Einfach Whoopi
Whoopi Goldberg ist eine der besten und wichtigsten Schauspielerinnen, ihre Stimme hat in den USA politisches Gewicht. Und privat? Herrscht Anarchie
Die Güte des Wütenden
"Das Herz von Jenin" begleitet einen palästinensischen Vater auf der Reise zu den israelischen Kindern, denen er nach dem Tod seines Sohnes das Leben gerettet hat
Warum wird es abends dunkel?
Ertrunken in Sternenlicht oder das Geheimnis der Unendlichkeit des Weltalls: Wilhelm Olbers galt als einer der berühmtesten Astronomen seiner Zeit
Metastasen des Krieges
Die Tschetschenin Sabura floh mit ihrem Sohn vor den Bomben und Säuberungen in die Schweiz, ins "Land der Menschenrechte". Bleiben darf sie nur, solange ihr Tumor gedeiht
Die Freiheit, die ich meine
Ausgegrenzt zu werden, ist der Kunst förderlich - und dem Rückgrat: Warum Christoph Hein dem Verfassungsjubiläum fern bleibt - ein offener Brief an die Bundesregierung
Entzückt, amüsiert, verwundert, beunruhigt, perplex, entrüstet
J.R.R. Tolkien sah seine Popularität eher mit gemischten Gefühlen. Sagt Sohn Christopher, der nun Geschichten aus dem Nachlass des "Herr-der-Ringe"-Autors veröffentlicht
Wir brauchen keinen Bono ...
...wir haben eine elfengleiche Leslie Feist und viele andere Indie-Musiker, die sich im Kampf gegen HIV engagieren. Zum Beispiel mit einem großartigen Konzert in New York
Lass uns ein Haus bauen
Das Eigenheim auf dem Land hat Konkurrenz bekommen. Viele bauen heute lieber gemeinsam mit anderen individuelle Stadthäuser und verzichten auf kommerzielle Bauträger
Pappeln und Solidarität
Sie wollen ökologisch, nachhaltig und solidarisch bauen - wenn da bloß die Nachbarn nicht wären: Der Streit um das Projekt "Karloh" im Berliner Bezirk Alt-Treptow
"Ich verstehe nicht, wie man kollektiv strafen kann"
Der Dokumentarist Marcus Vetter über seinen Film "Das Herz von Jenin“, seine Ängste vor der Fahrt nach Palästina und neu gewonnene Einsichten in den Nahost-Konflikt
Die eiserne Trashlady
Traditionell steht die Kultur in England links. Das scheint sich nun langsam zu ändern. Jüngstes Beispiel: Die Künstlerin Tracey Emin
Die Begrenzung des Bindestrichs
Mehr als zwei Nachnamen braucht kein Mensch, meint das Bundesverfassungsgericht. Die Richter bestätigten das Verbot von drei oder mehr Nachnamen. Schade eigentlich
Aktivisten gesucht
Seit Tagen hungert Mia Farrow für die Darfur-Flüchtlinge. Der Arzt der Schauspielerin fürchtet um ihre Gesundheit. Dennoch schließen sich viele der Online-Aktion an
Mut zur Lücke
Schtzngrmm: Was dem Dichter Ernst Jandl Recht war, kann den Spammern nur billig sein. Und die Hirnforschung haben sie auch auf ihrer Seite, Vrdmmt!
Der König der Nebenrollen
Zum Tod des ostdeutschen Volksschauspielers Fred Delmare, der in über 200 Filmen mitwirkte und die Kunst beherrschte, durch kurze Auftritte in Erinnerung zu bleiben
Auf die Stille hören
Zum ersten Mal seit 400 Jahren ist eine Frau in das Amt des britischen Hofdichters berufen worden. Die Lyrikerin Carol Ann Duffy begreift ihre Arbeit als Berufung
Hoch die Flagge!
Die Jury konnte sich nicht auf 20 Entwürfe für ein Einheitsdenkmal auf dem Berliner Schlossplatz einigen. Ein Teilnehmer-Team setzt ihren dennoch um - und hisst die Fahne
Zentrale Randlagen
Sogar für eine Fotografin bekommt Probleme, wenn sie eine Gated Community besucht. Laurence Bonvin zeigt in Braunschweig beunruhigende Aufnahmen suburbaner Landschaften
Mädchen – aber nicht für alles!
Frauen sollen Karriere machen, emanzipiert leben und dabei ganz lässig Kinder kriegen. Aber wie kann man all das leben, wozu man nicht erzogen wurde?
Ordnung im Kühlschrank
David Wagner erzählt in seinem neuen Buch vom zweifachen Dasein als Vater und Sohn
Missverständnisse beim Hören
Mit "It’s Blitz!" haben die Yeah Yeahs Yeahs doch noch ihr Popmeisterwerk geschaffen
Auf dem Sofa
Der Kieler "Tatort: Borowski und die heile Welt" erweist sich als etwas zäher Grundkurs in Psychologie, der mit Kameraengagement und Musiküberfrachtung aufgemotzt wird
Perceval inszeniert Fallada
Seine Krisenromane haben auf deutschen Bühnen Konjunktur. In "Kleiner Mann - was nun?" (Münchner Kammerspiele) sprudeln Worte als könnten sie vor dem Morgen bewahren
Kippenbergers Männlichkeit
Auch wenn seine Kunst nur durch Frauen möglich wurde: Martin Kippenbergers Werk ist frauenfrei. Kritikerin Germaine Greer ist nicht amüsiert