Ruhrgebiet
1915: Unter der Gummiknute
Um die deutsche Kriegsproduktion zu sichern, werden jüdische Migranten aus Osteuropa rekrutiert. Viele müssen, attackiert und schikaniert, im Ruhrbergbau schuften
Das war der Deal
Nostalgisch wurde bei der Schließung der Zeche in Bottrop an die Hochzeit der Kumpel erinnert. Es war auch die Ära der Hausfrauen
Kohlekumpel und Slumbewohnerin
Der Ruf nach „gerechten Übergängen“ bei fossilen Arbeitsplätzen darf nicht zum Feigenblatt für lasche Klimaschutzpolitik werden
Bloß nicht Köln-Buchheim
Lehrermangel, welcher Lehrermangel? Bürgerliche Schulen sind bei Pädagoginnen beliebt
1973: Auto muss sein
Das WDR-Dokumentarspiel „Smog“ simuliert eine Umweltkatastrophe im Ruhrgebiet mit desaströsen Folgen. Autor Wolfgang Menge ist damit der Geschichte weit voraus
Grüner wird’s
In Groningen machte es ein Politiker 1977 vor. Jetzt zeigt auch das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt: Wer den Radumbau will, darf harte Debatten nicht fürchten
Der Proll im Visier
Jedes Wort ein Schlag: Der Ruhrgebiet-Poet Urs Böke probt mit seinen neuen Gedichten die Attacke
Dortmund hart
Die Nordstadt der Ruhrmetropole ist das Armenviertel des Landes. Wer den Aufstieg schafft, zieht weg. Politik und Polizei sind auf dem Rückzug
Es wird wieder gegrummelt
Auf dem Partei-Kongress in Essen ist der Unmut über Angela Merkel noch immer spürbar. Wann ist das Ende ihrer Ära erreicht?
Der schreibende Nachtportier
Wolfgang Welt war Zeit seines Lebens ein Geheimtipp – aber irgendwie auch eine Legende. Nun ist er gestorben
Die Möglichkeit eines Sees
Das Sterben der großen Zechen macht den Menschen im Ruhrgebiet seit Jahrzehnten zu schaffen
Warum verliert man?
SPD und CDU reflektieren ihr Ergebnis bei den Wahlen in der Hansestadt. Und ziehen dabei nicht zwingend die richtigen Schlussfolgerungen
Eigentlich ganz nette Jungs
Der Dinslakener Stadtteil Lohberg gilt als Hochburg der deutschen Dschihadistenszene. Warum wurden dort junge Männer zu Gotteskriegern?
Neonazis rufen zur Jagd auf Journalisten
Dortmunder Rechtsextreme haben im Netz gefälschte Todesanzeigen mit Namen kritischer Journalisten veröffentlicht. Doch die Morddrohungen wirken anders als beabsichtigt
Was genau ist Industriekultur?
Massive Attack klang immer schon wie der Soundtrack zum Ende der Stahlwerke: Gute Idee also, sie nach Duisburg einzuladen
In der stillgelegten Kathedrale der Arbeit
Brigitte Kraemer hat zwischen Autowerkstätten und in Schlachthöfen religiöse Rituale im Ruhrgebiet fotografiert. Ihre Fotos erzählen auch etwas über die Verweltlichung
Was früher alles besser war
Nostalgie bedeutet nicht nur Realitätsflucht. Denn manchmal hilft auch ein milder Blick zurück, um schärfer nach vorn schauen zu können. Eine kleine, wehmütige Liste
Aufbau West
Die Bürgermeister der hochverschuldeten Städte im Ruhrgebiet wollen nicht länger für den Solidarpakt an die neuen Bundesländer zahlen
Die dicke Berta
Vor 200 Jahren gründet Friedrich Krupp eine Gussstahlfabrik, die erst am Rand des Bankrotts steht, dann zur Erstausstattung einer Waffenschmiede von Weltgeltung wird
Tödlicher Metropolen-Traum
21 Menschen starben in Duisburg auf dem Techno-Fest. Der Druck aus dem Revier auf die Stadt, die Parade auszurichten, war enorm
Firmenland in Arbeiterhand
Vor 25 Jahren hielt die Belegschaft der Firma Mönninghoff in Hattingen nicht nur den Betrieb besetzt, sondern führte die Produktion in eigener Regie fort
Jeder ist spielbar
Der Kabarettist Uwe Lyko über Helmut Schmidt, die SPD als Trauerspiel und die Zukunft des politischen Kabaretts
Vorrevolutionäre Zustände
Vor 20 Jahren begann in Rheinhausen der wohl längste und härteste Arbeitskampf in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands
Von Helden zu Geistern
Michael Glawogger wollte in "Workingman´s Death" körperliche Arbeit sichtbar machen, statt über sie zu reden