Steven Hartig

Student der Soziologie und Linguistik an der Universität Bielefeld. Mecklenburger. 22 Jahre. Journalist beim Bielefelder Campusradio Hertz 87.9.
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Steven Hartig
RE: Katastrophe, aber bitte stabil! | 10.06.2019 | 17:44

Ich ignoriere mal den despektierlichen Ton und nehme ernst, was Sie schreiben.

Die Zahlen zu GroKo, Neuwahlen und Grün-Rot-Rot sind der hinterlegten Quelle zu entnehmen. Wozu verlinke ich das?

Die Schlussfolgerung, die Menschen hätten endgültig mit der Groko abgeschlossen, ist ein Kondensat aus den Wahlergebnissen CDU/CSU+SPD (44,7%) und der Tatsache, dass es zwar keine Mehrheit ist, die den Wunsch nach GR2 äußert, aber doch die größte Gruppe. Eine Zuspitzung, klar.

Zur Rente zitieren Sie mich falsch. Ich schrieb: "Die Hälfte der Rentner*innen bekommt vom Staat weniger als 800 Euro." Vom Staat! Natürlich gibt es da noch andere Einnahmen. Aber glauben Sie wirklich, dass die von Ihnen angepriesenen Geldquellen allen 8,6 Millionen betroffenen Rentner*innen zur Verfügung stehen?

Und: Klar gibt es jenseits der 60+ noch komfortable Wahlergebnisse für die GroKo, aber CDU/CSU und SPD verlieren auch bei den Rentner*innen in allen Altersgruppen.

Und zu Ihrer Aufschlüsselung der einzelnen Parteien - auch da werden Sie im WELT-Artikel fündig - Überraschung! So wollen 56% der SPD-Anhänger*innen ein Ende der GroKo, während nur jede*r Vierte dagegen ist.

Ich habe versucht, einen tagesaktuellen Trend nachzuzeichnen, der eine zunehmende Spaltung zwischen einer stoisch die Regierungsstabilität betonenden politischen Elite und einer immer stärker – teils diffus, teils konkret – nach Veränderung dürstenden Wähler*innenschaft umfasst.

Mein Text ist wahrlich keine Soziologie – wollte er nie sein. Ob in dem, was ich beschreibe, ein Stück – oder gar mehrere Stücken – Wahrheit drinsteckt, das müssen andere beurteilen.

RE: „Hören ist das neue Sehen“ | 10.06.2019 | 15:43

Danke für den Bericht! Gerne gelesen.

RE: Wahrheiten sind Wahrheiten | 01.06.2019 | 19:59

Einen schöneren Kommentar hätte ich mir wohl kaum wünschen können. ;-)

RE: Eine vergessene Praxis | 16.04.2019 | 18:58

Danke für deinen lieben Kommentar! Traumtagebücher, an die ich mich leider noch nie wagte, sind bestimmt was Tolles, das glaub ich sofort! Wünsche mir oft, ich hätte eins, wenn ich – dem Traum gedanklich noch nahe – aus dem Bett entschwinde und denke: Ha, den vergisst du niemals!; und er dann doch spätestens im Bad stehend, nicht mehr als 30 Sekunden später, verschwunden ist.

RE: Sind die Grünen eine linke Partei? | 07.02.2019 | 18:21

Danke für deinen Kommentar.

Also die Differenzierung zwischen Sinn und Glück ist natürlich unscharf, eventuell etwas dem philosophischen Elfenbeinturm entstammend. Aber manchmal doch eine Differenzierung, der mensch mittels anekdotischer Evidenz etwas Plausibilität verleihen kann.

Ich gehe gerne essen - alleine oder zu zweit - und das so oft es der schmale Studentengeldbeutel erlaubt. Das macht mich wahnsinnig glücklich. Aber einen höheren Sinn, Erfahrungen von Selbstwirksamkeit, ein tiefgreifend sinnstiftendes Erlebnis - nein, das bietet ein solcher Abend nur selten.

Das Abschicken einer Hausarbeit hingegen - wochenlang sitzt man da zwischen den Bücherreihen der Bibliothek, richtet sich ein im intellektuellen Begierde seiner Wahl und schreibt, schreibt, schreibt. Ist das Werk vollbracht, die Arbeit des Professors kritischem Auge vorgelegt- dann bin ich vieles, nur nicht glücklich. Aber Sinnhaftigkeit! Wo ist sie zu entdecken, wenn nicht in diesem Moment? Ein Moment, in dem so mindestens so viel Arbeit, Kampf und Leid wie Hoffnung, Freud und Geist in dem simplen Akt eines Posteinwurfs kulminieren.

Sinn ist vielleicht vielmehr das, was uns aufstehen lässt. Nicht zwingend das, was uns gute Träume und einen ruhigen Schlaf beschert. Für das Glück ist es vielleicht andersrum.

(Gotta love writing comments, die wohl nur für mich - ha! - Sinn ergeben.)

Und die Erkenntnis, die du erwähnst; ja dafür reicht wohl kein Freitag-Kommentar aus, um die noch einzubauen ...

RE: Wenn Millionäre fragen | 09.09.2017 | 14:22

Lieber Herr Michal,
da fehlt der Mic Drop am Ende!
Sehr gut!

RE: Zwischen Beschönigen und Wegschauen | 31.05.2017 | 18:50

@NA64 Nein. Ihre Frage ist durchaus berechtigt und interessant, lässt sich aber nicht wesentlich mit der von mir vorgestellten Studie in Verbindung bringen. Möglich aber auch, dass ich ihr Anliegen falsch verstehe. Zum Thema Sprache kann ich aber ganz eigennützig einen meiner letzten Artikel empfehlen https://www.freitag.de/autoren/shartig/make-framing-great-again Um Verhalten und Charakter geht es aber immer eher am Rande - insofern muss ich Sie dort eventuell leicht enttäuschen.

RE: Der Chef | 16.03.2017 | 11:40

Welch emotionales, würdiges und faszinierendes Good Bye!
Alles Gute!