Deutsche Demokratische Republik

Wenn Geschichte nur stört

Wer den 9. November 1989, die Mauer und den Mauerfall aus ihren historischen Verankerungen reißt, springt leider entschieden zu kurz

Lutz Herden

Ich dachte: Ist der verrückt?

Passkontrollen eingestellt – Wie Oberstleutnant Harald Jäger am 9. November 1989 in Berlin mit der Öffnung der Grenze Weltgeschichte schrieb

Hüben wie drüben

Die Erinnerung an die Berliner Mauer ist auch eine Altersfrage, wie zwei ­Comics und eine illustrierte Anthologie zeigen

Das Gurken-Ding

VEB Obst, Gemüse und Speisekartoffeln in den achtziger Jahren. Auf dem Papier hat alles gestimmt. Wie die DDR trotz Planerfüllung zu Ende ging. Eine Räubergeschichte

Bloß nicht aufhören

Elfriede Brüning hat vier Gesellschaftsformen erlebt. Sie galt immer als Unterhaltungsschriftstellerin, dabei hat sie für Happy Ends gar nichts übrig

SED-Opposition und 4. November 89

In der Ausgabe vom 19. 11. 89 dokumentiert der "Sonntag" Alexanderplatz-Reden vom 4. November. Zur Vorgeschichte dieser Kundgebung gehört nicht nur der Herbst 1989

Lutz Herden

Zwischen Vergolden und Einschwärzen

Immer wieder werden ganze Epochen im Rückblick vergoldet: Es war also nicht alles schlecht in der DDR – aber was war eigentlich gut?

Migration im Vordergrund

52. Internationales Dokumentarfilmfestival in Leipzig: Die Wanderungsbewegungen führen in die Breite, der ­filmische Diskurs über Immigration hat sich differenziert

So einer ist er nicht

Der ­Thüringer SPD-Chef hat die „große“ Koalition durch­gesetzt. Christoph Matschies Stärke ist die Schwäche seiner Kritiker

War was?

Jana Hensel wurde mit "Zonenkinder" bekannt und wird seitdem immer nach der DDR gefragt. Mit Vorliebe an Jahrestagen. Dabei würde sie gern mal über etwas anderes sprechen

Das Gefühl haben, alles sei möglich

Annett Gröschner hat Erinnerungen an die größte, unabhängige Demonstration vor der Wende gesammelt, die am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz stattfand

Reißwolf des Vergessens

Am 17. Dezember 1989 veröffentlicht der "Sonntag" Aussagen von Demonstranten, die in der Nacht vom 7. zum 8. Oktober 1989 in Berlin/Ost verhaftet worden sind

Die wiedergefundene Sprache

Die legendäre, vielfach verklärte Demonstration vom 4. November 1989 war die letzte, in der es um einer Erneuerung der DDR ging – fünf Tage später fiel die Mauer

Lust und Verführung

Rolf Schneider baut seinen Roman ­„Marienbrücke“ aus ­historischen Infosteinen

Meine Berliner Mauer

Für einen sowjetischen Auslandskorrespondenten der Agentur "Nowosti" in Berlin war die Ost-West-Grenze ein Ort der Gratwanderung, die schon mit der Kindheit begann

Gespräch mit Bärbel Bohley

Zu den Sprechern der DDR-Opposition im Herbst 1989 gehört die Malerin Bärbel Bohley. Der "Sonntag" befragt sie November 89 zu ihrem Selbst- und Sozialismus-Verständnis

Enge des Konsensraumes

Ein Freitag-Forum hatte in Berlin seine Premiere. Man diskutierte über den Wahlkampf, Entpolitisierung und Afghanistan-Krieg, Links und Rechts, Ost und West

Lebensgefühl und späte DDR

Mit Alltagstexten hatte der Sonntag schon vor der Wende überzeugt. Nicht selten waren sie als Protokoll anlegt wie beim Lebenszeugnis der Reuters aus Berlin

Stalin und die DDR

Den Herbst 1989 prägt auch eine heftige Kontroverse um stalinistisches Züge des DDR-Sozialismus. Im "Sonntag" äußert sich dazu der Schriftsteller Christoph Hein

Honeckers Sturz

Mitte Oktober 1989 wird im SED-Politbüro der Sturz des Parteichefs vorbereitet. Etwa zur gleichen Zeit interviewt der "Sonntag" eine Leipziger Bürgerrechtlerin

Gedächtnis der Wende

Die DDR-Wochenzeitung "Sonntag" war im Herbst 1989 ein Forum der Selbstbefragung und der Ort einer Gesellschaftsdebatte, die nicht nur Grenzen der DDR sprengte

Lutz Herden

Sozialdemokratie in der DDR

Während in Ostberlin am 7. Oktober 1989 ein letzter ­Staatsgeburtstag der DDR zelebriert wurde, gab es im brandenburgischen Schwante eine Wiedergeburt

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