Alles Neue macht der März
Verena Reygers freut sich über neue Alben des Frühlings – etwa über Sharon van Ettens Musik, die so schön melancholisch ist, dass man sie allein in der Kneipe hören muss
Vom Winde verweht
Schaut man "Das Turiner Pferd" von Béla Tarr, empfindet man eine paradoxe Ungeduld: beim Genuss eines Momentes schon darauf zu brennen, den nächsten zu erleben!
Straßenmagazin der Zukunft?
Statt Straßenzeitungen könnten Obdachlose mobile Internetzugänge anbieten, hat sich eine amerikanische Agentur überlegt und Freiwillige zu menschlichen Hotspots erklärt
Im Messias-Business
Papst-Kritiker Hans Küng stellte in Berlin sein neues Jesus-Buch vor. Beistand bekam er dabei von dem Ex-Ministranten Thomas Gottschalk
Mein Rücktritt, mein Burnout, meine Ex-Frau!
Wie immer ging es um Haus, Auto, Amt. Aber die Angelegenheiten der Herren Wulff und co werfen so langsam die Frage auf: Haben die traditionellen Statussymbole ausgedient?
Sklaven des Milieus
Fünf Romane waren für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012 nominiert. Katrin Schuster hat sich mit ihnen im Vorfeld der Verleihung befasst
Porschefahren in Kassel
Klaus Stern hat den Aufstieg und Fall des Hochstaplers Mehmet Göker dokumentiert, der mit privaten Krankenversicherungen absurd reich geworden ist
Schön und gut
Objekte sollen mehr sein als Fassade: Junge Designer wollen auch soziale Verantwortung übernehmen. Aber wie geht das?
Vergifteter Diskurs
Michael E. Mann hat als Klimawarner viel Prügel eingesteckt. Jetzt schlägt der Urheber des sogenannten Hockeyschläger-Diagramms zurück
Vom gutgelaunten Grauen
Mitarbeitermotivation durch Kunst? Thomas Ebermann lässt auf Kampnagel Hymnen erklingen und macht hören, was man sonst überhört
"Warte, ich schick's dir"
In Café, Bus oder Bahn: Das Leben hat eben die besten Dialoge zu bieten. Immer montags gibt es im Alltag die Ausbeute der Woche. Heute: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Der Händler war ein Mäzen
„Es ist was Wahnsinniges mit der Kunst“: Ottfried Dascher hat die erste umfassende Biografie des von den Nazis verfolgten Kunsthändlers Alfred Flechtheim geschrieben
Kälteidiotie
Münsteraner Klassik: In der Folge "Hinkebein" ist alles wieder so, wie Liebhaber von Thiel und Boerne es mögen. Und zur Abwechslung sieht der "Tatort" auch gut aus
Kokain und Radiowellen
Tom McCarthys Romanepos „K“ ist eine so voluminöse wie eindringliche Mentalitätsgeschichte der technologiebegeisterten Moderne
Von Hand gemacht
Der Berliner Sexshop „Other Nature“ verfolgt in jeder Hinsicht ein aufklärerisches Prinzip: Er ist offen, alternativ, queerfeministisch und nachhaltig. Ein Besuch
Pennys Wert
Der Discounter verpasst sich ein neues Image und wirbt mit roten Gratis-Körben. Ab März gibt es mehr Bio und weniger Kartongewühl. Will man jetzt Upperclass-Markt werden?
Mit Schirm, Charme und Kanone
Im Max-Ernst-Museum in Brühl wird Niki de Saint Phalle ausgestellt. Das Begleitprogramm aus Kunst, Event und Merchandising hätte ihr gefallen
Was ist an der Kombination von Land und Meer so faszinierend?
Der Koch beschäftigt sich mit "Surf'n'Turf". So nennen es Amerikaner, wenn in der Küche Fleisch auf Fisch oder Muscheln trifft. Das kann ganz besondere Reize haben
Sag's den Küchenchefs
Fernsehzuschauer fühlen sich oft wie Gefangene? Medienmacher auch. Frauen sind in der Branche unterrepräsentiert. Von ORF bis WDR wird nun protestiert
Sah gut aus, damals ...
Das Grand Hotel in Heiligendamm ist pleite. Willkommen im Kreis der tragikomischen Herbergen! Als da wären: das Chelesea in New York, der Erfurter Hof, das Hyatt in Tokio
Durch die Blume
David LaChapelle prägte mit seinen Modefotos und Porträts die Bildsprache großer Magazine. Dann zog er sich zurück, um Kunst zu machen. Warum fotografiert er nun Blumen?
Tschernobyl: Genosse Wiktor im Glück
Nur wenige sind in Folge der japanischen Reaktorkatastrophe bisher gestorben. Doch was den Arbeitern aus Fukushima-Daiichi blüht, lehren die Opfer von Tschernobyl bis heute
Viel Schall um wenig Dampf
Sie sieht aus wie eine echte Fluppe und Nikotin ist auch drin: Warum die E-Zigarette uns lehrt, das Plagiat zu lieben
Schlecht versorgt
Soll sich der Staat um alles kümmern? Unser Kolumnist fühlt sich jedenfalls bedroht von der Schrift auf seinem Bildschirm, die ihn zum Kauf digitaler Technik animiert