Die „Achse der Guten“ hat nicht nur Freunde
Russland und China sind keine Verbündeten Assads. Sie werden aber den Verdacht nicht los, dass es dem Westen in Syrien nicht nur um Demokratie geht
Der große Spagat
Thomas Ostermeier inszeniert am Theater der Nationen in Moskau. Er findet eine Welt zwischen kämpferischem Aufruhr und Arrangement mit den Mächtigen vor. Sein Bericht
Ich bin ein Verlierer, Baby!
Die Band Kraftklub holt den ostdeutschen Diskurs aus dem Museum heraus und bringen ihn dorthin zurück, wo er hingehört: auf die Straße
Wo der Rubel rollt
Ein Teil des Hackerkollektivs Anonymous hat E-Mail-Korrespondenzen der Pro-Putin-Jugendorganisation Naschi gehackt. Es geht um gekaufte Berichterstattung und Blogger
Darf man „Fotze“ sagen? Über das Verletzungspotential von Sprache
In der feministischen und antirassistischen Debatte spielt der Gebrauch von Worten eine wichtige Rolle. Doch ab wann werden sie beleidigend? Und wie viel Zensur verträgt ein freier Diskurs?
Politisch unmotiviert
Nach der Handydaten-Affäre in Berlin bleibt die Frage: Was ist eigentlich aus dem Wirbel um brennende Autos geworden?
Sinn und Sinnlichkeit
Gebraucht, ohne Abnutzungsspuren: Die Second-Hand-MP3-Börse ReDigi agiert in den Bruchspalten von Musikbesitzer-Bewusstsein und Urheberrechtsdiskussion
Hier können Sie abfahren!
Seit Doris Brandt einen Kinderwagen durch Hamburg schiebt, hat sie ganz neue Perspektiven auf die Stadt. Ab heute wird sie von ihren Rundgängen berichten. Auftakt: Hafen
Der Staatsgewalt die Luft ablassen
In New York ist man bei der Gretchenfrage angekommen: Wie hältst du's mit der Gewalt? Symptomatisch ist die Kontroverse um den Journalisten und Aktivisten Tim Pool
Woher und wohin?
Die Berichterstattung aus Syrien beschränkt sich verstärkt auf Internetvideos. Doch die Quellenlage dieser Bilder ist meist unklar und ihre Weiterverbreitung fragwürdig
Aus dem Reich des Bleistiftgebieters
Robert Walsers „Mikrogramme“ gehören zum Wunderlichsten der Literaturgeschichte. Eine neue Edition zeigt Reproduktionen in Originalgröße
Mit Gasmaske am Nudeltopf
In Kairo toben weiter Straßenschlachten. Den Nachschub an Tränengas liefern amerikanische Firmen, finanziert über die Rüstungshilfe aus dem US-Haushalt
Mehr als nur eine Lappalie
Wie der Schriftsteller und Politikwissenschaftler Raul Zelik unvermutet ins Visier des Verfassungsschutzes geriet
Furor Teutonicus
Nicolas Sarkozy hat demnächst vermutlich eine Präsidentenwahl zu bestehen – und versucht jetzt, mit einer jähen Hinwendung zum deutschen Muster zu punkten. Ein Risiko
Weil er zu Hause geblieben ist
Was Thomas Bernhard sein verhasstes Österreich war, ist Andreas Maier die Wetterau: Mit „Das Haus“ legt er den zweiten Band seines Romanzyklus „Ortsumgehungsstraße“ vor
Ich weiß genau, wie das war
Der Glaube war bislang oft stärker, aber ein neuer Test könnte helfen, falsche von echten Erinnerungen zu unterscheiden
Das verflixte H-Wort
Poptheoretiker Mark Greif widmete sich auf einer Podiumsdiskussion in Berlin einem der wichtigsten zeitgemäßen Diskursgegenstände: dem Hipstertum. Wie steht es darum?
Für den Erhalt des "Klubradio"
Ungarische Intellektuelle rufen zur Unterstützung des einzigen kritischen Radiosenders auf. Die Demokratie in ihrer Heimat sei gefährdet, warnen sie in ihrer Petition
Die schlimmste aller Arten
Der neue Roman von T. C. Boyle klingt zwar nach Science-Fiction, ist jedoch wesentlich gegenwärtiger, als man meinen mag
Gesten der Unterwerfung
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zu Unrecht vorgeworfen, sie habe keine Linie – ihre Politik stärkt die Finanzmärkte
Fieber, Kotzen
Das volle Programm: Im Wiener "Tatort: Kein Entkommen" geht's hoch her. Serbische Nationalisten, die das Kriegsende nicht verkraftet haben, verbreiten Ungemach
Mit dem Mut der Verzweiflung
Russland ist mit seinem Nein im UN-Sicherheitsrat unfreiwillig zum Herold einer brisanten Nachricht geworden – für sich, aber auch für andere Akteure in der Region
Lichtscheues Gesindel
Vor 100 Jahren wurde aus Prestige- und Kommerz-Gründen die Stadt Rixdorf am Rande Berlins in Neukölln umbenannt. Es blieb vergeblich – der Ort wahrte den schlechte Ruf
Tagsüber im Museum
Wer von Hilfsjobs lebt, hat ein hartes Leben. Aber bezahlt werden fürs Warten, das ist doch schön, oder? Ein Selbstversuch als Museumswärter