Ins Haus fallen
Katrin Schuster stellt neue Kriminalhörbücher vor, unter anderem die sprachspielerische Arno-Schmidt-Übersetzung eines Poe-Klassikers: "Der Fall des Hauses Ascher"
Ein Sender setzt auf den Mitmacheffekt
Der History-Kanal verkauft Krieg als Erlebnisfernsehen und wirbt mit der Faszination imperialer Gewalt. Unterstützt vom ZDF und seriösen Forschungsinstituten
Wie schmecken Schnecken?
Leicht nach Kalbfleisch, manchmal nur nach Knoblauchbutter. Wegen der Delikatesse warb Zar Alexander I. den Franzosen sogar einen Koch ab
Verschenkte Chance
Das ZDF macht aus der Familiengeschichte der eng mit dem NS-Regime verquickten Familie Krupp eine Schmonzette
Schweigen im Mandelkern
Schon vor zwölf Jahren, noch vor dem Amoklauf in Littleton, entwarf der Psychiater Itzhak Fried eine medizinische Theorie des Massenmordes: das „Syndrom E“
Volunteers of America
Im vierten Teil seiner Reihe geht mehmet.goldkorn auf Reisen. Aber Kreuzberg ist immer dabei, Opel ist nicht zu retten und das Land wartet auf einen Impuls von unten
Chronik
vom 12. bis 18. März 2009
Dannys Massentanz
Der mehrfach oscargekrönte "Slumdog Millionär" ist ein vitaler Film, der bei allem Charme mit seiner regional-spezifischen Ästhetik kühl auf den Weltmarkt abzielt
Habt ihr den Beat?
Tamer Yigit verzweifelt an vier Rappern, die ihren Text nicht draufhaben. Ansonsten? Eine Begegnung in Kreuzberg, Musik mit Leck-Mich-Haltung und Flucht ins Theater
Die neue Generation 50plus
Falten und verschlüsselte Botschaften: Eine Plakat-Kampagne des Bundesfamilienministeriums soll ältere Menschen für ehrenamtliches Engagement begeistern
Es ist eine Egoshow, und sie sieht gut aus
Narzisstische Nabelschau und eine Selbstmörderin ohne Todessehnsucht: Christian Petzold inszeniert Schnitzlers Drama "Der einsame Weg" am Deutschen Theater
Der Traum auszubrechen
In der krisengebeutelten US-Metrople Detroit kann man sehen, wie die Geschichte des Rock'n'Roll und die des Automobils untrennbar miteinander verwoben sind
Als die Marken laufen lernten
Werbung für Marken funktioniert am besten, wenn es gelingt sie mit einer sympathischen Figur zu verknüpfen. Eine kleine Auswahl legendärer Figuren der Fernsehwerbung
It's Showtime
Eigentlich ist Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in die USA gereist, um mit GM über die Zukunft von Opel zu verhandeln. Was aber wollte er am Times Square?
Autorennen mit Oskar
Die Saar-SPD macht Wahlkampf mit einem Spot, in dem die politischen Gegner sich als animierte Witzfiguren ein Autorennen liefern. Freitag-Autor Wahlkampfarena kommentiert
Das Auge hört mit
Man sollte Musik nicht nach dem Platten-Cover aussuchen, heißt es. Völlig falsch, findet Guardian-Autor Jonathan Jones. Ein Loblied auf visuelle Reize
Jedes Nein ein Ja
Verkehrte Welt der Kommunikation. Man sollte Fragen in Spam-E-Mails nicht ernst nehmen, aber sie als rhetorische Fragen zu behandeln, hilft auch nicht immer
Als hätte Obama diesen Film gemacht
Anil Kapoor spielt den Showmaster im preisgekrönten Film "Slumdog Millionaire". Im Interview spricht er über Regisseur Danny Boyle, Wohlfühlfilme und die Zukunft Indiens
Hände schütteln oder grüne Grütze werfen
Dramatiker sind wichtiger als Politiker. Doch die üben eine größere Faszination aus. Dramatiker Mark Ravenhill erzählt von denkwürdigen Begegnungen mit mächtigen Menschen
Lesen und lesen lassen
Auf Buchmessen wie in Leipzig wird Jahr für Jahr ein turbulentes Hochamt des Lesens gefeiert. Um die reale Lesekompetenz in Deutschland ist es aber schlecht bestellt
Langlebiges Papier
In den USA sorgt eine neue Zeitung für Aufsehen. "The Printed Blog" druckt ausschließlich Texte und Fotos aus dem Netz - und zeigt damit, wie wichtig Print weiterhin ist
Sex mit einer Stepford-Frau?
Mehr Sex durch Hormonpräparate und Wunderdrogen: Die Pharmaindustrie will nun mit der Lust der Frau Geschäfte machen. Aber was soll das Frauen und Männern bringen?
Sag mir, wo du stehst
Der Hannover-Tatort als politische Kampagne: Die von Maria Furtwängler verkörperte Charlotte Lindholm zwischen Idealismus und Mutterrolle
Uns allen einen guten Freitag!
Was wollen wir und was sollen wir? "Freitag"-Leser Fidelio hat sich kluge und kritische Gedanken über unsere neue Zeitung und ihre Aufgaben in der Krise gemacht