Gunnar Jeschke

Naturwissenschaftler, in der DDR aufgewachsen, gelebt in Schwarzheide, Dresden, Wako-shi (Japan), Bonn, Mainz, Konstanz und Zürich.
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RE: Geregelte Abläufe | 17.10.2017 | 04:45

Identitätspolitik ist ein Synonym von Toleranzfaschismus.

RE: Elke Twesten hat gewonnen | 16.10.2017 | 20:29

Das sehe ich nicht so. Sie stellen ja auch eine Behauptung auf, nämlich dass der Eindruck, den sehr viele vom gegenwärtigen Parteiensysem haben, falsch sei. Die müssten Sie belegen.

Vor allem haben Sie gegen die Behauptung des Autors ein Argument aufgebracht, nämlich dass es Unterschiede gäbe, die der Autor oder Leute wie ich nicht wahrhaben wollen. Daraufhin habe ich Sie gebeten, diese Unterschiede zu benennen und spezifiziert, dass ich solche meine, die praktisch relevant sind.

So etwas nennt man Diskussion. Sie haben eigentlich nur zwei Möglichkeiten. 1) Sie können meinem Argument mit einem Gegenargument begegnen. 2) Sie können eingestehen, dass Ihre Behauptung nicht wirklich belegbar ist.

Versucht haben Sie: 0) Meinem Argument auszuweichen.

Das ist heute üblich. So reagieren Politiker der Unionsparteien, der SPD, der Grünen und der FDP, wenn sie auf ein Argument keine gute Antwort haben. In dieser Hinsicht gibt es wirklich gar keine Unterschiede.

RE: Alle meine Ängste, mein Sex | 16.10.2017 | 20:01

"Ist das Handy bzw Smartphone nicht besonders bei den brüchtigten A (Arm, Arbeitslos, Ausländer) eine Art Statussymbol und damit auch Symbol der Gruppenzugehörigkeit?"

Nee. Das gibt es in allen Einkommensgrupen, bei jedem Grad von Workaholismus und in allen Ethnien. Sie könnten höchstens sagen, dass Enthaltsamkeit auf bestimmte Schichten beschränkt ist, aber zu diesen gehört die absolute Oberschicht nicht. Vermeidung ist Mittelschichtverhalten und ich weiss, dass ich mich damit selbst als mittelmässig oute.

RE: Alle meine Ängste, mein Sex | 16.10.2017 | 19:54

Die Tragik der Kassandra ist, dass ihr niemand glaubt.

RE: Alle meine Ängste, mein Sex | 16.10.2017 | 19:48

Wenn Sie die ganze Generation auf einmal überzeugen können, das zu lassen, so ist das Problem gelöst. Wenn aber zehn Leute im Restaurant an einem Tisch sitzen und neun davon gebannt auf Ihr Handydisplay starren, kann die Zehnte auch kein Gespräch führen. Sie hat dann sozialen Kontakt über ihr Handy oder keinen.

RE: Alle meine Ängste, mein Sex | 16.10.2017 | 19:42

Auch das ist noch etwas schlimmer. "Der Entwickler" ist als Begriff schon eine Verschwörungstheorie. Es gibt niemanden, der die Entscheidungsmuster der komplexen Algorithmen wirklich kennt, schon weil mehrere Entwickler daran arbeiten, von denen keiner einen vollständigen Ueberblick hat. Es versteht auch niemand im Detail, was die selbstlernenden Teile tun. Der "Grosse Bruder" ist kein Mensch. Wir haben uns neue Götter geschaffen.

RE: Alle meine Ängste, mein Sex | 16.10.2017 | 19:34

Ich fürchte, das ist nicht so einfach. Wenn Sie einen Computer benutzen, ist der am Sichersten, wenn er gar nicht mit dem Internet verbunden ist. Wenn er nicht mit dem Internet verbunden ist, so ist er als Werkzeug vielleicht noch 1% so wertvoll wie sonst.

Sie können auf Vieles verzichten, Tinder, Facebook, Whatsapp, sogar Google (nehmen Sie zum Beispiel DuckDuckGo). Das macht Ihre Datenspur etwas schmaler. Die ist dann keine achtspurige Autobhn mehr, sondern nur noch eine sechsspurige.

RE: Elke Twesten hat gewonnen | 16.10.2017 | 18:59

Wenn sie sich mit 54, als Diplom-Volkswirtin und nach einer Karriere als Politikerin bis hin zum Amt der Schriftführerin eines Landtags tatsächlich für ein Fachhochschul-MBA-Studium an der hochschule 21 entschieden hat, kann man nun wirklich nicht behaupten, sie habe irgendetwas gewonnen.

Sie sollte im 2. Semester besonderes Augenmerk auf das Kompetenzfeld "Projektmanagement mit Chancen-Risiken-Analyse" legen. Zu empfehlen wäre auch noch das Modul "Integre Persönlichkeit", aber das fehlt in MBA- und Politikwissenschaftsstudiengängen ja allgemein, nicht nur an der hochschule 21.

RE: Elke Twesten hat gewonnen | 16.10.2017 | 18:35

Sie werden mir die Unterschiede sicher erklären. Ich meine diejenigen in der praktischen Politik, nicht in Programmen. Programme sind wohlfeil.