Zwischenspiel in Marseille

Sie waren alle da, von Benjamin bis Hessel: Marseille bewahrt eine der letzten Momentaufnahmen der europäischen Intelligenz vor Auschwitz

Bekannt wie Mickey Mouse

Seit 9/11 ist Osama ein Symbol des Bösen, aber auch eine Karikatur seiner selbst. Erst diese popkulturelle Dimension verleiht seiner Liquidierung den nötigen medialen Glanz

Rezepte sind Mangelware

Endlich ist die Behandlung Abhängiger mit Heroin erlaubt. Aber noch immer gefährden strenge Auflagen die Betroffenen. Ärzte wünschen sich größere Freiheit

Den Kopf verloren

Früher hatten wir Fahrpläne oder Telefonnummern und Geburtstage von Freunden im Kopf. Dann kamen die kleinen digitalen Helfer – seither sind die Daten wie ausgelöscht

Die Mythenmaschine stottert

Ein Aspekt der Guantánamo-Dokumente wurde bislang ignoriert: Sie räumen mit den hartnäckigsten Mythen auf, was die Reichweite und die Fähigkeiten von Al-Qaida betrifft

Der Scheich ist tot

Ob das „Netzwerk der Netzwerke“ den Tod Osama Bin Ladens überlebt, wird sich zeigen, aber Dezentralisierung war schon immer integraler Bestandteil seiner Strategie

Hinter Downunder

Unsere Kolumnistin ist in den neuseeländischen Popkosmos eingetaucht und stellt ihre Fundstücke vor: Anika Moa, Brooke Fraser, Ladi 6 und The Naked and the Famous

Heimatfilm

„Deadly and Brutal“: Die Münchner Pinakothek der Moderne zeigt Plakate aus Ghana, die für die berüchtigten nigerianischen Nollywood-Streifen und US-Actionfilme werben

Mit zitternder Hand das Blatt wenden

Der Staat und islamistischer Terror lähmen die schwache Opposition. Und so ist ein zweites Libyen trotz des erheblichen Reformstaus in Algerien vorerst nicht in Sicht

Kritische Masse

In Café, Bus oder Bahn: Das Leben hat eben die besten Dialoge zu bieten. Immer montags gibt es im Alltag die Ausbeute der vergangenen Woche. Heute: Was man so sagt

Die Stunde der Jäger

Die Entgrenzung aller Maßstäbe wird zur Tugend verklärt, es gilt Auge um Auge, Gewalt gegen Gewalt – die USA haben mit Osama bin Laden den Staatsfeind Nr. 1 verloren

Lutz Herden

Das erschütterte Haus

Eine Familie wird von Rechtsradikalen vertrieben. Kein ­Einzelfall – und langsam begreift die Politik, dass auch der Westen Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt braucht

Mein Lieblingsbuch und ich

Um die "Lust am Lesen" zu wecken, ist Ministerien, Verbänden und Instituten nichts zu kindisch. Magnus Klaue über penetranten Infantilismus in der Literaturpädagogik

Der Krankmacher

Peter Zickenrott verdiente lange Jahre sein Geld als Berater für Armee-Unwillige. Das Ende der Wehrpflicht zwingt ihn nun umzudisponieren

Auf ewig süchtig

Adieu, Laster: Die Tugend hält Einzug in die Literatur. Aber Gregor Hens hält mit seinem großartigen Buch "Nikotin" tapfer dagegen

Die Polen kommen. Und bleiben

Ab Mai können Bürger aus osteuropäischen EU-Staaten in Deutschland ohne Beschränkungen arbeiten. Großbritannien ist für Polen längst ein beliebtes Einwanderungsland

Kategorie Zweitwohnsitz

1981 startete die letzte Volkszählung in der DDR. Der Zensus brachte neue Daten für die SED-Wirtschaftsplaner – und sorgte für Nervosität bei der Staatssicherheit

Und alle haben ein Loch im Kopf

In der Provinz Belutschistan ist eine Nation auf dem Horrortrip der Selbstverleugnung und Selbstzerstörung. Wer im Geruch des Separatismus steht, lebt gefährlich

Wer auch immer

Die Republikaner sortieren sich für die Wahl im November 2012. Michele Bachmann, Mike Huckabee, oder gar Donald Trump? Noch ist Obamas Herausforderer nicht abzusehen

Der Supergendarm macht einfach weiter

Auch Nicolas Sarkozy bleibt – wie das Beispiel Elfenbeinklüste zeigt – dem Paternalismus treu, wie er aus der Afrika-Politik der V. Republik nicht wegzudenken ist

Lutz Herden

Das dörfliche Bierkastenwesen

Am 1. Mai werden junge Leute in Kapuzenpullovern kriegerisch. Doch ihr Ritual des dörflichen Maibaumstehlens zeigt: Sie sind nicht Chaoten, sondern Anti-Chaoten

Kompetent, aber windig

Angela Merkel betreibt Machterhalt auf Kosten des Profils der eigenen Partei. Das wird nicht länger gut gehen. Eine Analyse vier Wochen nach dem Schock von Stuttgart

Irgendwo im Nirgendwo

Nur selten ist ein Lächeln zu sehen auf den Gesichtern der Schauspieler, die Margarita Broich - selbst Schauspielerin - unmittelbar nach ihren Auftritten portraitiert

Versöhnung der Unversöhnlichen

Fatah und Hamas haben sich bis zu Wahlen auf eine Einheitsregierung verständigt. Das Gewicht der Autonomiebewegung gegenüber Israel wird dadurch gestärkt

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