Habibi Danton
In „The Return of Danton“ suchen Geflüchtete nach Parallelen zwischen 1789 und dem Arabischen Frühling. Finden sie welche?
Jenseits der Biographie
In ihrem Neuköllner Atelier schrieb Ewe Benbenek ihr Debüt „Tragödienbastard“. Dafür hat sie Deutschlands wichtigsten Dramatikpreis gewonnen. Ihr Drama versucht, außerhalb der abgetrampelten Erzählpfade eine Biographie zu umreißen
Bibliothek von Peter Sodann in Staucha: Heiligtum im Stall
Der Schauspieler und Intendant Peter Sodann ist gestorben. Im sächsischen Staucha hatte er eine Bibliothek aufgebaut, in die er alles aufnahm, was in der DDR verlegt wurde
Er war der Letzte seiner Art
Bernhard Blaszkiewitz prägte Zoo und Tierpark in Berlin über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg. Unser Autor schrieb ihm als 16-Jähriger einen Brief – Blaszkiewitz' Antwort hat er bis heute aufbewahrt. Ein persönlicher Abschied
Perverser Minnesang
Wie in einem Sog reißt einen der Roman „Mein kleines Prachttier" in die Abgründe seiner pädophilen Erzählfigur. Marieke Lucas Rijneveld überlässt ihm trotzdem nicht die Deutungshoheit über sein Opfer – ein literarisches Kunststück
Keanu Reeves: „Ich interessiere mich für die Leute, mit denen ich spreche”
Er gilt als einer der am härtesten arbeitenden und umgänglichsten Schauspieler in Hollywood. Nach fast 20 Jahren ist er wieder in einem Matrix-Film zu sehen. Ein Gespräch über Kunst, Trauer und den Kampf gegen die vergehende Zeit
Wie schön!
Bei den 23. European Newspaper Awards überzeugt „der Freitag“ in sechs Kategorien die internationale Jury
Win-Win-Win
Der Schweizer Kampa Verlag kauft zwei unabhängige Verlagshäuser auf und sichert sich so Standorte in Österreich und Deutschland. Man will junge Talente entdecken und aufbauen
Grimasse im Raum
Marion Baruch lockt in ein Labyrinth aus bunten Stoffresten. Noch ist die 92-Jährige für viele unbekannt. Das dürfte sich bald ändern – in Leipzig wird das Werk der poetisch-ironischen Künstlerin endlich umfassend gewürdigt
Schach
Die diesjährige Schach-WM war von einem Hype begleitet. Das Meisterduell, die Taktik, alles wird virtuell nachgespielt. Überhaupt ist die Sportart scheinbar omnipräsent – in der Literatur, bei Netflix und in Fußballstadien. Unser Lexikon
Der kommende Aufstand
In Frankreich hat Alain Damasios düstere Zukunftsvision „Die Flüchtigen“ Kultstatus. Zeit, dass auch wir sie entdecken
Aussöhnung, die spaltet
Im Umgang mit dem Genozid an den Herero und Nama hinterlässt die Regierung Merkel einen Scherbenhaufen. Besteht jetzt die Chance auf einen Neuanfang?
Es gibt sie noch!
Carrie Bradshaw und ihre Gefährtinnen aus „Sex and the City“ sind in „And Just Like That...“ älter, grauer und diverser. Alles andere bleibt – trotz etwas weniger Sex – genauso wie es war. Denn eins ist sicher, es ist immer noch kompliziert
Wie magisch
Paolo Sorrentinos „Die Hand Gottes“ führt ins Neapel der 80er Jahre
Hausautor:innen
Sie schreiben fleißig, aber nicht nur für den „Freitag“, weshalb wir dieses Lexikon neuen Büchern unserer Autor:innen widmen. Sie analysieren das Schicksal des Moselapollofalters so kundig wie das der Kleinbürger
Die Podcast-Pionierin geht von Bord
15 Jahre und über 600 Episoden mit Titeln wie „Blühende Landschaften im Chemiedreieck“: Keine Frage, die ehemalige Bundeskanzlerin war eine Power-Podcasterin. Zeichnet sich da etwa eine zweite Karriere ab?
Onkel Klaus allein zu Haus
Die Familie sitzt vor Zoom und lässt sich die online bestellt Gans liefern. Sieben Jahre nach der Erstausstrahlung von „Stille Nacht" hat der WDR die Komödie neu aufgelegt. Was passiert, wenn Corona das Weihnachtsessen verkorkst
Weltuntergansfilm „Don’t Look Up“: Blöd sind immer die Anderen
Adam McKays Katastrophenfilm „Don’t Look Up“ ist hochkarätig besetzt, vergeudet sagenhaft viel Talent und ist ein Paradebeispiel für das, was gegenwärtig so schrecklich nervt
„Drive My Car“ von Ryûsuke Hamaguchi: Mit Tschechow im Auto
Ryûsuke Hamaguchi bringt in „Drive My Car“ das Murakami-Feeling auf die Leinwand. Den existenziellen Lebensfragen geht er mit eindrücklicher Leichtigkeit und großer Poesie auf den Grund
Ringo ist der wahre Held
Unsere Autorin hat die Beatles-Dokumentation „Get Back“ geguckt und wurde gut unterhalten
Alles auf Zucchero
Der Mann, der den Italienern den Blues gebracht hat, singt jetzt ausgerechnet Songs von Genesis und Coldplay
Endlich darf er „ich“ schreiben
Den Jahrhundertschriftsteller Gustave Flaubert lernt man am besten in seinen Briefen kennen
Dasein, ohne Denken
Unser Autor verbringt zwei Nächte im Grand Hotel „Des Iles Borromees“ und begibt sich auf die Spuren des Schrifststellers Ernest Hemingway, der sich einst im Hotel von Kriegsverletzungen erholte
Brutal im Raum
Robert Irwins jüngste „Light and Space“-Installation im Kraftwerk Berlin grenzt sich scharf ab von der hoffnungslos eskapistischen Gamifizierung der Gegenwart