Der Lieblingsfeind
Jens Weidmann ist seit einem Jahr Bundesbankpräsident. Er warnt vor Auswüchsen der Euro-Rettung, gestaltet die aber mit
Das Handy hilft
Wer angegriffen wird, verschickt blitzschnell seine GPS-Daten: Indische Frauen wehren sich mit Apps wie "Fight Back" und interaktiven Karten wie "Harassmap" gegen Gewalt
Ein edler Landstreicher
In den Romanen von Patrick Leigh Fermor werden Landschaften zu Kunstwerken – und der Leser zu dem, der er war, als er mit der Taschenlampe unter der Bettdecke hantierte
Auf der Flucht
Die Flucht des Anwalts Chen Guancheng aus seinem Hausarrest ist peinlich für die Regierung in Peking. Es ist nicht die einzige politische Affäre mit der sie derzeit kämpft
Der 1. Mai und die Frage: „Wogegen willst du manifestierön?“
Warum gehen junge Leute am 1. Mai Steine werfen? Und warum lassen sie es irgendwann sein? Eine Erinnerung
Es geht immer noch billiger
So altbacken Aldi auch wirkt, mit dem rüden Umgang mit seinen Mitarbeitern liegt der Discounterriese im Trend. Ein Kommentar zum 1. Mai
Bedient euch!
In Café, Bus oder Bahn: Das Leben hat eben die besten Dialoge zu bieten. Im Alltag gibt es montags die Ausbeute der vergangenen Woche. Heute: Einfach mitnehmen
Die Kreatur unterm Hammer
Zwei Jahre nach der Ölpest geht es ans Eingemachte: Was kostet das Leben eines schwimmenden Säugetiers – und wie viele stehen auf der Rechnung?
Der Andersmacher
Die Avantgarde lebt: Man weiß über den Autor Francis Nenik nur wenig - und nun tritt er mit "XO" hervor, einem Roman, der als Sammlung loser Blätter daherkommt
Das Kümmer-Prinzip
Rot-Grün hat in NRW gezeigt, was sorgende Politik sein kann. Das ist gut. Aber noch nicht hinreichend
So weit samma scho
Der Vom Von in Verständnisnöten: Der Münchner "Polizeiruf: Schuld" führt Meuffels (Matthias Brandt) in oldschool Dorfhändel, bei denen Dialekt zum Einsatz kommt
Auf dem Weg zur Maximaldemokratie
Die Piratenpartei genießt keinen Welpenschutz mehr. Trotzdem: Auf dem Parteitag in Neumünster bleibt sie ihrer politischen Linie treu. Nämlich keine zu haben
Lektüre für Berlinhasser
Leander Sukovs Monolog „Warten auf Ahab“ ist wuchtig, defätistisch und sehr erotisch – damit scheint der Roman aus der Zeit gefallen zu sein
Ins Netz gegangen
Angelo Depoliti ist der letzte Schleppnetzfischer auf der Insel Giglio – die EU will das Fangverhalten stärker kontrollieren, sein Abschied bedeutet das Ende einer Ära
Erfolg den Hütten
Vor 30 Jahren begann der Konflikt um die Hamburger Hafenstraße, der eine ganze Stadt polarisierte. Am Ende musste der Senat den Besetzern die umkämpften Häuser überlassen
Krieg als vermeidbares Unglück
Juliane Wetzel hat Günter Grass im Freitag vorgeworfen, er bediene antijüdische Klischees. Andere haben kritisiert, Grass spiele mit Tabus. Daniela Dahn zieht nun Bilanz
Du sollst draußen bleiben
In Frankfurt an der Oder müssen im Herbst zwei First-Solar-Werke schließen. Als Betriebsrat Sven Hennig dagegen protestieren will, landet er auf der Straße
Mein Alias und ich
Wer sich unter Pseudonym durchs Internet bewegt, schützt sich vor Überwachung. Oder garantiert nur der Klarname Sicherheit? Erkundungen in einer Debatte
Ganz tief abgetaucht
Wo steckte das Treibhausgas CO2 während der letzten Eiszeit? Forscher bohren nach und werden im Ozean fündig
Gefiederte Freunde
Warum Briten beim Birdwatching alles vergessen, im Ruhrgebiet Tauben eine besondere Bedeutung haben und selbst die Kanzlerin die Nähe zu Vögeln sucht: Lexikon der Woche
Kapitalverbrechen Majestätsbeleidigung
Regierung und Armee halten am härteste Lèse-Majesté-Gesetz der Welt fest, das eine Höchststrafe von 15 Jahren erlaubt. Dagegen regt sich vor allem akademischer Widerstand
Elf Millionen Demokratien
Bei der anstehenden Wahl am 6. Mai dürften die Volksparteien ihr Volk verlieren. Das Votum kann zu einem politischen Erdrutsch führen. Doch sicher ist das keineswegs
Kinder, Kinder
Der Dramatiker David Chotjewitz inszeniert in seinem Stück der „Narziss und die Revolution“ Fragmente aus seiner eigenen Kindheit. Unverständnis ist dabei die Intention
Ist ein teuerer Bordeaux sein Geld wert?
Mit dem Genusswert eines Bordeaux hat der Preis nicht unbedingt was zu tun, meint der Trinker. Man zahlt vor allem fürs Prestige. Global Player haben den Markt verändert