Menschenrechte
"Wer schweigt, ist unregierbar"
Zehntausende Mexikaner gehen für ein Ende des Anti-Drogen-Kriegs auf die Straße, der die Zivilbevölkerung terrorisiert und die Gewalt verschärft, anstatt sie einzudämmen
"Jetzt droht Psychiatrisierung"
Der Justizexperte der Linksfraktion Wolfgang Neskovic zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sicherungsverwahrung
Mit zitternder Hand das Blatt wenden
Der Staat und islamistischer Terror lähmen die schwache Opposition. Und so ist ein zweites Libyen trotz des erheblichen Reformstaus in Algerien vorerst nicht in Sicht
Auch China wird sich ändern
Der Künstler Ai Weiwei ist verschwunden. Peking kann nicht an seiner Praxis der Repression festhalten. Die EU muss Wen Jiabao zu menschenrechtlichen Reformen drängen
Springt der Funke über?
Afrika wäre reif für Umbrüche nach dem Muster der arabischen Aufstände. Das Hindernis? Die ethnischen Zersplitterung, meint Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai
Der gefährlichste Job
Im Iran werden Menschenrechtsanwälte inhaftiert, um die Oppositionsbewegung zu schwächen. Shirin Ebadi erinnert an das Schicksal ihrer Kollegin Nasrin Sotoudeh
Moment der Wahrheit
Nordafrika ist im Umbruch und Europa zittert: Wollen die etwa zu uns? Jetzt ist der Zeitpunkt, die Ära der Heuchelei zu beenden
Die aggressive Festung
Der Umgang mit den Flüchtlingen im Mittelmeer zeigt: Die moralischen Grenzen der EU sind schnell erreicht
Im Zweifel gegen die Freiheit
Barack Obamas Reaktion auf die Proteste in der arabischen Welt zeigt, welch taktisches Verhältnis Administrationen in Washington gegenüber den Menschenrechten pflegen
Vielleicht geht’s auch ohne Präsident
Die Tunesier diskutieren über eine neue Verfassung – und könnten damit für Nordafrika wie für Europa zum Vorbild werden
Al Qaida in den Köpfen
Auch das autokratische Regime von Präsident Saleh wackelt. Überfluss gibt es nur an einem: an den Gründen für die Unzufriedenheit
TV-Soap mit Folterszenen
Durch Wikileaks veröffentlichte Depeschen aus der US-Botschaft in Kairo vermitteln das Bild eines einst allmächtigen, jetzt völlig aus dem Ruder laufenden Polizeistaates
Der höfliche Mr. Hu
Die Amerikaner halten unbeirrt an ihren chinesischen Geschäftsfreunden fest, weil die ihnen höchst interessiert dabei helfen, einen Staatsbankrott abzuwenden
Entflammte Straßen
Die soziale Verzweiflung im Maghreb hat ein solches Ausmaß erreicht, dass Regierungen und Ordnungskräfte kaum mehr imstande sind, den Auruhr einzudämmen
Der Mythos des liberalen Interventionismus
Besser spät als nie: Den westlichen Eliten dämmert elf Jahre nach dem NATO-Überfall auf Jugoslawien im März 1999, dass dieser ebenso falsch war wie die Irak-Invasion
Appell gegen die Kriminalisierung von Wikileaks
Der Freitag, die tageszeitung, Frankfurter Rundschau, Perlentaucher, ECCHR, Der Tagesspiegel und Berliner Zeitung veröffentlichen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks
Niemand weiß Genaues
In Peking soll angeblich mit einem Konfuzius-Preis auf den Friedensnobelpreis für den Dissidenten Liu Xiaobo reagiert werden, doch richtig eingeweiht scheint niemand
„Ausschaffung“ soll sich lohnen
Ein Referendum wird über den Rauswurf straffälliger Ausländer entscheiden und den Spielraum für Härtefälle abschaffen
Keine gut geölte Maschine
Der vor 15 Jahren, am 4. November 1995, ermordete Premier Yitzhak Rabin hinterließ ein Vermächtnis, dem nachfolgende Regierungen nie wirklich gerecht wurden
Angriff auf die Hackerromantik
Die Site der NGO "Survival", die ein Foltervideo online stellte, ist für Stunden zusammengebrochen. Die NGO spricht von Cyberterror. Steckt eine Regierung dahinter?
Vor den Toren des Schlachthofs
Der grüne Konsumismus appelliert an die falschen Werte - und schmälert so die Erfolgsaussichten künftiger Kampagnen für ein besseres Leben
Keine Entlastung nirgends
Die 400.000 von Wikileaks veröffentlichten Kriegsprotokolle verurteilen die USA zur Verurteilung ihrer eigenen oder der geduldeten Kriegsverbrechen
Guten Morgen, du wiederkehrender Alptraum
Die Gegenwartsliteratur Argentiniens neigt eher zu Franz Kafka als zu James Joyce
Bevor der erste Schuss fällt
Die außen- und sicherheitspolitische Identität Deutschlands wird seit der Zäsur von 1990 durch die Teilnahme an Weltordnungskriegen geprägt