Autoritarismus-Studie zu Querdenkern und AfD-Anhängern: Wohin diese Fährte führt
Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey haben mit „autoritären Innovateuren“ und „regressiven Rebellen“ gesprochen. Was lässt sich aus ihrer Studie zum autoritären Charakter von heute ableiten? Eine Analyse ihres Buchs „Gekränkte Freiheit“
Der Fall Molkenmarkt zeigt: Berlins Baudirektorin Petra Kahlfeldt fehlt der Blick voraus
Die Bebauung des Molkenmarkts in Berlin hat symbolischen Gehalt, es geht um unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft der Stadt. Senatsbaudirektorin Kahlfeldt hat sich über den Werkstattprozess nun einfach hinweggesetzt
„Anima: Die Kleider meines Vaters“: Papa im Cocktaildress
Was ist eigentlich normal? In Uli Deckers Dokumentarfilm „Anima. Die Kleider meines Vaters“ arbeitet die Regisseurin ein Familiengeheimnis auf und befasst sich dabei mit Geschlechterfragen und den Wirrungen der Liebe
Ulrich Seidls neuer Film „Rimini“: Wo es wehtut
Ulrich Seidls „Rimini“ war im Februar ein Berlinale-Erfolg. Während er nun in die Kinos kommt, wird um seinen neuen Film „Sparta“ heftig debattiert
„Was dein Herz dir sagt“: Lasst uns der Idiotie des Alltags die Stirn bieten
Albert Dupontels Film „Was dein Herz dir sagt“ lässt drei Underdogs gegen das System antreten und folgt dem französischen Rezept der Burleske als Abwehrzauber gegen die Zumutungen des Alltags
Lärm-Diskriminierung: Warum sind die Deutschen so auf Stille erpicht?
Wer in einer Stadt wie Berlin Lärm verursachen darf, spiegelt wider, wer dort erwünscht ist. Wenn Migranten oder vermeintliche Gentrifizierer aus den USA laut sind, findet das kaum jemand akzeptabel
Warum man Apache 207 die Welt gönnen muss
Wer ist Apache 207 wirklich? Eine Doku über den Rapper Volkan Yaman aus Ludwigshafen scheitert daran, ihm in die Seele zu blicken – und ist trotzdem grandios
Leila Slimani: „Ich räche uns alle“
Leila Slimani wurde mit Romanen über die Scheinheiligkeit der Pariser Bourgeoisie zum Weltstar. Jetzt schreibt sie über ihre Familie in Marokko
Krieg und Corona: Beate Tröger präsentiert Gedichtbände zur Frankfurter Buchmesse
Beate Tröger liebt Lyrik: Dieses Mal präsentiert sie Gedichtbände, die vom (unfreiwilligen) Unterwegs- und Daheimsein erzählen, von Tanten und von der Poesie rätoromanischer Wörter
Welt ohne Wachstum: Das Ende des Kapitalismus?
Der Kapitalismus muss weg, schreibt Ulrike Herrmann in ihrem neuen Buch. Ersetzen soll ihn eine Kriegswirtschaft
„Die Erweiterung“: Robert Menasse setzt seine Europa-Trilogie fort
Robert Menasse schreibt weiter am Epos unserer Zeit. Für „Die Hauptstadt“ erhielt er 2017 den Deutschen Buchpreis. „Die Erweiterung“ ist Teil zwei seiner furiosen Romantrilogie – und ein wilder Ritt durch die EU-Institutionen
„153 Formen des Nichtseins“: Radikaler als Annie Ernaux
Slata Roschals Roman „153 Formen des Nichtseins“ ist kluge, unideologische Emanzipationsliteratur – und steht zurecht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises
Traumschön wie im Märchen: Aysegül Celiks Geschichten vom Jesidentum
Was weiß man hierzulande von dem Volk der Jesid*innen? Die türkische Schriftstellerin Aysegül Celik nimmt uns in ihren Geschichten mit –auf ein „Papierschiffchen in der Wüste“
Zucker im Tank: Anleitung für angehende Klimaaktivist*innen
Das Kollektiv Zucker im Tank (ZimT) zählt zur ersten Generation von Klimaaktivist*innen. Wie Aktivismus wirkt, zeigen sie mit dem Buch „Glitzer im Kohlestaub“ und machen mit trotzigem Optimismus Mut
„Ich erinnere mich noch“: Felix Heidenreichs Erinnerungsprosa ist große Literatur
Eine erinnerungsfähige Stimme, die niemals sentimental wird: Felix Heidenreichs Romandebüt „Ich erinnere mich noch“ verdient große Aufmerksamkeit
Lexikon des Luxussparens: Von Epikur über Biosamen bis Dandy
Klar müssen wir uns einschränken. Aber auf alles, was Spaß macht, verzichten? Oder den Alltag nur etwas anders angehen: im Wollanzug durch die Wohnung laufen und weniger heizen und guten Kaffee kaufen, aber nicht so viel ... Unser Lexikon
„Sie und Bob“: In Dänemark haben Helle Helles Bücher Kultstatus
Die Literatur der Dänin Helle Helle liest sich unspektakulär. Und doch entwickeln ihre Romane – sorgsam durchdacht und präzise in der Sprache – einen Sog. In ihrer Heimat ist sie ein Star. Eine Begegnung
Wagners „Ring“ an der Staatsoper Berlin: Grandiose Musik, gescheiterte Inszenierung
Ein Laborunfall: Die Staatsoper in Berlin führt Wagners „Ring“ komplett auf. Während die Musik selten so meisterhaft auf die Bühne kam, enttäuscht die Regie. Schade, denn mit dem „Ring“ kann man großartig vom Weltuntergang erzählen
Jan Faktors „Trottel“ ist für den Deutschen Buchpreis nominiert: Mir ist so anders
Großartig: Lange hat man nichts mehr von dem Tschechen Jan Faktor gehört. Das ändert sich nun schlagartig mit dem fulminant fabulösen Roman „Trottel“
Deutscher Buchpreis 2022: Kanalisierte Gefühle. Alles schwebt im Roman „Nebenan“
Scheu wie ihre Heldin verschwindet die Erzählerin hinter ihren Figuren. Kristine Bilkaus Roman „Nebenan“ steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022
Die deutsche Annie Ernaux? Zu Daniela Dröschers Roman „Lügen über meine Mutter“
Die Meisterin der Klassenliteratur, Annie Ernaux, wurde mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Die Französin ist Vorbild für eine neue Generation deutscher Autorinnen, wie Daniela Dröscher
„Was hast du erwartet, großes Kino und ein Happyend?“ – Literatur aus dem Gastland Spanien
Sprachgewaltig und eloquent beschreiben diese spanischen Autorinnen den Kampf gegen Unterdrückung: Diese Romane der jungen Schriftstellerinnen aus dem Gastland der diesjährigen Buchmesse muss man gelesen haben
„Triangle of Sadness“ von Ruben Östlund: Klassenkampf auf Kreuzfahrt
Champagner, Goldfische im Jacuzzi und #MeToo: Ein Interview mit dem schwedischen Regisseur Ruben Östlund über seinen Film „Triangle of Sadness“ und die Welt der Schönen und Reichen, die sich in Absurditäten immer wieder selbst übertrifft
Theaterfestival „Remmidemmi“ in Heidelberg: Rebellion am Neckar
Zehn Uraufführungen an drei Tagen: Das Theater Heidelberg lotet Möglichkeiten des Widerstands aus. Nicht immer ästhetisch geglückt, aber durchaus imposant