Echtes Berliner Wasser
In Café, Bus oder Bahn: Das Leben hat eben die besten Dialoge zu bieten. Immer montags gibt es im Alltag die Ausbeute der vergangenen Woche. Heute: Sehnsüchte
Das serielle Glück abseitiger Fernsehkanäle
The West Wing und nun auch Boardwalk Empire: Wie US-Serien, deren Ton und Tempo man im Programm der Hauptsender vergebens sucht, andernorts zum Segen werden
Sisyphus Gabriel
SPD-Chef Sigmar Gabriel hat bisher wenig falsch und vieles richtig gemacht - und trotzdem nur Aussicht auf einen Trostpreis
Atommüll zu versenken
Nach Fukushima geht die Endlagersuche in eine neue Runde. Die Regierung will Alternativen zu Gorleben prüfen. Viele Fragen sind offen – auch für die Bewegung
Opponieren, wie nur die Kreatur es kann
Was für ein intensive Bearbeitung! Mario Holetzecks „Woyzeck & Marie“ oder warum es sich lohnt für ein Theaterstück extra nach Cottbus zu fahren
Wie Hammerschläge
Vor 70 Jahren gab es Deutsche, die so viel Mut und so viel Verantwortung für ihr Land hatten, sich dem Krieg gegen die Sowjetunion zu widersetzen und viel zu riskieren
Klub 27
This is the end: Jim Morrison begründete mit seinem Tod vor 40 Jahren den "Klub 27", weil er im Alter von 27 Jahren starb, genau so wie einige andere Musiker
Im Grenzbereich
Kunst oder Alltagsgegenstand? Eyal Burstein schickte seine Objekte um die Welt und ließ Zöllner darüber entscheiden, was diese nun eigentlich sind
Das Licht unter dem Himmel
Man muss nicht nach Venedig fahren, um die Lichträume des Kaliforniers James Turell zu betreten. Ein Ausflug in einen ehemaligen Brauereikeller in Unna tut es auch
Der Fall scheint erledigt
Die jähe Wendung in der Strafsache DSK bedarf keiner Verschwörungstheorien, um erklärt zu werden. Die Ereignisse um den Ex-IWF-Chef sprechen für sich
Wasser auf die falschen Mühlen
Der so genannte Präventionsgipfel des CSU-Innenministers hat nichts gebracht. Polizei und Sozialarbeiter kann das kaum überraschen
Zwischen den Knien die Maschinenpistole
Mord oder Selbstmord? Der Leichnam des 1973 gestürzten Salvador Allende wurde exhumiert, um endgültig zu klären: Wie starb der damalige Präsident tatsächlich?
Sommertheater für die besseren Kreise
Dieter Wedel inszeniert „Jud Süß“ bei den Nibelungenfestspielen Worms. Was dabei herausgekommen ist? Ein Wedel eben
Warum heißt es Gurkentruppe?
Rehabilitierung: Die Gurke ist besser als ihr Ruf. Unser Koch wirft ein Blick auf das zu Unrecht verschmähte Gemüse
Auf Messers Schneide
Die Angst vor dem alten Regime ist ebenso groß wie die Skepsis vor der Zukunft. Eine Reise durch ein Land, das trotzdem hungrig auf das Neue ist
Gemeinsame Atom-PR
Die britische Regierung soll skandalöse Geheimabsprachen mit der Atomindustrie getroffen haben, um die Folgen von Fukushima zu verharmlosen. Der Grund: Acht AKW in Planung
Immer in Bewegung
Bergit Howell arbeitet seit 50 Jahren an einer Karriere als „freier Mensch“. Wie lässt sich ein ungebundenes Leben so lange durchhalten?
Urbane Klumpen in grauer Substanz
Das ist aber bunt hier! Wenn Neuroforscher dem Hirn beim Denken zugucken, erkennen sie vor allem eines: dass das Leben Spuren im Kopf hinterlässt
Treffpunkt im Grandcafé
Schau doch, da sitzt Lenin, und dort Hugo Ball: Als der Weltgeist ein Stammgast im Zürcher Kaffeehaus Odeon war
Der Weg zur grünen Wiese
Der Ausstieg ist beschlossen. Aber was passiert mit stillgelegten Atomkraftwerken? Schon jetzt werden Meiler zurückgebaut – eine exportträchtige Erfahrung
Der Herr der Drohnen
Als CIA-Direktor verschaffte der neue Verteidigungsminister Leon Panetta dem Geheimdienst eine eigene "Luftwaffe". Nun wird er gleich drei Kriege zu managen haben
Gabriels letzte Chance
Die SPD will den Sommer lieber der Koalition für ihren Steuerstreit überlassen. Offenbar können die Sozialdemokraten beim Thema Umverteilung nicht selbst liefern
Die Logik des Gesichtsverlusts
Für China ist Ai Weiwei ein missratener Sohn, der den Ruf seiner Eltern beschmutzt. Der Staat will sein Gesicht wahren - mit Taktiken, die das Gegenteil bewirken
Trübe Aussicht für Atomfans
Kernkraft? Ja bitte! Rund 25 hartgesottene Atomkraft-Befürworter versammeln sich in Berlin. Sie fühlen sich verraten – von Energiekonzernen und Politik