Buch
Spannende Neuerscheinungen, zeitlose Klassiker und persönliche Empfehlungen: Unsere Buchbesprechungen verraten Ihnen, welche Bestseller sich wirklich zu lesen lohnen – und von welcher Miniauflage Sie sich direkt einen Band ins Regal stellen sollten
Der It-Man der Wiener Kulturszene
Joachim Lottman dreht in „Endlich Kokain“ dem Medienbetrieb die Nase und macht sich ein gar schönes Leben
Sarrazin, Gelaber und Sex
Der Musikjournalist Marcus Staiger hat mit „Die Hoffnung ist ein Hundesohn“ eine klasse Kolportage geschrieben
Vom Eigensinn der Konsonanten
Mela Meierhans hat ihre "Jenseitstrilogie" abgeschlossen. Teil III stellt ein jüdisches Trauerritual dar und ist ein Requiem für die englische Lyrikerin Anne Blonstein
Verbunden im Zweifel
Stephan Reinhardt über die Freundschaft zwischen Max Frisch und Alfred Andersch
Niemals ganz Herr von sich selbst
Literaturprofessor Erhard Schütz über Kindheitshelden, Väter der alten BRD und das Paradie
Pleitier zu sein, puh!
Uwe Hübner ist wahrlich kein Vielschreiber, aber nun ist sein zweiter Band da. Zu Unrecht ist er bisher wenig beachtet worden
Es fing mit einer Lüge an
Jochen Rausch schreibt in „Krieg“ über einen Vater, der den Sohn verliert
Weiberwirtschaft
Seit 25 Jahren verlegt Else Laudan die Frauenkrimis bei Ariadne – Feminismus und Spannung? Laudan zeigt, dass das geht
Passt in keine Kategorie
Sie wurde von der „Times“ zur führenden Schriftstellerin des Millenniums gekürt: Patrícia Melos Krimis sind Lesarten der Wirklichkeit
Die Affäre Nola Kellergan
Jöel Dicker ist Schweizer, 28 Jahre, Jurist und plötzlich Starautor
Mittendrin aufhören
Édouard Levé ist es gelungen, eine absolut moderne Autobiografie zu schreiben. Der Preis ist hoch
White Trash County Boys
Brutal lustig oder brutal langweilig? Frank Bills Romandebüt „Der Geschmack der Gewalt“ endet auf einem Volksfest
Marlowes Schwester
Endlich ein neuer Roman von Thomas Pynchon: Eine Detektivin ermittelt in New York
Wu Ming ist viele
Ein linkes Autorenkollektiv aus Italien schreibt ausgerechnet mit historischen Romanen gegen die Utopielosigkeit der Gegenwart an
Engel in der Verweishölle
Die Kultur des Narzissmus: Bücher von den Pop-Veteranen Susan Sontag, Thomas Meinecke und Detlef Kuhlbrodt
62 Jahre auf 40 Seiten verdichtet
Ein Präparator und eine ehemalige "FAZ"-Ikone schreiben hochinteressant über ihr Leben. Ein Landwirtschaftsfunktionär schreibt über die Kartoffel
Er mag mich
Rostock ist da, wo Plautze Bukoff und Frau König über Beiläufigkeiten reden, die nichts mit dem Fall, aber alles mit den Figuren zu tun haben: "Zwischen den Welten"
Liebe, kluge Schlitzohren
Der Tierjournalist Cord Riechelmann gibt in der von Judith Schalansky herausgegebenen Reihe „Naturkunden“ eine Liebeserklärung an die seltsam sympathischen Krähen ab
Mord und Vorurteil
P. D. James ist Baroness of Holland Park und 92 Jahre alt. Mit „Der Tod kommt nach Pemberley“ wird sie endgültig zu einer britischen Institution
Eine Unterart von Gerümpel
Steffen Popp wird zu Recht hoch gelobt: Sein neuer Band fördert das fröhliche Verirren in der Sprache
Wie politisch seid ihr?
Große Begriffe wie Revolte, Markt und Kapitalismus drängen zurück in die Romane. Viele Autoren suchen längst nach der richtigen Form für unsere krisenhafte Gegenwart
Das Reden der Anderen
Eva Menasse erzählt in „Quasikristalle“ die Biografie einer Frau aus 13 Perspektiven. Also linsen wir auf ihren Balkon und begleiten sie ins Hotel. Aber etwas fehlt da
In der Nähe von Paris
„Ein Sonntag auf dem Lande“ von Pierre Bost wird neu aufgelegt. Zu entdecken ist eine feinsinnige Erzählung, die sich an Anton Tschechow messen kann
Fast wie die Wirklichkeit
Dominique Manottis Krimis sezieren die korrupten Beziehungen zwischen Wirtschaft und Politik