1848. 1968. 1989. 2011?
Wie viel Potenzial der weltweite Aufstand im Vergleich zu den großen historischen Umwälzungen birgt: Der Popkritiker John Harris reist durch die globale Protestkultur
Ohne Speck, bitte
Oh, no, he did it again: Felix Murot aka Ulrich Tukur macht im "Tatort: Das Dorf" einen Ausflug: von Wiesbaden aus in die schnieke Parallelwelt eines Geschmacksdiktators
Ästhetischer Dreischritt
Christian Krachts Romanwerk wurde neu eingesprochen, von Dirk von Lowtzow, Schorsch Kamerun und Dieter Meier. Klingt erst mal schräg, ist aber kongenial
Schnell hin und nie wieder weg
Flensburg ist ein Strafregister, Freiburg eine Stadt für Ökospießer? Falsch: Aus Flensburg kommt die beste Punkband, und Freiburg kann auch Laut. Das Lexikon der Orte II
Ohne Meckern geht es nicht
Fünf-Minuten-Predigten, fehlender Bierpinsel und das berühmteste Berlin-Buch. Literaturprofessor Erhard Schütz stellt neue Bücher über die deutsche Hauptstadt vor
Begrenzter Spielraum
Ein Leben, hin- und hergerissen zwischen Liebe und Verzicht: Ulrich Teusch erzählt das Leben von Jenny Marx, der "roten Baronesse"
Das Treiben der Märkte
Advent ist eine Zeit besinnlicher Reime und der Glühwein-Druckbetankung: "Schnee, Schnee, Schnee / Wir haben was im Tee." Der große "Freitag"-Weihnachtsmarkt-Vergleich
Interieurs einer Biografie
Einar Schleef war ein großer Theatermann. Als bildender Künstler ist er kaum bekannt. Das will eine Hallenser Schau ändern: "Ich bin ein anderer in mir. Lebensorte“
Ganz ohne Krawatte
Darf’s ein Beaujolais Primeur sein? Der Trinker Klaus Kosok beantwortet an dieser Stelle alle Fragen rund um den Weingenuss. Heute: die Kunst des geselligen Lebens
Was bin ich?
In der Antike sahen sie aus wie Schatzhäuser, später nahmen sie die Gestalt von Schweinen an. Heute sind sie aus transparentem Plastik: Auch Spardosen gehen mit der Zeit
Süßer Weihnachsstern
Schöne, profitorientierte Nahrungswelt: Die Ökologisierung des Festes geht voran. So naturverbunden wie mit Stevia war der EU-Keks nie
Bis zur Schlossallee
Nicht nur Ausbeutungslogik: Andreas Tönnesmann erforscht in "Monopoly: Das Spiel, die Stadt und das Glück" die Kulturgeschichte des Brettspiels
Na, und?
Marie Biermann ist die Tochter eines berühmten Vaters und steht nun mit seinen Liedern auf der Bühne. Warum macht sie das?
Einsamkeit und Freiheit
Wird die Promotion jetzt überflüssig? In der Diskussion um die „Open Science“ wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet
Privatsphäre und Privatbesitz
Was hat das Abhören von Anrufbeantwortern mit dem Mittelalter und was mit dem Spätkapitalismus zu tun? Terry Eagleton versucht sich an einer Antwort
Störfälle? Biblis B sticht!
Erst gehörte es Technikgläubigen, dann Ironikern. Heute verhandelt das Quartett die großen politischen Probleme – von Atomausstieg bis Schuldenkrise
Runter von der Bühne
Die Abstimmung war ein Schritt in Richtung direkter Demokratie. Doch nach der Wahl agiert das Volk politischer als die Politiker
Junge deutsche Kunst in England
Charles Saatchi zeigt in London 24 neue Namen und nennt die Schau "Gesamtkunstwerk". Ein Besuch ist wie ein Schaufensterbummel durch die bunte Warenwelt eines Sammlers
V-Mann oder nicht?
Der Verfassungsschutz besetzt bekanntlich gerne mal die wichtigen Positionen in Parteien. Bei folgenden Personen könnte man jedenfalls schon ins Grübeln kommen ...
Der Witz an der Wand
Können Schwanz-Krakeleien auf der Toilette preiswürdig sein? Ja, wenn sie so witzig sind wie in einem Viral-Spot, der beim Berliner Kurzfilmfestival ausgezeichnet wurde
Der Mob des Gemetzels
Chronik einer gnadenlosen Exekution: Rod Luries Adaption von Sam Peckinpahs "Wer Gewalt sät" entgeht dem Schicksal vieler weichgespülter Independent-Remakes
Guttenberg, di Lorenzo oben, Redakteure unten
Was darf eigentlich Realsatire? Eine kurze Rekapitulation der Guttenberg-"Zeit"-Farce mit einem Ausblick und einer Moral der Geschichte
Das kommt nicht in die Tüte!
Die Grünen fordern eine 22-Cent-Abgabe auf jede Plastiktüte. Mit dem Ende des Plastikbeutels gingen auch Alltagsrituale verloren. Aber das ist es wert, meint unser Autor
Eine fremde Welt
Sie werden immer unbekannter, unwichtiger und uninteressanter. Aber die Casting-„Stars“ verändern unsere Wahrnehmung der Musikwelt. Das gilt auch für "The Voice of Germany"