Querlenker

Zu den Problemen unserer Zeit stelle ich funktionierende Lösungen vor, die aber aus Gründen der Konvention, der Moral oder Faulheit niemand anpackt.
Avatar
RE: Raider heißt jetzt Twix | 09.12.2018 | 06:17

<<AKK kommt nicht ganz zufällig aus Völklingen, einem ganz speziellen Pflaster, das schon den Nazigroßindustriellen Röchling, den Diktatorenfreund und DFB-Präsidenten Neuberger, ein deutschen Rechtsaußen reinsten Wassers, oder den gegenwärtigen Parteivorsitzenden der NPD hervorgebracht hat. Das ist eine hochspezielle Mentalität, die man nicht für möglich hält, wenn man es nicht kennt. >>

Wir wollen dabei nicht vergessen, dass ein gewisser Erich Honecker im nahe bei Völklingen gelegenen Neunkirchen und ein gewisser Oskar Lafontaine im nahen Saarlouis-Roden das Licht der Welt erblickt haben.

RE: Raider heißt jetzt Twix | 09.12.2018 | 05:54

Eine eigenwillige aber interessante Analyse über AKK!

RE: Raider heißt jetzt Twix | 08.12.2018 | 17:47

Wenn die Nachricht, wer neuer CDU Vorsitzender wurde, im Ausland keine Zeile wert ist, dann müssen Trump, Putin, Erdogan und Macron jetzt auch nicht schon im stillen Kämmerlein üben "Krämp-Currenbaurrr". Mit ihrem Namen wird AKK es nicht leicht haben, das Kanzleramt anzustreben. In den letzten Jahrzehnten waren kurze Namen angesagt, wenn jemand Kanzler oder Kanzlerkandidat wurde: Brandt, Schmidt, Kohl, Scholz, Schröder, Merkel. Allerdings: Karrenbauer reimt sich auf Adenauer. Daraus ließe sich doch katholisch-konservativ etwas machen? Als Merkel CDU Generalsekretärin wurde, hat ihr auch niemand das Kanzleramt zugetraut. Der Mensch wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben.

Friedrich Merz hat den Fehler begangen, eine Bewerbungsrede für das Amt des Bundeskanzlers zu halten. Das kam bei den unentschlossenen Delegierten nicht gut an, der Posten ist ja noch prominent besetzt. Auch hielt Merz es für unter seiner Würde, sich mit Gedöns wie Umwelt, Klima, Familie, Frauen, Pflege zu befassen. AKK hat immerhin verstanden, dass diese Themen auch zum Aufgabensprektrum eines Parteichefs gehören. Die Muttis und die Herz-Jesu marxisten unter den Delegierten haben zudem dem Blackrock Generalvertreter Merz seine Aktien nicht abgekauft. Merz verwies mehrfach darauf, dass er für die CDU einen Wähleranteil von 40% anstrebt. Dass er zum Regieren noch 10% von einem Koalitionspartner braucht und wer das sein könnte, hat er nicht verraten.

Jens Spahn wiederum hielt eine Bewerbungsrede für den Posten des Vorsitzenden der Jungen Union. Anscheinend wußte er schon vor dem ersten Wahlgang für den Parteivorsitz, dass Paul Ziemiak diesen Posten in Kürze frei machen würde.

RE: Wie schützen wir unser Land vor Putin? | 05.12.2018 | 18:27

Weil es sich ja laut Herrn Heyden um einen satirischen Beitrag handelt, hier noch eine Ergänzung der Liste:

Werden Sie hellhörig, wenn ein vermeintlicher "Konservativer" mit dem unbritischen Vornamen "Boris" plötzlich Reklame für den Brexit macht, tatsächlich gewinnt, aber sich dann weigert, diesen auch umzusetzen. Es könnte sich um einen Perspektivagenten von Putin handeln, der nichts weiter vor hat, als Großbritananien ins Chaos zu stürzen.

Erinnern Sie sich an die "kleinen grünen Männchen", die plötzlich überall auf der Krim auftauchten? Keiner wußte, was die wollten, wer sie geschickt hat und wen sie repräsentieren. Inzwischen hat Putin stolz verkündet, dass er der Spiritus Rektor war. Nun hören wir auf einmal aus Frankreich, dass dort Hunderttausende "gelbe Westen" das Land ins Chaos stürzen. Zwei "Unbekannte" sollen die Idee ins Internet gestellt haben, danach verbreitete sie sich rasend schnell im ganzen Land. Keiner weiß, was die gelben Westen wirklich wollen, wer sie repräsentiert und wer sie uns geschickt hat. Klingelt da was bei Ihnen...?

RE: Würde, Chancen, Anerkennung | 04.12.2018 | 23:04

Wo habe ich denn die Idee von Bürgerlotsen kritisiert für die Gruppen, die Sie beschrieben haben? Aber auch Bürgerlotsen schaffen keine Ausbildungsplätze in innovativen Unternehmen, sondern führen im besten Fall nur bis zur Haustür. Außerdem galten meine Überlegungen eher den ZUKÜNFTIGEN Arbeitslosen, deren Bildungszustand wegen des industriellen Wandels nicht mehr ausreicht. Erst wenn wir denen nicht mehr helfen können oder wollen, werden die in die von Ihnen skizzierten Problem-Gruppen nach unten durchgereicht.

RE: Würde, Chancen, Anerkennung | 04.12.2018 | 15:41

<<Doch dafür muss die SPD ein neues Versprechen für die Sozialpolitik im 21. Jahrhundert abgeben, das lautet: Egal in welcher Lebensphase man sich befindet – dieser Staat lässt niemanden zurück, sondern er schafft für jede und jeden neue Lebensperspektiven.>>

Das würde ich mir aber sehr verbitten, wenn der Staat sich in alle meine Lebensphasen lenkend einmischt. Meine Lebensperspektiven schaffe ich mir schon selber. Der Staat kann gerne für die Menschen, denen das nicht so gut gelingt, die Rahmenbedingungen so verbessern, dass Chancengleichheit erzielt wird.

<<rückt die eigentliche zentrale Frage in den Hintergrund: nämlich ob der angebotene Job oder die vorgeschlagene Bildungsmaßnahme wirklich weiterhelfen.>>

Diese Frage ist aber entscheidend, wenn Sie nicht das Geld der Gemeinschaft ohne Ergebnis für den Arbeitsmarkt. zum Fenster hinaus werfen wollen. Derzeit wird ja viel gefaselt, der Staat müsse durch Bildungsangebote die Arbeitnehmer auf Industrie 4.0 vorbereiten. Ich kann nur davon abraten, dass der Staat das macht. Ich habe in meinem früheren Leben mal IT-Schulungen verkauft. Als Kunden am beliebtesten waren die Arbeitsämter, die mir Qualifizierungsklassen abkauften, um Arbeitslose zu z.B. Microsoft Windows Administratoren umzuschulen. Blöderweise suchten die Firmen damals schon händeringend Spezialisten für E-Commerce, SAP, Big Data Analyse, schnelles Internet usw. D.h. unsere frisch gebackenen Windows Administratoren standen wieder ohne Job da, aber das öffentliche Geld war weg. So wird es uns jetzt erneut gehen, wenn der Staat versucht, unsere Arbeitslosen für das umzuschulen, was die Kanzlerin „Neuland“ nennt. Denn mittlerweile sucht die Wirtschaft Experten für z.B. KI oder Blockchain, keine Administratoren für Apache HTTP-Server. Schulungen zu KI oder Blockchain können Sie gar nicht von der Stange kaufen, weil die wenigen vorhandenen Experten dringend für die Entwicklung und Produktion der neuen Technologien benötigt werden. Als ich 1973 als studierter Soziologe in eine IT-Firma eintrat, um ein erfolgreicher IT Experte zu werden, konnte man Elektronische Datenverarbeitung auch noch nirgends studieren. Wir haben als Assistenten Learning by Doing gemacht, unter Aufsicht und Anleitung der älteren Kollegen. Nach 18 Monaten wurden wir dann auf die Kunden losgelassen. Eine Bildungsförderung durch die Öffentliche Hand macht allenfalls Sinn, wenn das Geld an solche innovativen Firmen gegeben wird, ggfls. unter der Auflage, zusätzlich auf Zeit Auszubildende aus dem Kreis der Arbeitlosen in diese firmeninternen Ausbildungscluster mit aufzunehmen.

Insgesamt ist mir die Zielrichtung Ihres Beitrags nicht klar. Anfangs schien es mir so, dass Sie Hartz IV ganz abschaffen und durch etwas neues „Anderes“ ersetzen möchten. Später hatte ich dann den Eindruck, sie wollten doch wieder nur an einzelnen Stellschrauben von Hartz IV drehen. Dieses Doppeldenk ist es ja wohl, was die SPD immer mehr zur Bedeutungslosigkeit schrumpfen lässt.

RE: Erhöht die Einkommensteuer für Großverdiener! | 04.12.2018 | 08:59

Ich gebe Ihnen Recht, dass der Soli nach unserer Rechtslage in den allgemeinen Haushalt fließen muss. Der "jetzige" Soli ist aber eindeutig der Wiedervereinigung geschuldet und wurde dem Wahlvolk auch so verkauft. Zwischen 1992 und 1994 wurde er ja nicht erhoben. Bei seiner Wiedereinführung 1995 dürfte der Golfkrieg keine Rolle mehr gespielt haben. Zumindest aus Gründen der politischen Glaubwürdigkeit, sollte DIESER Soli m.E. bald abgeschafft werden.

Ich bin immer noch der Überzeugung, dass hohe Steuersätze die Steuerhinterziehung fördern. Bei niedrigen Steuersätzen fragen sich viele, ob sich das Risiko und die Blamage lohnen, aufzufliegen. Es kommt dann eben darauf an, wie effektiv die jeweilige nationale Steuerfahndung arbeitet. Ist sie zu effektiv, dann werden die Vermögen und Einkünfte halt ins preiswertere Ausland umgeleitet. In Spanien z.B. sind die Steuern und die angedrohten Strafen hoch. Trotzdem ist Steuerverkürzung nahezu ein Volkssport, denn die Chance, aufzufliegen, ist sehr gering und wenn doch, dann ist der Rechtsweg sehr lang, da die Gerichte überlastet sind.

RE: Erhöht die Einkommensteuer für Großverdiener! | 02.12.2018 | 07:21

<<Neben vielfältigen Steuerumgehungsmöglichkeiten ist die strafbare Steuerhinterziehung häufig im reichen Milieu anzutreffen. Deshalb muss eine wesentlich höhere Besteuerung des Einkommens für Reiche erfolgen.>>

Wie kommen Sie auf die naive Idee, die strafbare Steuerhinterziehung werde abnehmen, wenn die Reichen höher besteuert werden? Das Gegenteil dürfte richtig sein: Je höher der Steuersatz ist, desto mehr lohnt es sich, das hohe Einkommen am Fiskus vorbei zu lotsen. Das gilt übrigens auch für die scheinbar "legale" Steuervermeidung a la cum ex.

<<Denn Steuersenkungen, wie beispielsweise die Abschaffung des Solidaritätszuschlages, sind keineswegs Geschenke für die Mittelschicht, sondern sollen fast ausschließlich hohe Einkommen entlasten.>>

Es geht hier nicht um Geschenke, sondern um Glaubwürdigkeit. Der Soli wurde eingeführt um eine bestimmte Aufgabe zu finanzieren, nämlich die Folgen der Wiedervereinigung. Diese Aufgabe ist erledigt, also muss der Soli abgeschafft werden. Wer sich davor drückt, ist genauso unglaubwürdig wie ein SPD Vorsitzender, der öffentlich versichert, er werde keiner Regierung unter einer Kanzlerin Merkel angehören und dann frech verkündet, er habe beschlossen, unter Merkel Außenminister zu werden.

Steuerverkürzung ist keineswegs nur ein Hobby der Reichen. Sie werden den Hang dazu eher verstärken, wenn Sie darauf pochen, dass Versprechen so einfach gebrochen werden dürfen.

Sie können ja versuchen, eine politische Mehrheit für einen Soli zu einem anderen Thema zu organisieren, z.B. einen "Digital-Soli" für den Glasfaserausbau bis zur letzten Milchkanne. Aber eine zweckgebundene Steuer einfach in den allgemeinen Haushalt umzuleiten, geht gar nicht.

RE: Putin auf Kaperfahrt im Schwarzen Meer? | 01.12.2018 | 22:24

<<Hat Peter Scholl-Latour eigentlich keine Nachkommen denen er die Investigativ-Gene vererbt hat?>>

Da könnte Herr He mit seiner Genschere ja jetzt etwas nachhelfen.

RE: He Jiankui macht den Zeus | 01.12.2018 | 22:02

<<Kommt ganz darauf an, wer der Designer, und noch mehr, wer der Geldgeber ist … He behauptet, er habe sein Experiment selbst finanziert.>>

Crispr-Cas9 soll ja ein sehr preiswertes Verfahren sein. Ich glaube nicht, dass bereits jetzt die Herren mit den dicken Brieftaschen Designerbabies bestellen. Vielmehr gehört He wohl zu der Sorte von Wissenschaftlern, die es nicht abwarten können, den Ruhm für sich zu beanspruchen, der erste gewesen zu sein, der in seinem Fachgebiet etwas gewagt oder einen Tabubruch begangen hat. Die Herren mit den dicken Brieftaschen werden noch ein wenig abwarten, bis genügend Kollegen von He das Designen am Menschen mit der Genschere vom Makel des Ruchlosen befreit haben. Danach wird es kein Halten mehr geben.