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Todessehnsüchtiges Lebensgefühl (männlich)
Mirko Bonné verwebt in „Nie mehr Nacht“ die Geschichte seines Helden mit dem D-Day und einem Inzest. Das ist ein Wagnis
Über die Liebe
Monika Zeiner hat mit „Die Ordnung der Sterne über Como“ ein sehr beachtliches Debüt vorgelegt
62 Jahre auf 40 Seiten verdichtet
Ein Präparator und eine ehemalige "FAZ"-Ikone schreiben hochinteressant über ihr Leben. Ein Landwirtschaftsfunktionär schreibt über die Kartoffel
Roman Enterprise
In „Nichts von euch auf Erden“ zeigt sich Reinhard Jirgl als Experimentalrocker
Die große Sehnsucht
Vor 100 Jahren erschien der Kultklassiker „Der große Meaulnes“, ein Meisterwerk über Liebe und Freundschaft
Lichtermeer
Wer sich auf Marion Poschmanns „Sonnenposition“ einlässt, erfährt die Sprachmacht lyrisch fundierter Prosa
Unser schlechtes Gewissen
Der Deutsche Buchpreis verengt die Aufmerksamkeit von Handel und Kritik auf ein paar wenige Autorinnen und Autoren und lässt zu viel unter den Tisch fallen. Eine Gegenrede
Kunst ist totalitär
In Frankfurt spricht man über Sascha Lobos Vorschlag, das Buch neu zu erfinden: indem man es im Internet direkt kommentieren kann. Über analoge und digitale Randnotizen
„Das Ungeheuer“ von Terézia Mora: Kampf des 110-Kilo-Mannes
Terézia Mora hat den Deutschen Buchpreis 2013 gewonnen. Ihr Roman "Das Ungeheuer" ist ein zärtliches und ruppiges Roadmovie.
Silver Writer
James Salter gilt als großer Unbekannter unter Amerikas Autoren. Nach 34 Jahren legt er nun einen neuen Roman vor. Und ärgert sich, dass alle nur über sein Alter sprechen
Zwei Paar Flüchtlingsschuhe
Mit „Am Scheideweg“ befreit sich Judith Butler vom Verdacht des Antisemitismus, überzeugt aber nicht ganz
In der großen Stadt
Clemens Meyer lässt in seinem neuen Roman Huren, Luden und Freier sprechen – frei von Sozialkitsch und mit Stilwillen
Vater reich, Sohn adelig, Enkel arm
Aus dem Gastland der Frankfurter Buchmesse gibt es zwei Familienromane: Der eine ist raffiniert, der andere laut und vulgär
Linien aus der Vergangenheit
In dem kleinen Land ist eine vitale Comicszene entstanden – mit vielen Frauen. Eine von ihnen ist Rutu Modan
Er wandert noch
wird von dem New Yorker Rockkritiker Greil Marcus seit Jahrzehnten attackiert. Nun findet er milde Töne
Erst befeuert, dann verbrannt
In „Secondhand-Zeit“ zeichnet die Friedenspreisträgerin Swetlana Alexijewitsch ein beklemmendes Bild der post-sowjetischen Gesellschaft
„Diese Ideologie macht passiv“
Die Soziologin und Psychoanalytikerin Renata Salecl kritisiert in ihrem neuen Buch die Tyrannei der Wahl
EB | Der Widerwille gegen die Vergangenheit
Der portugiesische Sozialist, Sozialreformer und Dichter Antero de Quental war auch in Europa eine Ausnahmeerscheinung seiner Zeit.
Hauptsache: nicht langweilig
In der vergangenen Woche starb Marcel Reich-Ranicki. Wir haben gefragt: Was wird bleiben? Was haben wir von ihm gelernt?
Was dem Selfmademan gefällt
Die Französin Nathalie Sarthou-Lajus schreibt den Anti-Graeber und sucht den guten Kern der Schulden
Sie denken an den Sonderdruck?
Als die Elite noch auf Papier korrespondierte: der Briefwechsel zwischen Jacob Taubes und Hans Blumenberg
"Wie bitte? Die Männer kochen?"
Inci Bürhaniye und Selma Wels über die literarische Auseinandersetzung mit den Protesten vom Taksim-Platz und das orientalisch-rückständige Türkei-Bild deutscher Leser
Flaschenpostbote
Wer war Friedrich Kittler? Unser Autor, sein japanischer Schüler und letzter Habilitant, sucht in drei Büchern eine Antwort
Erst feiern, dann sterben
Silvia Bovenschen lässt betagte Damen Abschied vom Leben nehmen und dabei eine weiße Villa zerdeppern
Der deutsche Julian Barnes
Mit seinem neuen Roman „Gesichter“ hat sich Andreas Schäfer als scharfer Beobachter bürgerlicher Zustände etabliert