´mal und an Aschermittwoch holen sie sich ein Aschekreuz, damit es dieses Jahr bei Ihnen ohne diesen Schwachsinn und mit mehr Lebensfreude weitergehen kann:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/karneval/video-die-lange-stunksitzung--104.html

Christoph Leusch

RE: Keinen Shit auf unser Plakat! | 13.02.2018 | 13:45

"Der Staat darf nicht rassistisch aber auch nicht antirassistisch instrumentalisiert werden." - Sie meinen das sicher nicht, Zelotti. Oder?

Staaten, wenn sie überhaupt was wert sind und nicht die Barabarei ermöglichen wollen, müssen sich konsequent antirassistisch positionieren und alle Intrumente nutzen, den Rassismus abzuwehren. Eine neutrale Haltung des Staates, in seiner Politik, in seiner Verwaltung, in seiner Öffentlichkeit, erlaubte es Bürgern, Parteien, Bewegungen, ihren Rassismus zu pflegen, ohne mit Maßnahmen gegen sich rechnen zu müssen.

Helau

Christoph Leusch

RE: Keinen Shit auf unser Plakat! | 13.02.2018 | 11:20

Ich habe zwei Fragen, Herr Badura. Ist nun Hellersdorf oder Marzahn- Hellersdorf zu einer Hochburg der AfD geworden? Wird die Hochschule, die man doch wahrlich nicht am Fassadenstreit in ihrer Qualität messen kann, die Wand entsprechend vorbereiten, um dort häufigere Wechsel der Motive anbieten zu können?

Regelmäßige Aufputz- Malerarbeiten, einschließlich Gerüstbau, sind schließlich teuer und allein das könnte hindern, öfter einmal einen aktualisierten Fassaden- Effekt in den Kiez zu schicken.

Helau, Helau, Narri- Narro

Christoph Leusch

RE: Das Berliner Einwanderungsedikt ... | 10.02.2018 | 20:15

Ich hätte gerne ein wenig Aufklärung dazu, Asansörpress35, ob sie auf der Suche nach dem (politischen) Sinn des Lebens, nicht doch ein wenig auf Abwege gekommen sind und Lebenszeit vertun?

Sie distanzieren sich mit einem bekannten, wohlfeilen und pauschalen Zweizeiler unter dem krautigen Interview. Sehr glaubwürdig ist das aber nicht.

Im Teaser zu ihrem Blog, bekunden Sie: >> Es gibt ein neues Interview mit Albrecht Goeschel. Wie immer hält er beim Stich ins Wespennetz nicht hinterm Berge.<< - Das heißt, Goeschels Interviews und Texte, seine Vorträge und Reden, sind ihnen vertraut und sie halten seine Beiträge für "Stiche ins Wespennest". - Eine Formulierung, die bei uns allgemein als Zustimmung interpretiert wird, wenn einer mit seiner Kritik trifft.

Was hilft es, Sympathien mit einem notorischen Fanatiker zu hegen, der sich seit Jahren im Endkampf mit dem VdK wähnt und alle ablehnt, die seine eigentümlichen Geschichts- und Politikinterpretationen nicht teilen. - Der Goeschel entlarvt sich hier schon allein durch die allzu häufige und bliebige Verwendung des Wortes "Regime", ob mit oder ohne Merkel-Präfix.

Einzig glaubwürdig, ist die in jeder Zeile zu Tage tretende Aggressivität und Dauererregtheit des Herrn Professors vom Don.

Christoph Leusch

RE: Monster, Maler und Musen | 10.02.2018 | 14:35

Was die diskutierten Fälle angeht, Frau Hobrack, so liegen die Grenzüberschreitungen der nun geschassten Herren und Meister eindeutig darin, im eigenen Leben, in der eigenen Geschäftstätigkeit und Verantwortlichkeit, sittlich- moralisch verwerflich und vielleicht sogar kriminell gehandelt zu haben.

Dafür widerfährt ihnen eine verspätete, höhere Gerechtigkeit, durch die einfühlbar späten, öffentlichen Auftritte zahlreicher Opfer, nachdem sie jahre- und jahrzehntelang ihre persönlichen Wunscherfüllungen, ohne allzu viel Widerspruch, an anderen, besonders an Frauen, ausleben durften.

Justiziables Verhalten, sofern es nicht verjährt ist, sofern sich Klägerinnen und Kläger (homosexuelle und heterosexuelle Männer sind ja auch betroffen) noch finden und es wagen, sofern die Staatsanwälte ermitteln, wird erst eine Runde später oder nie gepüft.

Genies können sehr wohl Grenzen überschreiten, ein Tabu brechen, Konventionen umgehen, in der Wissenschaft, in der Kunst. Ob aber diese Genialität ausgerechnet in der Brutalität der Regie oder einer ebensolchen Geschäftsführung, oder im unersättlichen Privatleben zu finden ist, das bezweifeln Sie völlig zu Recht.

Monstrosität ist kein Kennzeichen der Kunst oder des Genies. Monströs agieren wir Gesunden, Normalen, Fantasielosen, die oftmals Kunst und Wissenschaft gar nicht wahrhaben und aushalten und ebenso an die geltende Moralen gar nicht glauben, obwohl wir sie beständig einfordern. Sogar was Kunst und Wissenschaft ist, wollen wir irgendwie endgültig bestimmen. - Alle diese Versuche haben eine autoritäre und manchmal auch eine monströse Komponente.

Sie führen die Konzeptualistin Marina Abramović an. Die hat sich nicht nur selbst verletzt, sondern setzte sich ganz bewusst einem Publikum aus, das mit ihre tun durfte was es wollte. Die Art und Weise, wie sie das tat, nötigt höchsten Respekt ab und war außerordentlich kreativ. Ihre sozialen Kunstwerke entlarven, wie schnell bei manchen Zeitgenossen Hemmungen fallen, aber auch, dass Menschen erstaunlich sensibel sein können, um Einfühlung, Anstand, Respekt und Würde durchaus bemüht sind. So ausgeliefert die Künstlerin bei manchen ihrer Performances wirkte, so sehr ist das Ergebnis der meisten Interaktionen eher hoffnungsvoll. Ob Abramović dies erwartet hatte, angesichts ihrer Kindheits- und Jugenderfahrungen?

Mit dem Geniebegriff verhält es sich vielleicht so, dass dessen Definition zu einer Sache der drei Minuten- Features im TV- ttt- Stil abgesunken ist: Die geniale, junge Geigerin, der geniale, fast hätte ich geschrieben genitale, Meisterschauspieler. Die jung- geniale Nachwuchsautorin oder Regisseurin, der geniale Architekt, usw., immer weiter und endlos.

Die Kulturkritik und das Feuilleton leiden unter ihren langjährig selbstgeschaffenen Bedingungen. Hanno Rauterberg ist da keine Ausnahme. Allerdings glaubt er fest daran, etwas über die Ethik in der Kunst, beziehungsweise deren Abwesenheit, zu wissen. Für ihn ist der Künstler praktisch nie autonom, sondern schon wieder fast ausschließlich Auftragskünstler, der Werte, vor allem auch Marketing- Werte, schafft und damit etablierte Märkte bedient.

Das ist, mit Blick auf die dokumentierten Missbrauchfälle, auch deswegen eher traurig, weil die eigentliche Ursache von Gewalt und Unterdrückung, nämlich individuelle und gesellschaftliche Machtverhältnisse, simplistisch den Künsten und ihren besten VertreterInnen untergeschoben wird. - Sie kritisieren das. Das ist gut so!

II

Zu Genie und Wahnsinn, sowie zum wahnhaften Sadismus, möchte ich doch noch etwas beitragen: Der anerkannte Wahnsinn eines Psychotikers ist höchst selten einmal sadistisch, weil es im paranoiden Wahn, im isolierten Wahn, in der Schizophrenie oder bei den wahnhaft entgleisten Depressionen oder Manien zumeist keinen Lustgewinn oder Spannungsabbau aus sadistischen Handlungen gibt, wohl aber, aus masochistischen.

Die Sadisten unter uns, gelten entweder als völlig gesund oder persönlichkeitsgestört. Letzteres ist ja bekanntlich in unseren Gesellschaften gar kein Hinderungsgrund, in Machtpositionen zu gelangen, in denen sich der Lustgewinn aus Sadismus und Herrschaft besser realisieren, vervielfältigen und sogar steigern lässt. Anders ausgedrückt, gibt es viel mehr sadistisches Verhalten im Alltag, in der allgemeinen Sexualität, in Institutionen mit Machtgefälle, zum Beispiel auch in psychiatrischen Kliniken, Gefängnissen, an Filmsets, unter Militärs, in Firmen, im Sport, die aber alle wenigstens professionell seit längerem dagegen ankämpfen, als unter den psychisch Kranken oder Gestörten, die man immer noch wegbringt, seltener auch, wegsperrt.

Andererseits hat es eben 372 Jahre gedauert, von Vasari (1550) bis zu Hans Prinzhorn (1922), bevor anerkannt wurde, dass es unter "Wahnsinnigen" und "Geisteskranken", besser unter psychisch Kranken, überhaupt KünstlerInnen geben kann. Dies geht an den feuilletonistischen Konstrukten einer innigen Verbindung von Genie und Wahnsinn, von Genie und Grenzüberschreitungen, völlig vorbei.

Eine besondere Form des gesellschaftlichen und individuellen, familiären Sadismus, gehörte zukünftig einmal genauer in den Blick genommen. Die Verhinderung und Ablehnung der Künstlerschaft von Frauen.

Man denke nur einmal an jene Widerstände, Artemisia Gentileschi, die Qual und Gewalt- sogar von Frauen an Männern- wahrlich malen konnte oder die Wissenschaftlerin und Künstlerin Maria Sybilla Merian anzuerkennen.

Für Camille Claudels Status als Genie, Anelim Aksnesej führt sie treffend als Opfer an, sprach angeblich ihre Widernatürlichkeit, wie der bekannte Kunstkritiker, Schriftsteller und Misogynist Octave Mirabeau ("Le Jardin des supplices"/" Der Garten der Qualen" (1899), ein Werk, das die Mühnen um die Erfassung und Darstellung fast jeder denkbaren humanen "Transgression" zeigt) ihr ins Stammbuch schrieb. Sie sei "eine Revolte gegen die Natur: ein weibliches Genie". Von ihrer Familie, wurde sie für dreißig Jahre in Anstalten verbannt. Selbst ihr Grab wurde eines unter "Irren".

Dieser zweifache Tort, nämlich das Genie für unnatürlich, nicht gattungsgemäß zu erklären und zugleich Frauen eine festgestellte Natur zu unterstellen, sitzt verfestigt, im kulturellen Bewusstsein der Gesellschaften.

Eine fast unendliche Reihe weiterer Frauen, bis zur Gegenwart, erlitten ähnliche Abwertungen und Ausgrenzungen. Für die Zukunft heißt es, tätig der Hoffnung auf die Sprünge helfen.

Nur weiter

Christoph Leusch

RE: Illegalisierte Europäer | 10.02.2018 | 13:05

Schade. Der teilweise Ausfall der Community- Seiten, hat meinen Kommentar gefressen, Frau Vogel.

Also nocheinmal vielen Dank, für diesen präzisen Artikel, zur sich verschlechternden Situation obdachloser EU- Bürger, in einer der reichsten Städte der Welt.

Ihre Beiträge lese ich immer und nie ohne Gewinn, auch wenn der Anlass eher traurig stimmt.

Nur weiter

Christoph Leusch

RE: Verwandte zur Verwendung | 10.02.2018 | 10:51

Sie haben mit Recht darauf hingewiesen, dass diese Klon-Erfolgsmeldungen einen wissenschaftspolitischen Hintergrund haben, Frau Baureithel. Die biotechnologische Führung liege nun, so die Suggestion, in China.

Evolutionsbiologisch und biomedizinisch, landwirtschaftlich züchterisch, sind Affenklone, wie auch das erste Klonschaf Dolly, eher Sackgassen. Denn diese Klonierung unterbricht die Anpassung der Arten durch die Rekombination der Gene. Klont man also die Klone, verschärft man dieses Problem noch. Klont man irgendwann weiter aus den stabilisierten und haltbar gemachten Körperzellen eines Elter- Tieres, ergeben sich ebenfalls massive Störungen. Klont man kultivierte und länger in Frühstadien gehaltene, befruchtete Eizellen, bleibt man ebenfalls in der biologischen Endlosschleife.

Nur nebenbei: Klonierungstechniken, an niederen Organismen, mit spezifischen Zellkulturen, pp., sind heute das tägliche Brot der Forschung und Biotechnologie. Klonierung ist nicht Klonen!

In der medizinischen Forschung werden schon lange spezielle Mutantenformen von Kleinsäugern, mit spezifischen Enzymmängeln oder bestimmten Körpereigenschaften, pp., regelrecht vernutzt. Vernutzung ist genau das richtige Wort dafür. Spezielle Stämme fürs Labor, manche nur noch dort (über)lebensfähig, weil z.B. ihr Immunsystem die Außenwelt nicht mehr erträgt, sind Mittel zu Zwecken, in der Grundlagenforschung.

Aber Medikamente müssen ja an vielen verschiedenen Exemplaren einer Gattung wirken, nicht nur an Klonen.

Auch für den relativ neuen Zweig der individualisierten Medizin, einer sehr kostspieligen, sehr exklusiven Art der Behandlung, für uns, die zahlungskräftigen Übermenschen mit und ohne Kassenkärtchen, stellen die Klone eher eine unsichere Bank des Fortschritts dar. Es sei denn, man entschließt sich irgendwann, wenn es funktioniert, humane Klonen, erzeugt aus einer Körperzelle der Erkrankten, ihren humanen Status zu nehmen und sie wie ein Bioanalogon des betroffenen Menschen zu vernutzen, indem man an ihm, stellvertretend, die notwendigen Medikamente testet. - Dass das ein Humanitätsbruch wäre, dürfte außer Frage stehen.

Frau Berlin hat ja eine weitere Versuchung schon angeführt. Die Sucht, der Wahn, noch mehr Identität eines Nachkommen, vielleicht gat nur mit einem einzigen Erzeuger-Ich herzustellen, könnte Männer und Frauen dazu verleiten auf das Klonen zurückzugreifen. - Dass sie nicht gut beraten wären, dies zu tun, ergibt sich aus den oben beschriebenen Mängeln, die dieser Vermehrungsweg mit sich führt.

Mit den nebulösen Versprechen für unsere goldene Zukunft, mittels des Klonens, verhält es sich, wie mit dem gerne geglaubten Argument, genmodifizierte Saaten und Nutztiere seien erfunden und in Umlauf gebracht, um die Weltbevölkerung zu ernähren.

Mit den Besten Grüßen und nur weiter so

Christoph Leusch

RE: Porzellan, Revolution und Kunstmarkt | 07.02.2018 | 22:08

Antworten Sie doch da, wo sich der angebliche Vorfall ereignet hat und schreiben Sie in unserer gemeinsamen Sprache, dann versteht Sie jeder. So aber, ist es ja eher so, das Sie mich hier für etwas verhaften, von dem ich nicht einmal weiß, was es ist.

Fühlen Sie sich doch nicht beleidigt, sonder schreiben Sie klar. Das hilft Ihnen und es hilft auch mir. Lassen Sie sich doch auf klare, vollständige Sätze und vollständige Argumente ein. Ich will Ihnen doch nichts antun oder Ihnen schaden. - Wenn dieser Eindruck entstanden sein sollte, dann entschudige ich mich dafür.

Christoph Leusch

RE: Porzellan, Revolution und Kunstmarkt | 07.02.2018 | 21:52

Den Wortsalat kann doch niemand verstehen, Dos. Geht es Ihnen nicht gut? Was plagt Sie?

Grüße

Christoph Leusch

RE: Frische Luft täte dem Mann gut | 07.02.2018 | 21:12

Das Argument kann ich nun gut verstehen und es auch teilen, Herr Michal. Wenn Assange Informationen mit jenen teilte, die sie nur für ihre eigenen politischen Zwecke nutzen wollten (Trump&Family,Inc.), stimmt der Vorwurf, nun nicht neutral und für eine bessere und größere Öffentlichkeit zu wirken, sondern sogar die Feinde der Transparenz und der Öffentlichkeit gestützt zu haben.

Allerdings hat man auch "The Intercept" den Vorwurf gemacht, dass die Überkritik an Demokraten und an Clinton, obwohl berechtigt, aus dieser vorbildlichen Netzredaktion von Investigativjournalisten heraus, vor allem die Demokraten beschädigte, während es bei den Trump- Wählern auf eventuell negative Enthüllungen zu Republikanern und Trump gar nicht ankam.

Ich sehe eher die ungerechtfertigte Isolation des Leaks- Gründers. Diese unterschwellige Drohung durch alle jüngsten US-Regierungen. Das "diplomatische" Verhalten der europäischen Regierungen und Behörden und die britische Fixierung auf Verfolgung und Strafwunsch.

Assange ist seit Jahren nicht in der Lage, frei zu überlegen und sich adäquat zu verteidigen, sowie dazu Rat und Informationen einzuholen. Das geht nicht mit verschlüsselten und sporadischen Mails, das geht eben nicht, nur mittels sicherem Netzwerk und Boten aller Art.

Es bleibt das große Verdienst Assanges und Wikileaks-- vielleicht gibt es ja eine wieder intensivere Fortsetzung, wenn er freikommt- das Whistleblowing gegen dreiste Lügen und gar Verbrechen zum Prinzip gemacht zu haben.

Zur kommunistische und sozialistischen Zerspitterung der Kräfte, von Anbeginn an: Befremdlich an der Haltung der "Marxisten", war ja auch dieser Hang, die Blut-und Eisen "Realpolitik" Preußens zu verteidigen, die die Niederlage der Kommune erst ermöglichte und Reparationen in nie gekannter Höhe von Frankreich einforderte, obwohl der Krieg und seine Schäden auf französischem Gebiet lagen. Das beförderte in beiden Ländern eher den Nationalismus und die konservative oder rechte Reaktion.

Vielen Dank für ihre Antwort

Christoph Leusch