Schön öde
Der Wahlkampf in Deutschland ist zum Gähnen. Der Freitag zeigt, wer sich sonst noch so in der Politik langweilt
Wirtschaftsluden und Wissenschaftshuren
Einem Dossier der Wochenzeitschrift "Die Zeit" zufolge wird die Wissenschaft immer weiblicher - und zwar deswegen, weil sie sich von der Wirtschaft drangsalieren lässt
Der Trainer als Charisma-Träger
Es ist kein Zufall, dass der spektakulärste Neuzugang der Bundesliga kein Spieler, sondern ein Coach ist
Unser aller Reichtum
Die KSK ist nicht nur für Künstler existenziell wichtig. Ist sie gefährdet, steht eine ganze Zukunftsbranche auf dem Spiel
Frauen, habt Nachsicht
Kürzlich wäre Raymond Chandler 125 Jahre alt geworden. Sein Detektiv Marlowe ist für viele Männer ein Held: cool, sentimental und auch noch witzig
Norbert Lammert: eine Lehre
Wer die Dissertation des Bundestagspräsidenten genau liest, kommt zu überraschenden Einsichten
Sportjournalismus aus dem Vergnügungspark
Das "Aktuelle Sportstudio" wird 50. Es gibt guten Sportjournalismus in der oft kritisierten Sendung. Aber ein Beispiel zeigt, dass er schlecht platziert wird
Das zweite Mal wird’s besser
Alte Materialien wiedernutzen, das ist nichts Neues. Doch anders als beim Recycling wird nun etwas Höherwertiges aus ihnen, Haute Couture aus Stoffresten zum Beispiel
Das Entschlüsseln lohnt sich
Mit „Aus Waben“ ist nicht die Deko der legendären Quizsendung „Dalli Dalli“ gemeint, sondern das aufregende Debüt des Lyrikers Tobias Roth
Langlebiger als die Queen
Die größte Überraschung bei der Eröffnung der olympischen Spiele in London war das Elektro-Duo Fuck Buttons. Alexis Petridis klärt über die Band und ihr neues Album auf
Perfekt, nur anders
Gerda Königs Company aus Tänzern mit und ohne Behinderung stellt ästhetische Vorstellungen auf den Kopf
Tchibo und die "18"
Die Sportschuhe von Tchibo dürften Nazis erfreuen: Die Aufschrift "18" steht bei ihnen für Adolf Hitler. Dabei können Codes nützlich sein – für eine freie Gesellschaft
Polonaisen nach Nirgendwo
Wir sehen Glauben und Bunga-Bunga als Zeitgenossen, Gott und Mensch auf Augenhöhe. Wir sehen Rom: Paolo Sorrentinos ambitionierter und schöner Film "La Grande Bellezza"
Wiederentdecktes Wunder
Antonio Pietrangelis lange gesuchter Film "Ich habe sie gut gekannt", der wirkt, als hätte sich Michelangelo Antonioni an Erdbeersekt berauscht, liegt nun auf DVD vor
Macht's echt!
braut für Liebhaber, experimentiert mit Chili oder Koriander und trinkt aus edlen Gläsern. Er möchte trotzdem nicht, dass Bier zum Luxusgetränk wird. Ist es das schon?
Zielen und Klicken
Wo Begehren in ein Gewaltpotenzial umschlägt: Danny Boyle lässt in seinem Special-Effect-Kinofilm „Trance“ eine Psychotherapeutin zur rächenden Traum-Architektin werden
Das Ende der Unschuldsvermutung
Maurizio Lazzarato sagt der neoliberalen Gouvernementalität den Kampf an
Headhunting um Headliner
Fast schon eine Spekulationsblase: die Glanzfassade der Wachstumsbranche Open-Air-Festival zeigt deutliche Risse
Ich bin dann mal weg
Ernst Jünger sammelte nicht nur Käfer, sondern auch "letzte Worte". Sein gleichnamiges Kompendium gehört zu den originellsten Anthologien der Kulturgeschichte
Die verstreute Stadt
Warum ist diese Stadt bloß so unförmig? Ein Gespräch mit Hanns Zischler, dem Autor von "Berlin ist zu groß für Berlin"
Besser kein Sex mit der FDP
FDP-Wähler gehen laut einer Umfrage am häufigsten fremd, Piraten am seltesten. Was lernen wir daraus? Wir brauchen mehr Politik in der Partnerwahl!
Mobile Ferienküche
Warum steht unser Gourmet auch in der Fremde am Herd? Weil es seine Art ist, sich die verschiedenen kulinarischen Eigenheiten ausländischer Küche anzueignen
Lost in Steglitz
Eine Theaterinszenierung lässt Lewis Carrolls Alice bei laufendem Betrieb durch ein Shoppingcenter irren. Weltliteratur und Konsumrausch, wie geht das zusammen?
Wer früher kommt, kann früher gehen
Viagra spielte mit der Angst vor Impotenz Millionen ein, jetzt soll ein Medikament den Orgasmus verzögern – der Samenerguss gerät ins Visier der Pharmaindustrie