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"Wie unabhängig sind wir?"

Der Neoliberalismus ist noch immer sehr mächtig, aber schon lange nicht mehr erfolgreich. Warum, erklärt der britische Soziologe Colin Crouch

Ganz oder gar nicht

Spaniens Banken stehen am Abgrund. Die eigene Regierung ist machtlos, so dass der Euro-Krisenfonds zur letzten Hoffnung wird. Es winkt eine europäische Bankenunion

Lutz Herden

Stunde der Föderalisten

Im dritten Jahr der Eurokrise stehen die EU-Staatschefs vor immer drastischeren Entscheidungen: Entweder für den Tod des Euro oder die Geburt einer neuen Gemeinschaft

Wie Santa Claus

Vor 65 Jahren begann das US-Projekt Marshallplan mit der Rede eines frisch gebackenen Ehrendoktors. Niemand ahnte, wie sehr diese Finanzhilfen Europa spalten würden

Das spricht Bände

In Spanien sind Staatsverschuldung und Krise für die konservative Regierung von Premier Rajoy nur ein Vorwand, um den neoliberalen Durchmarsch zelebrieren zu können

Krise des Krisen-Managements

Wie der jüngste EU-Gipfel zeigt, hat sich der Wind gedreht – die Zeichen stehen nicht mehr auf Austerität und Spardogmen, sondern gemeinschaftlichen Schuldenabbau

Die Nestbeschmutzer

Man wird ja wohl noch sagen dürfen: Der Idiot der Familie spricht aus, was andere verschweigen, sieht sich deshalb als Aufklärer und stärkt nebenbei die kritische Abwehr

Irgendwann wird’s klebrig

Die Linken-Politiker Katja Kipping, Christine Buchholz und Steffen Bockhahn über den Machtkampf in ihrer zerrissenen Partei. Und warum zu viel Schampus nicht gut tut

Landflucht und Slums

Die Kommentare der IWF-Chefin zu Griechenland haben dort für Aufregung gesorgt. Im Niger, dem ihr "Mitgefühl" gilt, werden sie kaum besser aufgenommen worden sein

Alles selbstgesponnen

Was haben der Karneval der Kulturen, der Eurovision Song Contest und Griechenland gemeinsam? Sie sind Teil unseres selbstgesponnenen Bedeutungsgewebes. Zumindest zurzeit

Der Tag der langen Messer

Ein Referendum entscheidet am 31. Mai über den Beitritt zur EU-Fiskalunion. Bei einem Nein dürfte der entsprechende Vertrag in seiner jetzigen Form kaum zu halten sein

"Es ist Zahltag!"

IWF-Chefin Christine Lagarde wettert in einem Guardian-Interview gegen die Griechen. Und sagt, warum sie eher an die Kinder in Niger denkt als an die in Athen

Befleckte Vergangenheit

Die Olympische Flamme wird derzeit durch das Vereinigte Königreich getragen. Man täte gut daran, sich da des Jahres 1936 und der Spiele von Berlin zu erinnern

Teufelszeug oder Rettungsbesteck?

Offiziell wurden noch keine Gemeinschaftsanleihen aller Euro-Staaten aufgelegt. Doch eine Art Frühgeburt dieser Wertpapiere hat die EZB zu verantworten

Lutz Herden

Der gefährlichste Mann Europas?

Vielleicht hat Griechenland ja nur auf einen wie Alexis Tsipras gewartet – einen selbstbewussten jungen Mann, der keine Angst davor hat, die Welt zu verändern

Fall ins Bodenlose

Sollte Griechenland die Eurozone und den Schuldendienst aufgeben, käme das dem Sprung in einen ökonomischen Hades gleich. Chaos und ein Bankrun wären programmiert

Blinde Expertokratie

Thilo Sarrazin stellt im Berliner Nobelhotel sein Buch "Europa braucht den Euro nicht" vor. Wieder verlässt er sich auf seine Zahlen und übersieht Wesentliches

Ulrike Baureithel

Langsam bröckelt die Front

Eigentlich ist der amerikanische Bestsellerautor David Graeber ein Linksradikaler. Nun aber liebt ihn sogar die FAZ. Warum bloß?

Ganz schön allein

Beim G-8-Gipfel am Wochenende wird Kanzlerin Merkel unter noch stärkeren Druck geraten, die reine Sparpolitik durch Wachstumsinvestitionen zu ergänzen

Königin trifft auf Kümmerin

Angela Merkel ist nur noch Verwalterin der Sachzwänge. Mit Hannelore Kraft bietet die SPD nun eine formidable Gegenspielerin auf

Papandreous verspätetes Referendum

Am 17. Juni werden die Griechen erneut über ihr Parlament abstimmen. Tatsächlich geht es um ein Votum, das dem letzten PASOK-Premier schon im Herbst 2011 vorschwebte

Lutz Herden

Eine Krise der Gefühle

Nach den Wahlen in Griechenland liegen in Europa wieder die Nerven blank. Untergangsstimmung hat aber noch nie geholfen

Wahlen abschaffen?

Griechenland zeigt, dass der demokratische Kapitalismus ausgesorgt hat. Folgen die Wähler ihren Interessen, stiftet das nur Chaos, und die Märkte sind irritiert

Lutz Herden