Astronomie von unten
Immer mehr Forscher laden Rentner, Lehrer und Studenten auf Webseiten ein, ihnen bei der Arbeit zu helfen. Charles Darwin machte das auch so – damals per Post
Der arme, arme Prinz
Märchen werden uns heute von der Boulevardpresse erzählt. In den Geschichten war die Rolle des Bemitleidenswerten zuletzt vakant: Nun wurde Prinz Harry dafür gefunden
Raus aus dem Winterschlaf
Ein halbes Jahr nach ihrem Entstehen fehlt der Bewegung der Zulauf. Das wollen die Aktivisten in den kommenden Monaten ändern
Im Kopf des Muttersöhnchens
Barbara Frey inszeniert Shakespeares Richard III. im Schauspielhaus Zürich. Michael Maertens ist in der Hauptrolle so brillant, dass er besser alleine gespielt hätte
Der Anti-Kubrick
Andrej Tarkovskij zeigt 1972 in Cannes „Solaris“ und besticht durch exzessive Bildsprache. 1984 verlässt der Regisseur die Sowjetunion, ohne im Westen je anzukommen
Warum gibt es zu Ostern Lamm?
Weil das Lamm ein uraltes Opfertier und Symbol der Auferstehung ist. Aber wie bereitet man es zu? Unser Kolumnist legt die Keule in den Schmortopf, auf ein Gemüsebett
Zurück in die Mitte
Nach seinem Rechtsruck in den vergangenen Monaten muss Mitt Romney nun die Wähler davon überzeugen, dass er so extrem nicht ist. Sonst hat er gegen Obama keine Chance
De Gaulle mit Hammer und Sichel
François Hollande, Präsidentenbewerber der Sozialisten, trifft auf unerwartete Konkurrenz von links. Jean-Luc Mélenchon etabliert sich als ernstzunehmender Widersacher
Brücken zum Bosporus
Die junge türkische Literatur hat alle blumige Rhetorik abgelegt und ist wie das Land moderner und bewegter geworden – Nun gelangt sie dank des Binooki-Verlages zu uns
Von wegen Mufuti
Zwischen Osten und Westen herrschte in Designfragen ein reger Austausch. Beide Länder waren sich ähnlicher, als man denkt. Alltags- und Designobjekte von hüben und drüben
Mehr Störche als Einwohner
Dubrava ist ein sterbendes Dorf in der Region Kaliningrad. Doch es klammert sich zäh und hoffnungsvoll ans Leben, auch wenn es so gut wie keine Bauern mehr gibt
Freunde bleiben?
Macht das Netz Trennungen komplizierter? Man sollte jedenfalls nicht versuchen, aus dem, was der Ex bei Facebook postet, ein Bild seines neuen Lebens zusammenzuschustern
Die unbekannte Zeichnerin
In Berlin wird das Lebenswerk der nahezu vergessenen Dörte Clara Wolff gezeigt, die in den 20 Jahren für das „Illustrierte Wochenblatt für Humor und Satire“ zeichnete
Ihr Platz
Dina Abouelsoud betreibt ein Hostel. Ihr Traum. Es steht nahe des Tahrir-Platzes in Kairo. "Der Ort hat mich gefunden", sagt sie. Von einem freien Ägypten träumt sie noch
Stille Kunst-Kollaborateure
Wie formt man aus elfeinhalb Tonnen Kunststoffharz eine Skulptur? Künstler wie Rachel Whiteread brauchen Kunsthandwerker. Vier von Ihnen erzählen von ihrer Arbeit
Aller Gefahr zum Trotz
Bei aller äußeren Bedrohung scheint die Führung des Iran derzeit kaum handlungsfähig zu sein. Besonders die Fraktionen der Konservativen intrigieren gegeneinander
Offener Himmel
Für Luftangriffe auf iranische Atomanlagen würden regionale Partner gebraucht oder zumindest Staaten wie Saudi-Arabien oder Aserbaidschan, die Überflugrechte gewähren
Frau von Allerwelt
Oscar-Preisträgerin Halle Berry wirbt für Schuhe von Deichmann. Blöd nur: Liegen Marke und eingekaufter Star imagemäßig zu weit auseinander, wirkt es schnell lächerlich
Keine einzige Schlacht
Am 6. April 1992, auf den Tag genau 51 Jahre, nachdem Jugoslawien von Hitlers Wehrmacht angegriffen wurde, schloss die bosnisch-serbische Armee den Ring um Sarajewo
Streit um Gottes Willen
Der reaktionäre Bischof Walter Mixa ist längst fort. Doch in Augsburg hat der Streit um ihn brave Kirchgänger zu Wutbürgern gemacht – wohl für immer
Der ewige Vagabund
Günter Herburger wurde berühmt als Kinderbuchautor, gehasst als DKP-Mitglied, er schrieb Lyrik, die seine Prosa spiegelt und Romane übers Laufen. Am 6. April wird er 80
Eigentlich ein netter Mensch
Kristopher Schau ist Komiker und gilt als Enfant terrible. Nun soll er für das norwegische „Morgenbladet“ den Breivik-Prozess beobachten
Star und Wars
George Clooney finanziert die Satellitenüberwachung der sudanesischen Armee. Und obwohl sein Team weit weg sitzt, greift es auch ein – Neuland für Menschenrechtler
Günter Grass als Mephisto
Die überwältigende Kritik am Nobelpreisträger und seinem Gedicht zum Atomkonflikt zeigt: Er könnte doch noch zur Kraft werden, die das Gute schafft