Madame Le Pen kommt voran

Die neue Galionsfigur des Front National (FN) führt in den Umfragen zur Wahl 2012 vor Präsident Sarkozy. Sein Fischen am rechten Rand hat die Rechten salonfähig gemacht

Lutz Herden

Operation Libyen-Sturm

Die Aufstände ringsherum ließen Muammar al-Gaddafi wanken – ihre Folgen könnten ihn retten. Die Arabische Liga wird sich gut überlegen, ob sie eine Luftblockade absegnet

Lutz Herden

Springt der Funke über?

Afrika wäre reif für Umbrüche nach dem Muster der arabischen Aufstände. Das Hindernis? Die ethnischen Zersplitterung, meint Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai

Der Paukenschlag fürs große Geschäft

An der New Yorker Handelsbörse kostet ein Barrel Rohöl derzeit 104 Dollar – der höchste Wert seit 2008. An diesem Preisschub verdient keiner mehr als die Ölkonzerne

Als wäre nichts gewesen

Anstatt Guantánamo wie versprochen zu schließen, schreibt Präsident Obama die Praxis der unbefristeten Internierung fest und ist so nah bei George Bush wie noch nie

Der gefährlichste Job

Im Iran werden Menschenrechtsanwälte inhaftiert, um die Oppositionsbewegung zu schwächen. Shirin Ebadi erinnert an das Schicksal ihrer Kollegin Nasrin Sotoudeh

Weder Kosten noch Opfer gescheut

Ohne den Fernsehsender „Al Djasira“ wären die vom Umbruch erfassten Gesellschaften von Tunesien bis Bahrain kaum aus ihrer fatalistischen Lethargie erwacht

Voll und ganz bei der Sache

Die von den USA gestützte Regierung al-Maliki droht jedem Protest ungerührt mit Gewalt und will Journalisten foltern lassen, sollten sie versuchen, das Regime zu stürzen

Der König steigt vom Thron

Muammar al-Gaddafi rief einst in seiner Heimatstadt Sirrte die Vereinigten Staaten von Afrika aus – ein pan­arabischer Führer wurde zum passionierten Panafrikaner

Lutz Herden

Europas Aschenputtel

Catherine Ashton soll die Stimme der EU zum Aufbruch in Nordafrika sein. Es gibt Gründe, weshalb sie nicht jeder sie hört

Obama und die Büchse der Pandora

Barack Obama besinnt sich auf George Bush und dessen segensreiche Nahostpolitik. Ein "weitergehender Einsatz" der US-Armee gegen Libyen wird herbeigeredet

Lutz Herden

Banger Blick in schwarze Löcher

Zehntausende Iren werden zum Sozialfall und wandern aus. Auch deshalb mussste die bisher regierende Fianna Fáil bei den Parlamentswahlen schwere ­Verluste einstecken

Moment der Wahrheit

Nordafrika ist im Umbruch und Europa ­zittert: Wollen die etwa zu uns? Jetzt ist der Zeitpunkt, die Ära der Heuchelei zu beenden

Stoß ins Herz der Revolution

Eine erneute ausgewachsene Militärintervention in einem arabischen Land scheint plötzlich eine ernstzunehmende Option. Besonders der britische Premier tut sich hervor

Kill the Bill!

Tausende besetzen das Parlament in Wisconsin. Gegen ein Anti-Gewerkschaftsgesetz von Gouverneur Scott Walker wird demonstriert wie einst gegen den Vietnam-Krieg

Der Feind meines Feindes

Venezuela und Kuba zögern, Gaddafi zu verurteilen und mit der Aufstandsbewegung zu sympathisieren. Sein antiimperialistisches Vermächtnis wird nicht vergessen

Aus Fronten werden Grenzen

Wie könnte die Zukunft Libyens aussehen? Gaddafis Staat könnte für längere oder kürzere Zeit gespalten sein, doch auch eine Militärintervention von außen ist denkbar

Laboratorium einer Wende

Die Revolutionstheoretiker Hardt und Negri sehen in den Protesten der arabischen Bevölkerung das Potenzial für eine weltweite Infragestellung der herrschenden Ordnung

Scheusal vom Dienst

Gaddafi soll vor internationale Richter. Ein Indiz dafür, wie das Libyen-Drama genutzt wird, einen Präzedenzfall für das Prinzip der „Schutzverantwortung“ zu schaffen

Lutz Herden

Statt Auge um Auge – Stein um Stein

Einst erschlug der Hutu Charles Mugabanake die halbe Familie seines Nachbarn, des Tutsi Steven Gahigi. Heute haben sich die beiden versöhnt. Wie ist so etwas möglich?

Zeit für das einst Unvorstellbare

Da der amerikanische Zentralstaat selbst klamm ist und in diesem Jahr nichts mehr zuschießen kann, stehen etliche Bundesstaaten finanziell vor dem Bankrott

Im Reich der Mittelschicht

Die Altstadtviertel Pekings sollen abgerissen ­werden. Bisher war Widerstand dagegen zwecklos. Aber jetzt rebellieren Chinas Aufsteiger

„Nun sind wir Revolutionäre“

Benghazi soll völlig dem Einfluss des Gaddafi-Clans entzogen sein. Verlässliche Informationen sind zwar rar, Momentaufnahmen dieses Aufstandes aber sehr wohl möglich

Von der zweiten zur dritten Revolution

Die Regierung Bouteflika büßt für ihre wohlfeilen Kompromisse mit den Islamisten, für sozialen Notstand und Bildungsmisere - aber noch kann sie die Proteste eindämmen

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