Halbzeit
Wenn sie über Feminismus redet, trifft sie überall auf ätzende Abwehrreflexe. Unsere Kolumnistin macht trotzdem weiter und erklärt, wieso das überhaupt noch nötig ist
Das Feuilleton und die Katastrophen
Schweigen können die Feuillonisten nicht, wenn ein Erdbeben oder ein Attentat geschehen ist. Aber es ist verdammt schwierig, nicht in Routine oder Raunen zu verfallen
Kalte Füße
In Café, Bus oder Bahn: Das Leben hat eben die besten Dialoge zu bieten. Immer montags gibt es im Alltag die Ausbeute der vergangenen Woche. Heute: Reinreden
Meinen Sie das ironisch?
Die fesche Conny (Nina Kunzendorf) und der spröde Fränki (Joachim Król) - in Frankfurt startet ein neues "Tatort"-Ermittlerpaar
Das Individuum im Weltlauf
Mozarts letzte Klavierkonzerte: Die Pianistin-Dirigentin Mitsuko Uchida interpretiert sie nicht als "Konzert für Orchester und Klavier", sondern "für Klavier und Orchester"
Das F-Wort
Frauen wollen nicht aufsteigen, trinken Latte und wissen, dass zu Hefeteig am besten geworfene Tomaten passen. Oder? Ein kleines Kompendium des Feminismus
Katastrophales Sammelsurium
Der Schweizer Künstler Thomas Hirschhorn will "ein Loch in die Realität schneiden" - und serviert "War" und "Peace" scheibchenweise. "It's Burning Everywhere" in Mannheim
Der Geburtstagswunsch
Die Mutter hatte diese Reise gewollt. Nun steht der Sohn mit ihr im KZ Auschwitz und wird unruhig: weil er sich so gar nicht betroffen fühlt
Betreutes Sehen
Ästhetische Erziehung oder Vom Kunsturteil zur Kunstvermittlung: Warum ein Museumsbesuch den Geschmack verderben kann
Wann gibt es mal wieder Fleisch am Stiel?
Grillen ist nicht mehr einfach nur Grillen, sondern eine Kunst und die bedarf vielfältiger Werkzeuge. Aber der Koch verlässt sich da lieber auf seinen alten Spieß
Für Mutti
Statt einer Best-of-Liste unnützer Muttertagsgeschenke lieber eine Hommage: Die aktuelle Ausgabe des Magazins "I love you" widmet sich ganz den Müttern
Kein La Ola für den Kindle
Was einen Buchhändler traurig macht, kann keinen Leser fröhlich stimmen. Jörg Sundermeier vom Verbrecher-Verlag ist alles andere als glücklich über Amazons Lesegerät
Bombig
Miss.Tic stellt mit ihrer Street Art das französische Frauenbild infrage: Feministinnen feinden sie dafür an. Eine Begegnung in ihrem Pariser Atelier
Postmigrantismus für alle
Berechtigtes Lob, sozial erwünschte Sympathie: Das Dilemma des "Ballhaus Naunynstraße", das zum Theatertreffen eingeladen ist, ist eines der deutschen Wirklichkeit
Richtig ist wichtig
Der Mensch hat es schwer: Immerzu muss er sich verhalten. Eigentlich möchte er keinen Streit, doch ohne Ärger geht es nie ganz ab. Ein Segen, wenn die Forschung hilft
Immer im Einsatz
Wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden, heben sie ab: Wie sieht der Alltag eines Notarztes und seines Teams im Rettungshubschrauber aus?
Vom Dichter geküsst
Der Unterschied zwischen Text und Alltag: Eine Erinnerung an den Dichter Erich Fried, der am 6. Mai 90 Jahre alt geworden wäre
Durch die kulturelle Hintertür
Mit dem Film "Eden is West" und anschließender Podiumsdiskussion unternahm die Linke den Versuch eines unverkrampften Zugangs zum Thema Migration. Das gelang nur zum Teil
Wenn die Daten schon herumliegen
Wenn iPhones speichern, wo sich ihre Benutzer aufhalten, kann man daraus etwas Sinnvolles machen? Das fragten sich einige Datenjournalisten – und schufen crowdflow.net
Gated Community
Aus der Traum vom freien Publizieren: Bei „Zeit Online“ werden Leserbeiträge neuerdings ausgewählt und bearbeitet. Das Portal liegt damit im Trend
Message in a Button
Botschaften sind gut, aber nutzlos, wenn sie keiner liest. Im Anstecker aus Blech vermischt sich Politisches mit Pop. Die neueste Version: Wo ist Ai Wei Wei?
Sex, Heroin und Bowie
Bereits in den 80ern wurde Berlin durch Filme wie "Taxi zum Klo" und "Christiane F" zum Sehnsuchtsort für junge Briten. Jon Savage erinnert an die Insel der Extreme
Das Herz des Attentäters
Für die meisten ist klar: Terroristen haben eine vom Fanatismus zerfressene Seele. Forscher halten diese Einstellung für wenig zielführend
Aber hier leben, ja danke!
Dieses Land ist vielleicht doch besser als sein Ruf – zumindest in Sachen Popmusik. DJ Hell kommt nach Hause