Deutschland
Eine Republik des Bundes
Im Streit über die Corona-Maßnahmen wird der Föderalismus herausgefordert. Und mit ihm das Grundgesetz
Ein Spitzel unter Linken
Jahrelang spähte Mark Kennedy Westeuropas linke Szene aus. Das beschäftigt nun ein Gericht in Schwerin
1941: Die Killer kommen
Der NS-Staat rüstet zum Überfall auf die UdSSR. Nicht nur die Aggression an sich, auch die wirtschaftliche Ausbeutung zu erobernder Gebiete ist minutiös durchgeplant
„Ohne Recht gibt es kein Eigentum“
Katharina Pistor weiß, wie Anwälte die Reichen reicher machen. Sie unterrichtet Jura-Studierende
Statistisch aufgerüstet
Mit dem „Zwei-Prozent-Ziel“ der NATO versuchen Rüstungsbefürworter Militärausgaben herunterzuspielen. Die Friedensbewegung sollte besser von der Rüstungsquote sprechen
Sorge, Staat, sorge!
Deutschland taumelt in die dritte Welle, manche sprechen von Staatsversagen. Aber die Misere reicht tiefer: 30 Jahre Neoliberalismus verhindern vorausschauende Politik
Ein historischer Streik
40.000 Amazon-Beschäftigte legten in Italien die Arbeit nieder. Was deutsche Gewerkschaften daraus lernen können, erklärt der Soziologe Francesco Massimo
„Demokratie ist mühevoll“
Die Deutschen werden nicht gleich wieder zu Faschisten, nur weil man ihnen etwas abverlangt, sagt die Historikerin Hedwig Richter
1917: Gegen jeden Krieg
Jeannette Rankin aus Montana wird als erste Frau in den US-Kongress gewählt und sorgt für Aufsehen: Sie lehnt den Eintritt ihres Landes in den Ersten Weltkrieg ab
Das Schweigen der Nazi-Enkel
Zwei Menschen mit Migrationshintergrund haben die Debatte um die deutsche Schuld neu lanciert. Einigen passt das nicht
Das Armutszeugnis der Covid-Krise
Die Briten wissen, dass Geringverdiener ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. In Deutschland ahnt man das meist nur
Vertreibt die Deutschtümelei
Wer Versöhnung will, sollte sich nicht vom „Bund der Vertriebenen“ und seinen Positionen dominieren lassen
Schwester Heuschrecke
Megadeals mit Rehakliniken, Fusionen von Heimbetreibern: Private Fonds mischen den Pflegemarkt auf – zum Schaden von Patienten und Beschäftigten
Folgt der Spur des Geldes
Viele deutsche Unternehmen haben vom Nationalsozialismus profitiert. Eine Vermögenssteuer würde dieses Problem eher beheben als immer neue „Enthüllungen“
Dinçer Güçyeter: Aus Glut geschnitzt
Seinen Verlag ELIF finanzierte Dinçer Güçyeter als Gabelstaplerfahrer quer. Er dichtet, schreibt fürs Theater und bekocht seine Autoren. 2023 gewinnt er den Preis der Leipziger Buchmesse
Er suchte die Freiheit
Wolfgang Haugs Biografie des Schriftstellers Theodor Plievier ist ein beeindruckendes Zeugnis antiautoritären Denkens
„Der Frauenstreik tut uns gut“
Petra Zahradka ist Feinmechanikerin bei Jenoptik und Gewerkschafterin, obwohl sie 1993 einmal im Zorn austrat
1991: Last des Augenblicks
Der Oberste Sowjet ratifiziert die Verträge zum Ende der DDR. Deutschlandexperte Falin verzichtet auf einen Einspruch, um Michail Gorbatschow nicht weiter zu schwächen
1926: Reaktionär Hitler
Auf der „Bamberger Tagung“ kommt es zu einer Machtprobe zwischen dem Nord- und dem Südflügel der NSDAP. Das Ergebnis ist eine Kapitalismus-ergebene Nazi-Partei
Minimalstandards? Zu teuer!
Deutsche Firmen sollten für die Zustände haften, von denen sie profitieren. Doch das wollen sie nicht
Wo liegt Amazons Grenze?
Jeff Bezos tritt als CEO ab, sein Konzern wächst weiter. Doch das Imperium zeigt erste Risse
Dimitris Koufontinas droht zu sterben
Der autoritäre Kurs der Regierung beschleunigt sich und geht weit über Corona-Maßnahmen hinaus. Jüngstes Beispiel ist die Willkür gegen einen Inhaftierten im Hungerstreik
Dichter und Fürst
Sigrid Damm beschreibt die Höhen und Tiefen der Freundschaft von Goethe und Carl August
Die DDR-Kirche hat es gar nicht gegeben
Vor dreißig Jahren tagte in Berlin zum letzten mal die Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen. Über ihre Rolle ist heute wenig bekannt