Raus gekommen
In Marokko kämpfen Schwule seit Jahrzehnten für ihre Rechte – gegen heftigen Widerstand. Seit den arabischen Revolutionen sind ihre Forderungen im Mainstream angelangt
Unterwegs in den dritten Frühling
Selbst mit Notstandsgesetzen und arabischem Nationalismus: Das Regime von Präsident Bashar al-Assad kann im Augenblick nicht mehr viel für sich tun
Gegner im Geiste, Brüder im Kampf
Der Westen hat mit Hilfe der saudischen Autokraten die Araber unterjocht – und sich seine eigenen Feinde herangezüchtet. Dies gefährdet nun den Traum vom säkularen Ägypten
Auf der "Linie des Guten"
Zehn Jahre nach dem 11. September läutet die Revolution in Tunesien eine zivilisatorische Zeitenwende ein
Das ABC der Macht
Obwohl sie als konservativer gelten, haben die arabischen Frauen die Revolution geprägt: Wie der demografische Wandel die demokratische Entwicklung befeuert
Plötzlich tanzte der Stift ausgelassen
Am Tag, nachdem das ägyptische Volk seine Freiheit errang, fing unser Karikaturist an, in neuen Farben zu zeichnen. Er wurde kreativer, weil er keine Angst mehr hatte
Was Armeen nie gelingt
Wie die jungen Demokratien im arabischen Raum mit Hilfe des Westens militanten Islamisten den Boden entziehen können
Der riesige Ballon platzte, als ihn eine Ameise anknabberte
Ein Glück, dass die ägyptische Revolution auch die Literatur der Moderne hinweggefegt hat. Die neuen Autoren wollen vor allem leicht und geerdet sein
Willkür und noch mehr Blutrache
Wenn sich Al-Qaida-Kader irgendwo sicher fühlen, wo sonst als in diesem Land? Es balanciert am Abgrund zum Bürgerkrieg, solange Präsident Saleh regiert. Und doch ...
Traditionelle Befreiungsmacht
Die politische Rolle der USA hat sich seit Eisenhower gewandelt – und ist eingebrannt im Gemüt von Libanesen und Palästinensern
Das Blaue vom Himmel
Revolution mit einem Revolutionär – König Mohammed VI. bevorzugt den stillen und behutsamen Wandel. Ihm vertraut das Volk, nicht jedoch seiner Regierung und seinen Freunden
Die Furcht vor dem Frühling
Der Krieg gegen den Terror half dem saudischen Königshaus: Nach 9/11 konnte es Demokratie-Befürworter rücksichtlos bekämpfen
Wir brauchen Vorbilder
Palästinensische Frauen hatten besonders unter dem verschärften Nahostkonflikt zu leiden. Frei und gleichberechtigt werden sie nur leben können, wenn es Frieden gibt
Wenn der seidene Faden reißt
2009 wurde die Ägypterin Marwa El-Sherbini in Dresden während einer Gerichtsverhandlung ermordet. Terroristin, nannte ihr Mörder sie - doch der einzige Terrorakt war seine Tat
Kultur kommt von Wollen
Deutschland braucht den Super-Muslim. Was genau soll es denn überhaupt bedeuten, wenn man sagt, Deutschland habe jüdisch-christliche Wurzeln?
„Es verletzt, so behandelt zu werden“
Viele junge Palästinenser sind wütend, weil westliche Medien sie als Terroristen vorverurteilen. Einige schreiben nun dagegen an
Der Antennen-Dschungel auf dem Berg Asmaie
Nach dem Sturz der Taliban dürstete Afghanistan nach Bildern und Austausch. Doch der kommunikative Frühling birgt Gefahren
Unter dem gesichelten Mond
Die Zeit nach 9/11 aus Sicht der arabischen Welt: Zeichnungen, Collagen und Fotografien aus der "Freitag"-Sonderausgabe geben Einblick in eine vielfältige Kunstszene
Die Bedrohung ist ein Hirngespinst
Der Multikulturalismus bedeutet eine Gefahr für die westlichen Werte? Von wegen. Die eigentliche Bedrohung stellt der Neoliberalismus dar
Zum Frontstaat ernannt
Der Nachbarstaat Afghanistans ist tief in den Anti-Terror-Feldzug verstrickt. Von den zerstörerischen Gefahren, die dem Land drohen, kann es sich nur selbst befreien
Gemüselager des Gestern
Wo Amnesie und Nostalgie nichts gelten: Die Galerie The Hangar ist ein politischer und künstlerischer Zwischenraum im von der Hisbollah beherrschten Viertel Dahia
Zerfall im Off der Kamera
Zahi Hawass galt als Lichtgestalt der Ägyptologie. An wissenschaftlicher Sorgfalt war der „Pharao“ eher wenig interessiert
Eine erstaunliche Karriere
Action, Verrat, Geld, Öl, Frauen: Die Geschichte Osama bin Ladens war ein Thriller mit großem Budget, riesigen Einnahmen – und immensen Verlusten
"Eine finstere Zeit liegt hinter uns"
Er hatte Dienst auf dem Tahrir-Platz, als der Umsturz begann: Ein junger Polizist fürchtete um sein Leben. Heute dankt er den Demonstranten dafür, dass er mehr Rechte hat