Das Ende der Taktik
Erstmals hat sich der Unmut in den eigenen Reihen zielgerichtet gegen Merkel entladen. Das ist der Beginn der Entfremdung zwischen Kanzlerin und ihrer Partei
Klagenfurter Literaturtage
Der deutschen Literatur fehlt eine Wörtherseebühne. Hier wäre der ideale Ort für eine Melange aus Bachmann-Preis und Ein Schloss am Wörthersee
Gut für China, gut für die Welt
Etwas regt sich in der „Werkstatt der Welt“. Seit Wochen brechen in den Küstenregionen, den Brennpunkten des chinesischen Aufstiegs, Streiks und Proteste aus
Woraus Zeitungen geschnitzt sind
"Holz" wird häufig als Metapher für Zeitungen verwendet. Worin aber besteht eigentlich die Verbindung zwischen Printmedien und dem Wald?
Abschied aus dem Paradies
Vielleicht kann man von den drei großen Kränkungen der Natur sprechen – es wären die von uns Menschen selbst
Vor der Grabwespenhöhle
Jean-Henri Fabres „Erinnerungen eines Insektenforschers“ beeinflussten auch Schriftsteller und Künstler, nun liegen sie endlich auf Deutsch vor
Grenzen der Empathie
Wenn Tiere in Romanen auftauchen, wird über sie das Wesen des Menschen verhandelt. Sechs herausragende Beispiele
Overkill vor Exit
Die erzwungene Demission des Afghanistan-Generals Stanley McChrystal hinterlässt Kollateralschäden. Obamas Sicherheitsberater ist unversehens ins Schussfeld geraten
Playboy der Linken
Slavoj Žižek gilt als Star der antikapitalistischen Intellektuellen, der gerne auch die traditionelle Szene provoziert. Was macht ihn und sein Denken so außergewöhnlich?
Der Job der Zukunft
Die Parole "Hartz IV abschaffen" führt nicht weit. Noch fehlt die Leitidee für eine gemeinsame Arbeitsmarktpolitik. Sie könnte Keimzelle eines neuen Projekts werden
Viele Verlierer
Der Streit um den Kandidaten Gauck hat die rot-rot-grüne Eiszeit auf Bundesebene verlängert. Das war so gewollt. Die Gegner eines Bündnisses werden frohlocken
Präsident der Panik
Wulff war der Kandidat einer Kanzlerin, die um ihr Amt fürchtete. Als Staatsoberhaupt repräsentiert er nun die Angst vor Veränderung
...Christian Wulff
Nun hat er es geschafft: Der unscheinbare Mann aus Hannover wird Bundespräsident. Nur wie wird er jetzt noch sein Langweiler-Image los? Zum Beispiel mit diesen Dingen
Nach dem Argentinazo
Die vier Tage der Feierlichkeiten zur 200-Jahrfeier waren auch Tage des Waffenstillstands in den alltäglichen Schlachten, die seit dem sozialen Aufstand von 2001 andauern
Ungeschickter als Clouseau
Die Inkompetenz, die Russlands Geheimdienst nun bewiesen hat, würde Hollywood-Satiren zur Ehre gereichen. Gefährdet sind die Beziehungen Russlands zum Westen aber nicht
Das Sinngedicht
„Für immer Shrek“ von Mike Mitchell wirft die Frage des Kulturellen auf, das sich zum Natürlichen zurücksehnt. Die Antwort ist in ihrem freudianischen Tiefsinn unfreiwillig komisch
Treuer Freund des Kapitalismus
Fußball hat nur ein Ziel: Er soll die Menschen von fundamentalen politischen Missständen ablenken
Aus Helden werden Schurken
Stand die nationale Fußball-Equipe als Weltmeister 1998 für erfolgreiche multikulturelle Integration, gilt ihr Scheitern 2010 als Beweis für das Gegenteil
Unsichtbare Götter
Wie lernen wir Geschichte? Tilsa Otta erinnert sich an kein einziges Datum einer Schlacht. Aber an die "Vladivideos" unter Fujimori und an Maxi, deren Leben von der Vergangenheit ihres Landes gezeichnet ist
"Gauck hat bewiesen, dass er lernfähig ist"
Der Schriftsteller Navid Kermani darüber, warum er den rot-grünen Bundespräsidentschafts-Kandidaten wählt, und warum dieser sich mehr Pathos erlauben darf, als ein Literat
Ein ordentlicher Brocken Geld
Das spannendste neue Konzept zur Bekämpfung der weltweiten Armut hat nicht mit Gipfeltreffen oder dem Bau von Wasserkraftwerken zu tun, sondern mit Kung-Fu-Filmen
Piraten mit Lizenz
Underground von Londons Dächern: Mit "Rinse FM" wird die größte und einflussreichste Pirate Station der letzten anderthalb Dekaden legalisiert
Nebenwirkungen bekannt
Der Musiksender MTV warnt mit einer internationalen Kampagne vor den Nebenwirkungen und Risiken fußballsüchtigen Fernsehkonsums
Fest im Griff eines Deliriums
Trainer Marcello Lippi geht, Premier Silvio Berlusconi bleibt. Italiens WM-Pleite könnte trotzdem den Niedergang des regierenden Rechtsblocks beschleunigen