RE: Unglaube und Angst | 12.11.2016 | 21:13

Ich habe den entsprechenden Satz aus dem Text nun gestrichen. Die Recherche war dennoch nach bestem Wissen und Gewissen.

RE: Unglaube und Angst | 12.11.2016 | 21:09

Addendum zum Text: Als ich den Text geschrieben habe, meldeten zahlreiche US-Medien eine überdurchschnittlich hohe Wahlbeteiligung, wohl geschätzt anhand der vielen Schlangen vor den Wahllokalen in einigen Gegenden der USA. Im Nachhinein stellte sich heraus: Die Wahlbeteiligung war so niedrig wie lang nicht (laut CNN seit 20 Jahren).

RE: Das Trauma bleibt | 13.09.2016 | 18:29

Wenn nun jemand den von Ihnen vorgeschlagenen Modellversuch unternehmen würde, und er verläuft wie die "offizielle" Version, dann wären Sie vielleicht überzeugt, aber viele andere nicht: Ganz sicher fänden sich unzählige, die den Maßstab anzweifeln, die Ausführenden, das Institut, die Neutralität, die Werkstoffe und selbst wenn Sie sich die größte Mühe geben, alles so neutral und nachprüfbar wie möglich zu machen, dann kommt Ihnen einer entgegen wie hier in den Kommentaren und sagt: da haben aber ein paar Milisekunden gefehlt im Livestream, da hätte man was reinmontieren können. Oder, wie Herr Böhermann vorzüglich gezeigt hat: Das ist alles im Nachgang visuell montiert worden, von "denen da oben" oder von wem auch immer. Daher - nochmal - im übrigen das ganze erkenntnistheoretische "Geschwafel": Sie müssen einen Punkt ziehen, an dem Sie nur noch glauben, weil Sie nie wissen können. Das unterscheidet die Verschwörer vom Rest. Nur so: Noch bis heute glauben Menschen an einen gewissen Herrn, der über Wasser gelaufen sei. Sie glauben sogar so sehr, dass sie es zu wissen glauben.

RE: Das Trauma bleibt | 13.09.2016 | 17:54

Was "hinlänglich dokumentiert" ist und was nicht, das entscheiden Sie, richtig? Ich denke, wenn Sie bereits Ihren eigenen Augen nicht trauen, dann können Sie sich auch das Lesen sparen.

RE: Das Trauma bleibt | 13.09.2016 | 17:39

Selbes Prinzip: So lange an der Wahrnehmung rütteln, bis absolut nichts mehr geht. Haben Sie die Soldaten gesehen? Waren Sie vor Ort? Wie läuft dieser Entscheidungsprozess ab, welchen visuell-erfahrbaren Bildern Sie glauben schenken und welche Sie für manipuliert halten können? Dreht man da an einem Glücksrad, oder könnte es sein, dass man das so auswählt, wie es einem am besten in den Kram passt?

RE: Das Trauma bleibt | 13.09.2016 | 17:13

Das ist in der Tat wahr und überhaupt erst der Grund, warum ich mich eingangs zu verteidigen versucht habe. Mir gefällt der Begriff "Verschwörungstheorie" auch nicht so ganz, weswegen ich auch versucht habe, ihn im Text zu vermeiden. Tatsächlich kenne ich aber keinen anderen Begriff, der das, was gemeint ist, besser beschreibt. Jede Kritik zu "silencen" war allerdings nie meine Absicht. Nur: Die berechtigte Kritik und die seriöse Forschung vom irren herumfabulieren am Bildschirm zu Hause abzugrenzen, das ist mir ein Anliegen. Ich möchte jedenfalls nicht zu der Sorte Autor gehören, der die "Wahrheit" wie vom Allmächtigen persönlich empfangen präsentiert und keine Kritik zulässt. Ebensowenig möchte ich das Kommentar-Schlachtfeld allerdings denen überlassen, die glauben, ich schriebe jedes Wort mit einer Kanone im Nacken, vom BND, der NSA, dem FBI oder wem auch immer – oder schlimmer noch: die mich für "herrschaftstreu", den "Systemmedien" zugehörig etc. halten, so dass ich all das aus intrinsischer Motivation heraus schreibe und sozusagen bereits völlig eingelullt und zur adäquaten Wahrnehmung von Fakten gar nicht mehr fähig bin.

RE: Das Trauma bleibt | 13.09.2016 | 03:58

Herrlich, dass Sie das bringen, das lag mir auch schon die ganze Zeit auf der Zunge. Es ist die Gretchenfrage für jede Theorie und ich meinte das, als ich "cui bono?" fragte. In diesem Punkt ähnelt die Debatte so sehr der Chemtrail-"Theorie": Es wird die ganze Zeit obsessiv und fieberhaft nach immer kleineren Details und immer komplizierter zu rekonstruierenden/zu erforschenden Symptomen gesucht, dass eine seriöse Wissenschaft kaum hinterherkommen kann, jeden Einzelfall zu prüfen. Das soll sie auch gar nicht, denn "die stecken ja alle unter einer Decke" etc. Wenn sie es tut, sind sie gekauft. Wenn sie es nicht tut, haben sie "Angst".

Das Große und Ganze verlieren die Theoretiker dabei, wie bei den Chemtrails, sehr gern aus den Augen: Wem bringt das was? Wer sprüht gern giftige Chemikalien über die Welt, auf der er lebt? Wer bringt Gebäude zum Einstürzen und tötet im eigenen Land?

Es ist das unbedingte Bedürfnis, dass jemand Schuld sein muss und die Suche nach der Erlösung von der Unerträglichkeit, dass Systemlogiken selten einen konkreten "Schuldigen" haben, sondern dass man immer auch ein klein wenig selbst mit dran Schuld ist. Das schmerzt.

Der Heidenspaß der Verschwörer ist am Ende nur, der "Erleuchtete" zu sein, und sich gegen jede Kritik voll immunisiert zu haben. Sie ist zirkelschlüssig selbstevident und deswegen kann man sie nicht mehr mit Vernunft aushebeln. Das ist der Moment, wo sich die Tastaturkrieger kurz den Schaum vom Mund abwischen und eine Hand von der Armlehne nehmen, um sich selbstlobend auf die Schulter zu klopfen: "Denen habe ich's gezeigt, die werden schon sehen! Und jetzt zurück zum Alltag..." Verschwörungstheorien sind Fingerzeig-Kampfsport, auf – zugegeben – Schwarzgurtniveau. Zum Glück nimmt von denen keiner selbst irgendetwas in die Hand – Forschung, Bildung oder Politik. Zumindest meistens nicht.

RE: Das Trauma bleibt | 13.09.2016 | 03:45

Ich wüsste zumindest nicht, warum ich das nicht tun sollte. Dem NIST nicht zu trauen, weil es eine Regierungsorganisation ist, ist zwar eine Möglichkeit, aber ein argumentum ad hominem. Den Bericht in seinen Details anzweifeln ist da schon eher angebracht, aber Zweifel daran finde ich auch nur von ausgesprochen unseriösen Quellen, die wieder nur irgendetwas behaupten, was keiner mehr prüfen kann – die Chemtrail-Taktik also. Versuchen Sie doch, den NIST-Bericht zu dekonstruieren, und das bitte ohne Truther-Müll oder Einzelmeinungen von Internet-Legionären. Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen (im Gegensatz zu solchen). In der Tat ist Debunk911 leider offline. Das ist sehr ärgerlich. Das war quasi meine Wasserpistole gegen Ihre: genau so wirkungslos, aber immerhin besser als sich einfach nur nass machen zu lassen. Ein paar Sachen lassen sich aber zum Beispiel noch auf YouTube finden: https://www.youtube.com/user/debunking911

RE: Das Trauma bleibt | 12.09.2016 | 14:22

Ich dachte, die Recherche hierzu hätten sie mittlerweile selbst angestrebt. In einer Welt, in der man mit Wasser Metall schneiden kann (Sie wissen, was ein Wasserstrahlschneider ist?) oder in der ein Tischtennisball eine Kelle durchbohren kann, können Sie sicher ahnen, dass ein Flugzeug womöglich eine Häuserfassade demoliert. "Material vs. Material" ist leider nicht das einzige "Naturgesetz der Physik", wie sie es schimpfen. Es gibt auf noch Geschwindigkeit, Luftwiderstand und derlei Geschichten – aber wie gesagt: Fragen Sie da lieber Menschen, die sich auskennen und prüfen Sie Ihre Quellen. Wenn das "nicht ging", wie ging es dann?

RE: Das Trauma bleibt | 12.09.2016 | 04:03

Wahre Worte. Achten Sie beim Schreiben auch darauf, nicht zu viel "Energie zu verschenken", wie Sie selbst sagen. Sie werden fürs Privatdozieren in Kommentarspalten und auf Blogs vermutlich ebenso wenig bezahlt wie ich. Manche Menschen sind in einer ständigen, destruktiven Opposition einfach glücklicher und das sei ihnen gegönnt.