Deutschland

Von allen guten Brüdern verlassen

Das Ende eines lange Zeit als unzerstörbar apostrophierten Bundes: Fast beiläufig wurde die DDR von der Sowjetunion ­abgeschoben – in die ­deutsche Einheit

Lutz Herden

Schluss mit „Ja, aber“

Die Stiftung Vertreibung hat ihre Arbeit aufgenommen, doch vieles ist ungeklärt: Vor allem muss die deutsche Verantwortung für Flucht und Vertreibung klar benannt werden

Die letzte Schlacht im Gropius-Bau

"60 Jahre, 60 Werke“ war der vorerst letzte Versuch, den ästhetischen Kanon West zu retten. Systemtreue der Kuratoren hat linksrheinisch schon seit den 70ern Tradition

So voller Segen

Navid Kermani hat den Hessischen Kulturpreis aberkannt bekommen. Das ist keine Privatsache vernagelter Kirchenmänner, sondern ein Schlag für den interreligiösen Dialog

Beim Geld abheben – erschossen?

Die Commerzbank weiß, wie sie durch die Wirtschaftskrise kommen will: Sie setzt auf militärische Stärke. Die Idee kommt von einem engen Berater der Kanzlerin

"Sind kein Anhängsel der Union"

Auf einem Parteitag in Hannover starten die Liberalen in den Bundestagswahlkampf. Ein Gespräch mit FDP-Vize Cornelia Pieper über Kapitalismus, Krise und Koalitionen

Schuld ohne Sühne

Der frühere KZ-Aufseher John Demjanjuk hat vor Gericht wieder eine Niederlage erlitten. Zur skandalösen Verschleppung seiner Auslieferung ein Kommentar von Rudolf Walther

Deutsch-deutsche Dämonen

20 Jahre nach ihrem Ende hat der Westen die DDR immer noch nicht verstanden. Gedanken von "Freitag"-Mitherausgeber Friedrich Schorlemmer

Operation Mythos

Herfried Münkler erliegt in seinem neuen Buch der zwiespältigen Kraft der deutschen Mythen

Krisenkiller Ökologie

Wieder einmal wird der Klimaschutz wegen der Wirtschaftsflaute zur Randexistenz verdammt. Dabei sorgen erneuerbare Energien heute mehr denn je für Arbeitsplätze

"Es geht uns um die Freiheit"

Nicht nur in Schweden, auch in Deutschland gibt es eine Piratenpartei. Im Gespräch erklärt Jens Seipenbusch, zweiter Vorsitzender, warum er ein anderes Urheberrecht will

Rot-rote Reformen für die "gute Gesellschaft"

Die Freitag-Debatte zur Zukunft der Linken: Björn Böhning (SPD) und Halina Wawzyniak (Linkspartei) fordern, dass sich die Linke offensiv zu ihren Werten bekennen muss

Heiße Luft und ein paar Fortschritte

Die Sozialdemokraten Nahles und Cruddas nehmen Abschied vom Projekt "Neue Mitte". Warum aber erst jetzt und warum nicht konsequenter?, fragt WASG-Mitgründer Ralf Krämer

Wo beginnt die Gewalt?

Viele Haftanstalten werden teilprivatisiert, doch es ist strittig, ob dabei in die Grundrechte der Gefangenen eingegriffen wird. Eine öffentliche Debatte gibt es nicht

Zeit zum Handeln

Der Streit um die Mitgliedschaft von Rolf Stolz droht den Kölner Schriftstellerverband zu zerreißen: Warum wird der als rechts kritisierte Autor nicht ausgeschlossen?

Zuviel Angst und Stillstand vor dem Sturm

Absichtserklärungen, Formelkompromisse, Versprechen - das reicht nicht. Dem Schlamassel einer großen Weltdepression wurde in London zu wenig entgegengesetzt

Unliebsame Konkurrenz

Die Wirtschaft hat sei jeher Widerstand gegen staatliche Betriebe 
geleistet. Die Arbeiter hofften dagegen stets auf eine Sozialisierung der Schlüsselindustrien

Die Angst der Kleinbürger

Eine rechte Kleinpartei veröffentlicht einen antiislamischen Film. So soll an die Erfolge eines niederländischen Rechtspopulisten angeknüpft werden

Auf Augenhöhe

Kurz vor dem G20-Gipfel treffen sich Angela Merkel und Dmitri Medwedjew in Berlin, um trotz aller Differenzen nach mehr Konsens bei der Krisenbewältigung zu suchen

Lutz Herden

Raus auf die Straße

Von Löwen und Antilopen: Demonstrationen waren in der deutschen Nachkriegsgeschichte dann erfolgreich, wenn sie auch die Parteienlandschaft verändert haben

Michael Jäger

Kein Regime währt ewig

Wenn die Devisenmärkte nicht endlich reguliert werden, hilft alles nichts. Die Weltwirtschaft braucht ein neues Bretton Woods. Teil 2 der Serie zum G20-Gipfel

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