Vereinigtes Königreich
Europäische Insel
Auch wenn das Kabinett Cameron auf Distanz zum Kontinent bleibt, wird es die Verhältnisse auf der Insel unweigerlich auf eine Europäisierung zuschneiden müssen
Ganz nach Obamas Geschmack
Schon die britischen Wahlen selbst bekamen in den USA viel Aufmerksamkeit. Mit Gordon Brown ist der US-Präsident nie warm geworden, mit David Cameron scheint es umgekehrt
Schaulauf um die Labour-Spitze
Außenminister David Miliband und Erziehungsminister Ed Balls empfehlen sich als aussichtsreiche Bewerber, um den Parteivorsitz von Gordon Brown zu übernehmen
Waterloo fürs Mehrheitswahlrecht
Die britische Wählerschaft hat gesprochen, doch sie hat sich an ihren eigenen Worten heftig verschluckt. Es wird keine Partei allein regieren können
Nie mehr allein
Keine Kommune – und trotzdem eine Gemeinschaft. Im britischen Springhill experimentieren Familien, Paare und Alleinstehende mit einer neuen Form des Zusammenlebens
Das Kreuz hinter Fragezeichen
Die Unterhauswahl ist von Krise und Parteienfrust überschattet. Es fiel den Tories zuweilen leicht, Labour links zu überholen. Einen klaren Triumph garantiert das nicht
Das argentinische Muster
Griechenland könnte nicht nur aus der Eurozone ausscheren, sondern auch die Rückzahlung der Staatsschulden einstellen, wie das die Regierung in Buenos Aires 2001 tat
Alle lügen, nur ich nicht
Korruption, Gedächtnisschwund, Sexgeschichten – warum stehen dadurch gerade jetzt altgediente Versöhnungs-Politiker und Anhänger des Karfreitagsabkommens unter Druck?
Zahlen aus dem Dunkeln
Angeblich leidet jeder vierte Brite einmal im Leben an psychischen Problemen wie Depressionen. Doch woher kommt diese hohe Zahl?
Was darf es sein?
Sie gezielte Selektion von Nachwuchs ist in der Bundesrepublik verboten. Doch immer häufiger unterlaufen auch deutsche Eltern das Embryonenschutzgesetz
Jeder wird sparen, bis es kracht
Bei der Unterhauswahl am 6. Mai könnte die Dominanz der beiden großen Parteien gebrochen, aber nicht die Haushalts- und Finanzkrise beendet werden
Gehts noch komplizierter?
Der Vulkanausbruch erinnert uns wie die Finanzkrise daran: Was dem Mensch einst half zu überleben, ist zur Gefahr geworden. Zukunft gibt es nur durch Vereinfachung
London soll nicht Athen werden
Der Vorsitzende der Liberaldemokraten Nick Clegg warnt im Interview vor griechischen Verhältnissen in Großbritannien. Er plädiert im Zweifel für eine Koalition
Endlich
Nur wenige Parlamentswahlen in der jüngeren Geschichte Großbritanniens wurden von so vielen schon so lange herbeigesehnt wie die am 6. Mai bevorstehenden
In den Gärten des Imperialismus
Das hungernde Afrika wird zum Acker der reichen Industriestaaten – für Biosprit, Blumen und Nahrungsmittel
Griechenland ist überall
In Europa floriert im Schatten der Finanzkrise das Geschäft mit Staatsanleihen vorzüglich. Denn Staaten sind die besten Schuldner, die ein Gläubiger sich wünschen kann
Mit Gordon auf dem Sofa
Vor den Unterhauswahlen Anfang Mai hat der Labour-Premier den britischen Normalbürger entdeckt und besucht ihn sehr ausdauernd
Schreckgespenst Megacity
Die Ablehnung gigantischer Ballungsräume ist überholt: Sie können grüner sein und größere Freiheiten bieten als auf dem Land
Aussterben Online
Vom Löwenbaby bis zum Korallenkettchen: Das Internet hat sich zu einer der größten Bedrohungen für seltene Tiere entwickelt
Nachspiel zum Dubai-Attentat
Die britische Regierung lässt sich den Gebrauch britischer Pässe beim Anschlag auf einen Hamas-Führer in Dubai nicht bieten und weist einen israelischen Diplomaten aus
Bombensichere Verhältnisse
40 Jahre nach seiner Errichtung droht dem Gebäude der nuklearen Nichtverbreitung unwiderruflich der Einsturz, wenn nicht die Überprüfungskonferenz ein Erfolg wird
Der große Bruder
Die britische und internationalistische Zeitschrift, Flaggschiff der Neuen Linken, also die „New Left Review“ wird 50 Jahre alt. Eine Gratulation
Keine Extrawürste mehr
Barack Obama will die US-Banken mehr am Zügel führen und ihnen deshalb einen Verhaltenskodex auferlegen. Viele Banker empfinden das als Kampfansage, nicht zu Unrecht
Mit Milliarden die Bilanzen frisiert
Eine Studie unabhängiger Ökonomen weist nach, welche gesellschaftlichen Kollateralschäden Banker hinterlassen. Sogar der Chef der Finanzbehörde ist davon überzeugt