RE: „Zoomen ist wie ein neuronaler Leerlauf“ | 17.04.2020 | 08:49

Okay. Kritik an der Unterzeile ist angekommen, aber manchmal seid ihr Leserinnen auch echt ganz schön streng und schnell in eurem Urteil...

RE: Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben | 20.03.2020 | 21:31

Wenn man in Drogerien nach dem Lieferzeitpunkt für Klopapier fragt und dann hingeht, kann man etwa eine Stunde lang welches kaufen. Aber ich würde ein Care-Paket mit Seife nehmen, aus dem Westen ;)

RE: Den zweiten Notstand verhindern | 18.03.2020 | 09:13

Kann ich gerade nachvollziehen, aber ich fürchte, so funktioniert das nicht: Das RKI schätzt, dass es zwei Jahre dauern wird, bis der "Seuchenzug" durch ist. Und in Sachen Klimapolitik liegen wir jetzt schon eher Jahre zurück...

RE: Fuck! Erzähl. | 02.11.2019 | 12:21

"Etwas schwergetan habe ich mir hingegen mit der positiven Bezugnahme auf das Datum 1989. Dafür mag es – insbesondere aus östlicher, bürgerbewegter Sicht – gute Gründe geben." --> das kann und sollte man sicher noch weiter diskutieren, und zwar nicht nur aus West-Ost-Perspektive, sondern auch mal intergenerationell.

RE: Fuck! Erzähl. | 01.11.2019 | 11:14

Echt jetzt? DAS ist Ihr Kommentar zu diesem Interview? (Es waren natürlich zig Leute, die die Blockupy-Proteste organisiert haben. Aber nicht mit allen hatte man gleich viel zu tun.)

RE: Es ist die Zivilisation, Dummerchen | 09.08.2019 | 10:55

Und wo genau schreibe ich, dass Postwachstum oder die Lösung der Klimakrise mit "Klassenkampf nichts zu tun" habe? Das sage ich nicht. Gesellschaftlich hat so ziemlich alles mit der Klimakrise zu tun. Aber Klassenkampf führt halt nicht (automatisch) zu Postwachstum. Organisierter Widerstand gegen Ausbeutung kann die Ausbeutung abschaffen, in dem Sinne, dass der Mehrwert nicht von anderen angeeignet wird; und ist dies erreicht, kann prinzipiell mit der Akkumulationslogik des Kapitalismus gebrochen werden. Aber: Sozialismus bricht nicht per se mit Wachstum. Die Konkurrenz mit anderen Systemen kann den Sozialismus zum "nachholenden Wachstum" oder in andere Konkurrenzzwänge führen; einmal angenommen, die Weltrevolution findet nicht mehr oder weniger zeitgleich statt. Was wiederum bedeutet, dass Klassenkampf nicht per se zur "Lösung der Klimakrise" führt.

RE: Volksfront oder grüne Chance | 20.06.2019 | 13:07

Die Hoffnung wäre, dass das ein oder andere Rot in der Formation GR2 dafür sorgt, dass eben nicht die Natur von den Menschen gerettet wird, sondern die Menschen vor der kaputten Natur. Dafür müsste sich die Linke aber auch mal ein stärker umorientieren: auf ihre Rolle im "grünen Kapitalismus", der ja nun angebrochen ist. Rot müsste über die Funktion als Mehrheitsbeschaffer (die es ja auch erstmal ausfüllen müsste) hinauskommen und das Bündnis sozial gestalten.

RE: Soziales Europa – war da was? | 29.04.2019 | 15:50

Ja, ich denke, dass Sie Recht haben: das Problem ist, dass es noch keine Europäische Öffentlichkeit gibt für gewerkschaftliche Fragen. Bis vor kurzem gab es fast gar keine Europäische Öffentlichkeit - aber das hat sich jüngst geändert, so mein Eindruck: In den Debatten über das Urheberrecht, über den Klimaschutz... "Diese fehlende Öffentlichkeit ist eine der größten Schwächen des europäischen Projekts. Sie herzustellen ist keine politische Aufgabe, sondern eine der Presse." Ich nehme die Herausforderung ja gerne an - aber frage mich, ob die Presse tatsächlich der zentrale Ort dafür ist, da sie sehr entlang der Nationalgrenzen organisiert ist. Sicher, Aufgabe des "Freitag" ist es, progressive Debatten aus anderen Ländern in die deutsche linke Öffentlichkeit zu holen oder dies zumindest zu versuchen. Aber vielleicht können soziale Bewegungen, die teils bereits europäisch entstehen - über die sozialen Medien - sogar noch mehr dazu beitragen?

RE: Ey, frag ruhig! | 13.12.2018 | 21:59

Interessant: das war eigentlich meine Idee gewesen für das Interview, aber erstens wollte Lynn das nicht und zweitens habe ich dann gesehen, dass Annett Heide den schwierigen Konflikt zwischen Eltern und intersexuellem Kind schon unfassbar schön aufgeschrieben hat für das ZEIT-Magazin, über Maxi Bauermeister und die Mutter: https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2018-01/intersexualitaet-geschlecht-intergeschlechtlichkeit-identitaet