Querlenker

Zu den Problemen unserer Zeit stelle ich funktionierende Lösungen vor, die aber aus Gründen der Konvention, der Moral oder Faulheit niemand anpackt.
Avatar
RE: Spritze oder Geld her | 18.09.2021 | 18:07

Was Dr. Malone da schreibt, ist Humbug: Recovery from disease will always result in life-long immunity and thereby contribute to herd immunity.

Ich hatte Grippe, bin aber keineswegs gegen eine erneute Grippe immun. Das Grippevirus mutiert genauso oft wie das Covid19-Virus. Also kann es keine lebenslange Immunität geben.

In meinem Alter denkt man von Jahr zu Jahr. Im Moment bin ich zufrieden, dass ich dieses Jahr durch die Covid-Impfung gegen einen schweren Verlauf geschützt bin. In einer Aussage decken sich ja die Studien aus allen Ländern: Mindestens 90% der Covid-Patienten auf Intensivstationen sind Ungeimpfte.

Ich habe die Situation der Impfverweigerer in Deutschland beschrieben. Das (einige) Afro-Amerikaner in USA negative Erfahrungen mit einem rassistisch motivierten Testprogramm gemacht haben, mag sein. Das wird aber in Deutschland kaum eine nennenswerte Gruppe der Impfverweigerer sein.

RE: Spritze oder Geld her | 18.09.2021 | 17:48

Hätten Sie meinen Beitrag sorgfältig gelesen, dann würden Sie nicht behaupten, dass ich alle Kinder impfen möchte. Ich habe auch keine Pharma Aktien im Depot. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Kinder, wenn sie nach Hause kommen, dort ungeimpfte Erwachsene anstecken (und natürlich auch einige geimpfte, aber die werden meist einen leichten Verlauf haben). Gäbe es also wesentlich weniger erwachsene Impfverweigerer, dann würde so etwas wie eine natürliche Herdenimmunität bei einer Impfquote von ca. 90% eintreten und eine weitere Generation wegen Corona psychisch und schulisch geschädigter Kinder bliebe uns erspart

Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass der Impfstoff von Biontec Nanopartikel enthält? Was ist denn dabei, wenn wir uns jedes Jahr einmal impfen lassen? Gegen Grippe und Legionellen mache ich das doch auch jedes Jahr.

RE: Spritze oder Geld her | 18.09.2021 | 12:39

Chuwawa, wo haben Sie Ihre Weisheit her, dass verschiedene Impfstoffe das Immunsystem überfordern? Impfstoffe sind doch keine Viren oder Bakterien, gegen die sich das Immunsystem wehren muss, sondern eine Art Trainigspartner um rechtzeitig eine Immunabwehr aufzubauen. Das gilt insbesondere für die neuen mrna Impfstoffe.

RE: Spritze oder Geld her | 18.09.2021 | 12:32

In anderen Ländern wie z.B. Spanien macht man nicht so ein Tamtam. Dort liegt die Quote der doppelt Geimpften über 70% und nun werden 90% angepeilt. Die Spanier haben im Gegensatz zu uns einen "richtigen" Lockdown und eine hohe Todesrate miterlebt. Daher gibt es dort kaum Impfgegner. Die Spanier warten sehnlichst auf einen Impfstoff, der auch für 0 bis 12 jährige zugelassen ist. In Spanien wird jedem Bürger schriftlich ein Impfterin angeboten. Der Bürger muss sich keinen Termin aus eigenem Antrieb besorgen.

In Deutschland sind die Ungeimpften ein bunter Haufen: Menschen, die gegen alles sind, was vom Staat kommt, Esoteriker, Impfgegner, Menschen, denen der Corona-Impfstoff zu neu und unerprobt ist, einige Linke, die es cool finden, sich nicht impfen zu lassen, weil dann den kapitalistischen Pharmafirmen Profite durch die Lappen gehen, Menschen, die zu faul sind, eine Impfzentrum oder eine Arztpraxis aufzusuchen, aber natürlich auch Kinder unter 12 Jahren sowie Ältere, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Vermutlich könnte man alle Kinder ungeimpft dem Virus aussetzen ohne größere medizinische Schäden befürchten zu müssen. Das Problem ist jedoch, dass die Kinder den Virus in ihre Familien tragen und dort vor allem ungeimpfte Erwachsene anstecken, die dann auf der Intensivstation landen. Um das zu verhindern, müssen wieder viele Kinder in Quarantäne. Es fällt Unterricht aus und die Eltern wissen nicht, wie sie Homeschooling und ihren Beruf unter einen Hut kriegen. Den Impfverweigerern ist vor allem ihre mangelnde Solidarität mit den Familien vorzuwerfen.

RE: So ein netter Kerl | 15.09.2021 | 22:08

Ein schön geschriebener Text über dessen inhalte man trefflich streiten kann.

Während viele glauben, es sei ein Fehler gewesen, Annalena Baerbock statt Robert Habeck als Kanzlerkandidat der Grünen zu nominieren, der liegt ganz falsch. Diese Frage muss man viel grundsätzlicher behandeln:

Wenn drei Kanzlerkandidaten um das gleiche Amt buhlen, dann ist da eine zu viel. Das ist 1989 schon mal in Südkorea gründlich schief gegangen: Das Volk hatte der Militärdiktatur demokratische Reformen abgetrotzt. Das südkoreanische Volk sagte, wir boykottieren die schönen Olympischen Sommerspiele der Militärregierung 1988 in Seoul, wenn wir keine Demokratie bekommen. Die Militärs zogen den Schwanz ein. Die Präsidentenwahl 1989 gewann dennoch überrasschend der Kandidat der Militärs mit 40% der Stimmen. Denn die beiden populären Oppositionskandidaten hatten sich gegenseitig die Stimmen weggenommen. Der eine Oppositionskandidat wurde 4 Jahre später Präsident, der andere 8 Jahre später. Der militärische Wahlsieger von 1989 kam ins Gefängnis.

Ähnliches wird vermutlich am 26.September in Deutschland wieder passieren. Stand heute bekäme die SPD 25%, die Union 21%, die Grünen 17%. Olaf Scholz wünschen sich aber 35 bis 70% als Kanzler. Das heißt jedoch nicht, dass jeder der einen Kanzler Scholz möchte, deswegen bereit ist, SPD zu wählen. Das Potential derer, die SPD nur wählen um Scholz zu kriegen, ist weitgehend ausgereizt. Es beträgt ca. 10%. Bei den Grünen ist es umgekehrt. Die Grünen als Partei wählen würden vermutlich 20 bis 28%. Aber eine Kanzlerin Baerbock halten offenbar 10 - 15% für zu grün hinter den Ohren. Wenn Frau Baerbock ihre Kandidatur zurückzöge und den Wählern Olaf Scholz als gemeinsamen Kanzlerkandidat der SPD und der Grünen empfehlen würde, würden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen:

Die Grünen kriegen 27%, die SPD 25%. Das reicht, um ohne einen dritten Koalitionspartner regieren zu können. Die rote Socken Kampagne der Union fiele in sich zusammen. Die FDP müsste sich keine Sorgen machen, ob sie jemand zum Regieren nötigen könnte. Scholz würde Kanzler, wäre aber unabhängig vom linken Flügel der SPD. Die Grünen wären in dieser Koalition die größere Partei und könnten ihr Klimaprogramm weitgehend durchsetzen. Frau Baerbock könnte als Vizekanzlerin vier Jahre lang beweisen, ob sie regieren kann und wäre 2025 immer noch jung genug um Kanzlerin zu werden. Das Klima würde (vielleicht) gerettet.

Wenn die Union hingegen hauchdünn mit 1% Mehrheit gewinnt, kann man das alles vergessen.

RE: Er darf nicht Gesundheitsminister werden! | 11.09.2021 | 07:06

Nö. Ich habe deswegen sogar Anfang 2020 einen Prozess gegen die Techniker Krankenkasse vor dem Sozialgericht Düsseldorf geführt und verloren und bin auf meinen Kosten von 1600 Euro sitzen geblieben. Das Problem ist, dass die Kassen nichts estatten müssen, was nicht im Katalog des Gemeinsamen Bundesausschusses steht. Sie "können" es aber ganz oder teilweise erstatten, wenn das in der Satzung der jeweiligen Kasse ausdrücklich namentlich geregelt ist. Die DAK z.B. erstattet 600 Euro, die Techniker Null Euro, stattdessen ist die Techniker in ihrer Satzung großzügig bei Akupunktur.

RE: Er darf nicht Gesundheitsminister werden! | 10.09.2021 | 21:51

Gut so. Ich auch. Stattdessen Unterkieferprotrusionsschienen als Kassenleistung gegen die Volkskrankheit destruktive Schlafapnoe.

Der Gemeinsame Ausschuss im Gesundheitswesen arbeitet sogar bereits seit 3 Jahren an der Wiederzulassung dieser Behandlungsmethode (war bis 2006 in Deutschland zugelassen, seither technisch wesentlich verbessert) und wird "schon" 2022 ein Ergebnis produzieren. Die Linkspartei - oder Herr Lauterbach - sollte sich daher besser auf die Beschleunigung solcher Zulassungsvorgänge konzentrieren.

RE: Wenn Linke träumen könnten | 10.09.2021 | 21:35

Drei Kanzler-Kandidaten sind eine zu viel!

Die Linkspartei bräuchte man nicht für ein linkeres Bündnis als einem CDU-FDP geführten, wenn Frau Baerbock die Weisheit beherzigen würde: "3 Kanzlerkandidaten sind eine zu viel!"

Laschet kann es hauchdünn noch schaffen, weil die SPD als "gefühlte" Oppositionspartei und die Grünen als echte Oppositionspartei mit je eigenen Kanzlerkandidaten ins Rennen gehen.

So etwas ist selten gut gegangen, zumal es bei uns ja keinen zweiten Wahlgang zwischen den zwei Besten aus dem ersten Wahlgang gibt.

Als warnendes Beispiel gilt die Präsidentenwahl in Südkorea 1989. Die südkoreanischen Mittelschichten hatten 1988 die regierende Militärdiktatur gezwungen, demokratische Reformen einzuführen. Bei der Präsidentenwahl 1989 gewann trotzdem überraschend General Roh Tae-Woo, der Kandidat der Militärs, mit 40% der Stimmen. Denn die beiden populären Oppositionskandidaten Kim Dae-Jung und Kim Yong-Sam hatten sich gegenseitig die Stimmen weggenommen.

So etwas droht am 26. September wieder, falls 6 % ehemalige Unionswähler das Muffensausen vor einer tief linken Regierung kriegen und mit zusammengebissenen Zähnen CDU /CSU wählen.

Dabei wäre alles so einfach: 35 bis 70% der Wähler wollen Scholz als Kanzler, aber nur 26% signalisieren derzeit, dass sie dazu auch bereit sind, SPD zu wählen. Gäbe es eine Möglichkeit, Scholz zu bekommen ohne dazu der SPD die Stimme zu geben, dann würde es locker zu einem Zweierbündnis Grüne-CDU mit einem Kanzler Scholz reichen. Das geht so:

Annalena Baerbock muss diesmal auf ihre Kanzlerambitionen verzichten (kann sie ja 2025 nachholen, jung genug ist sie). Stattdessen soll sie erklären, dass die Grünen eine Kanzlerkandidatur von Scholz unterstützen. So würden die Grünen stärkste Partei, da viele Scholz-Fans das Angebot der Grünen gerne annehmen werden. Vor allem würde der Union schlagartig ihr schärfstes Argument aus der Hand genommen, eine SPD Regierung sei rechnerisch nur mit der Linkspartei möglich, was ein Sicherheitsrisiko für die BRD darstelle, bla, bla, bla... Scholz als Kanzler einer Koalition aus Grünen und SPD müsste auf seinen linken Flügel nicht viel Rücksicht nehmen. Trotzdem wären die Mehrheitsverhältnisse in der Koalition so, dass die Grünen ihr ambitioniertes Klimaschutzprogramm weitgehend verwirklichen könnten. (ALLe erstrebenswerten Ziele innerhalb einer Legislaturperiode abarbeiten zu wollen, kann nur Fantasten wie den Politikern der Linkspartei einfallen).

Aber der lachende Dritte ist am 26.September vermutlich Armin Laschets CDU mit 27% weil Frau Baerbock zu eitel ist, ihre Kanzlerinnen-Ambitionen zugunsten einer stringenten Klimapolitik aufzugeben!

Zudem gehört Militärpolitik gerade nicht zu den größten Sorgen der Wähler, zumal die Bundeswehr sich ja gerade - wenn auch unter schmählichen Umständen - aus Afghanistan verabschiedet hat. Die Linkspartei darf sich bei Donald Trump bedanken, dass dieser für sie einen Teil des linken Wahlprogramms bereits umgesetzt hat.

Merke: 3 Kandidaten sind eine zu viel! Und drei Koalitionspartner auch.

RE: Große Schuhe | 29.01.2021 | 20:14

Höcke als Märtyrer, der sein eigenes Leben aufs Spiel setzt, welch erheiternde Vorstellung!

RE: Scheitern mit Ansage | 18.01.2021 | 10:34

Nachdem Frau von der Leyen - damals Bundesministerin für Verteidigung - im Jahr 2014 das Mandat des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan erneut verlängern ließ, habe ich sie schriftlich gefragt, ob sie in Betracht ziehen könnte, dass die westlichen Koalitionstruppen den Krieg in Afghanistan schlicht militärisch verlieren könnten. Die Erfahrung der afghanischen Geschichte der letzten 200 Jahre mit ausländischen interventionen legt dieses Ergebnis doch nahe. Dann wäre es auch egal mit welchen hehren Zielen (Bildung für Mädchen) die Bundeswehr dort in den Kampf ziehe. Auf die Antwort warte ich heute noch.